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Quotenmeter-Redakteur Björn Sülter gewinnt Publikums-Literaturpreis

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In eigener Sache: Am vergangenen Sonnabend wurde in Berlin der «Deutsche Phantastik Preis» verliehen. Diesen gewann in der Kategorie «Bestes Sekundärwerk» unser Redakteur Björn Sülter.

Die Fernseh- und Literaturwelt steckt voller Überraschungen. Vor zehn Jahren hätte wohl kaum ein Journalist auch nur einen Cent darauf gewettet, dass das Star-Trek-Franchise je wieder auch nur annähernd seine Popularität der 80er- und 90er-Jahre erlangen würde.

Schon gar nicht hätte aber jemand geglaubt, dass im Jahr 2019 ein Sachbuch wie Es lebe Star Trek einen der begehrtesten deutschen Publikums-Literaturpreise gewinnen würde, den seit zwanzig Jahren verliehenen Deutschen Phantastik Preis.

Die cineastische Wiederbelebung ab 2009 brachte «Star Trek» zwar die gewünschte Aufmerksamkeit, spaltete aber auch die Fangemeinde zutiefst. Noch intensivere, zum Teil äußerst harsch geführte Debatten, die bis heute nicht abreißen wollen, löste ab 2017 dann die Serie «Star Trek: Discovery» aus. Und doch, so umstritten die neuen Produktionen auch sind, belebten sie auch das Fandom und sorgten für den erhofften Schub neuer Fans, die sich seitdem eben auch begierig auf die klassischen Serien und Filme stürzen. Gemeinsam mit den Alt-Fans ist die Fanbase wieder so sehr erstarkt, dass inzwischen nicht weniger als vier neue Serien und weitere Kinofilme in den Startlöchern stehen.

Vielleicht war die Zeit also nie reifer, um nach Ralph Sanders legendärem vierbändigem Sachbuch-Meisterstück Das Star Trek Universum aus den 90er-Jahren endlich wieder ein umfassendes Sekundärwerk aus deutschen Landen zu präsentieren. Genau dieser Aufgabe hattte sich Björn Sülter angenommen, der sich mit seinen zahlreichen Projekten in den vergangenen 20 Jahren nicht nur im Trek-Fandom einen Namen machen konnte.

Zu den Spezialitäten des Quotenmeter-Redakteurs zählen unter anderem auch umfassende Kritiken zu «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus» oder Rezensionen zu Sendungen wie «Das Traumschiff». In den vergangenen vier Jahren hat er bei Quotenmeter an die 250 Schwerpunktartikel, Kolumnen, Interviews und Rezensionen abgeliefert. „Von Haus aus bin ich Medienjournalist und arbeite auch primär in diesem Sektor. Für das Printmagazin TV-Klassiker (das Mitte Dezember in den stationären Handel kommt) und das Corona Magazine fungiere ich als Chefredakteur, bin Headwriter und Experte bei SYFY.de und liefere ansonsten regelmäßig Artikel für Onlinemagazine wie Quotenmeter, Serienjunkies, Robots & Dragons, Printmagazine wie die GEEK! und den FedCon Insider oder auch lokale Medien“, berichtet Sülter von seinem Schaffen. Dazu sei er als Hörbuchsprecher und Podcaster aktiv, moderiere „regelmäßig“ und leite den Verlag in Farbe und Bunt. „Es sind spannende Zeiten!“, sagt Sülter, der eigentlich fest im Star-Trek- und Science-Fiction-Fandom verwurzelt ist. Bei Quotenmeter sei aber genau dies überhaupt nicht sein Kerngebiet.

„Natürlich schreibe ich auch hier gelegentlich über «Star Trek» & Co. Doch habe ich bei Quotenmeter damals vielmehr den Schritt weg aus dem phantastischen Genre hin zur breiten Medienwelt vollzogen. Für diese Chance bin ich unserem Chefredakteur Manuel Weis bis heute sehr dankbar“, sagt Sülter und fügt an: „Ich bin ohnehin vielseitig interessiert und schreibe daher genauso gerne über Kindersendungen wie über Soaps, Shows, Familienfernsehen oder Sport.“

Der nun gewonnene Preis, der Deutsche Phantastik Preis, sei für Sülter eine „riesige Bestätigung“ seiner jahrelangen Arbeit. „Wenn man für solch ein Herzensprojekt, das auf 528 Seiten 52 Jahre Franchise-Geschichte verdichtet, auf diese Weise ausgezeichnet wird, geht einem einfach das Herz auf! Allerdings ist dieser Preis auch insbesondere in Hinblick auf Quotenmeter eher ein Stellvertreterpreis für die gesamte Redaktion hier. Bei Quotenmeter habe ich durch Chefredauteur Manuel Weis und das aufgeweckte Kollegium seit 2015 in vielen Bereichen die Chance erhalten, mich zu verbessern und Neues zu lernen“, sagt Sülter.

Er führt fort und nennt als exemplarisches Beispiel: „Nicht umsonst war beispielsweise auch Antje Wessels 2017 für den Michael-Althen-Preis nominiert. Die hohe Qualität des Angebots bei Quotenemeter ist das Ergebnis fokussierter Arbeit seit vielen Jahren und dem Mut, auch neuen Gesichtern eine Chance zu geben.“ Das sieht der frisch gebackene Literaturpreisträger auch als Erfolgsgeheimnis: „Insgesamt finden hier sowohl etablierte Kollegen wie auch Neulinge genau den Nährboden, um ihr Spektrum zu erweitern, über den Tellerrand zu schauen und sich für unterschiedlichste Themen immer wieder nach der Decke zu strecken. Ohne Quotenmeter wäre ich definitiv nicht an dem Punkt, an dem ich heute bin.“

Nach dem Gewinn des Preises will sich Sülter jedoch nicht ausruhen – stattdessen soll die Auszeichnung eher Ansporn für weitere journalistische Projekte sein. „Ich mache genau so weiter wie bisher: ich schreibe! Das ist es, was ich liebe. Sowohl journalistisch als auch in den Bereichen Sachbuch, Roman oder Jugendbuch. Hauptsache ich schreibe!"

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