Quotencheck

«Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt…»

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Während das RTL II-Format um 15 Uhr in der Zielgruppe leicht unterdurchschnittlich abschneidet, fallen die Werte beim Gesamtpublikum wahrlich desaströs aus.

Mit der Hoffnung der Programmverantwortlichen, dem Nachmittagsprogramm von RTL II zu mehr Schwung zu verhelfen, startet in dieser Woche die neue Talkshow «Detlef Soost». Sie ersetzt eine von insgesamt zwei Folgen von «Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt…», das zuletzt zwischen 15 und 17 Uhr zu sehen waren. Pünktlich zum Start der kleinen Programmumstellung wollen wir einen kleinen Blick zurückwerfen und auf den Quotenverlauf der «Hilf mir!»-Ausstrahlungen um 15 Uhr schauen. Wie erfolgreich war das Format in den letzten Wochen unterwegs? Oder mit anderen Worten: An welchen Werten wird sich «Detlef Soost» messen müssen?

Fakt ist: Ein wahnsinniger Publikumshit ist «Hilf mir!» in den letzten zwei Monaten zu keinem Zeitpunkt gewesen. So lief die erfolgreichste Ausstrahlung der jüngeren Vergangenheit am 4. August, als es für die gezeigte Folge zu überdurchschnittlichen 8,6 Prozent in der Zielgruppe reichte. Insgesamt schauten an diesem Tag 0,34 Millionen Menschen zu, was beim Gesamtpublikum zu 3,3 Prozent führte. Noch zwei weitere Male gelang es den 15 Uhr-Folgen im August, die Marke von acht Prozent zu überspringen. Doch die punktuellen Erfolge täuschen über das Gesamtbild hinweg, das weniger rosig ausfiel.

So kam das Format im gesamten Juli durchschnittlich nur auf 5,2 Prozent der Umworbenen, wobei gleich drei Folgen sogar bei weniger als vier Prozent Marktanteil landeten. Die schwächste Episode lief dabei am 5. Juli, als ab 15 Uhr nur 0,08 Millionen Gesamtzuschauer ermittelt werden konnten. Während sich daraus schon bei den Umworbenen schlechte 1,8 Prozent ergaben, landete man beim Gesamtpublikum sogar nur bei desaströsen 0,8 Prozent. Und wenngleich es für die 21 Folgen am Ende zu 0,21 Millionen Zuschauern und 1,8 Prozent reichte: Ein Erfolg sieht anders aus.

Nachdem es im August mit durchschnittlich 5,6 Prozent (unter anderem wegen der drei stärkeren Folgen, die bei mehr als acht Prozent landeten) etwas versöhnlicher aussah, fiel der September auf schwache 5,2 Prozent der Werberelevanten zurück . Hier wussten lediglich die Folgen am 5. September sowie am 14. September mit 7,9 und 7,4 Prozent so richtig zu überzeugen. Sieben der elf Episoden holten im Gegenzug 5,5 Prozent oder weniger.

Äußerst problematisch verhielt es sich zudem mit der Quote beim Gesamtpublikum, die ebenfalls in sieben Fällen unter der Marke von zwei Prozent verharrte. Wenngleich dieser Wert für die Werbewirtschaft von weniger großem Interesse sein dürfte: Die Tatsache, dass RTL II seinen Senderschnitt bei allen ziemlich genau halbierte, ist nicht wirklich ein Ruhmesblatt für «Hilf mir!».

Unterm Strich erreichten die 54 zuletzt gezeigten Folgen von «Hilf mir!» um 15 Uhr durchschnittlich 0,21 Millionen Zuschauer, woraus insgesamt schlechte 1,9 Prozent resultierten. Etwas besser sah es unter den 14- bis 49-Jährigen aus, die mit 0,16 Millionen Menschen im Mittel den Großteil des Publikums ausmachten. Bei ihnen sprangen zwischen Anfang Juli und Mitte September 5,4 Prozent heraus, was einem leicht unterdurchschnittlichen Wert entspricht. Für «Detlef Soost» dürfte das grob gesagt bedeuten, dass er um 15 Uhr mindestens fünfeinhalb Prozent bei den Umworbenen holen müssen wird. Denn alles andere käme einer Verschlechterung der «Hilf mir!»-Quoten gleich. Es bleibt spannend abzuwarten, ob dem Neustart dieses kleine Kunststück gelingt.

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