Die Produzenten hinter «Die Tribute von Panem – The Hunger Games» stellten im Vorfeld des Kinostarts sämtliche Weichen, um der erwarteten Kinofortsetzung ein zügiges Voranschreiten zu garantieren. Denn aufgrund des massiven Erfolgs der Jugendbücher von Suzanne Collins schien es nahezu ausgeschlossen, dass die Kinoadaption des Trilogiebeginns an den Kinokassen scheitern würde.
Die Produzenten wurden in ihren Vermutungen bestätigt, wie ein Einspielergebnis von derzeit über 400 Millionen Dollar bei einem Budget von 78 Millionen deutlich belegt. Allerdings könnten sich die Arbeiten an der Fortsetzung allen Vorausplanungen zum Trotz zunächst verzögern. Während die Darsteller allesamt einen Vertrag für das gesamte Franchise unterschrieben, umfasste der Vertrag des Regisseurs nur den ersten Film. Das Studio erwartete trotzdem, dass Gary Ross auch für den zweiten Teil zur Verfügung stehen wird und begann kurz vor Kinostart mit den Verhandlungen. Und exakt diese sind vergangene Woche endgültig gescheitert.
Womöglich ist es besser so. Einen Regisseur mitzuschleppen, der sich lieber in anderen Projekten betätigen würde und die Treue zur Filmreihe bezahlen lässt – das ist nicht unbedingt die ideale Grundvoraussetzung für eine gelungene Adaption einer Jugendbuchfortsetzung. Die Suche nach einem neuen Regisseur muss allerdings sehr zügig vorangehen, um den eng umsteckten Terminplan der Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence nicht völlig umzustoßen. Neben «Die Tribute von Panem – Catching Fire» steht für sie nämlich auch eine Fortsetzung zu «X-Men – Erste Entscheidung» an, was bereits zu hitzigen Debatten zwischen den produzierenden Studios führte. Diese konnten gelegt werden, als man sich dazu einigte, die «Panem»-Fortsetzung ab August dieses Jahres und das «X-Men»-Sequel ab Januar 2013 zu drehen. Neuplanungen wären überaus kompliziert und potentiell auch sehr kostspielig.
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