Quotencheck

«Großstadtrevier»

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Mit einer besonders langen Staffel konnte die Polizeiserie neue Zuschauer gewinnen.

Vor über 23 Jahren ermittelten die Polizisten vom 14. Polizeirevier erstmals im Ersten. Seither hat sich das «Großstadtrevier» zu einer festen Größe entwickelt und zahlreiche Veränderungen durchgemacht. Das sieht man auch beim Blick auf den Umfang der Staffeln. Bestanden die ersten Staffeln der Serie noch aus jeweils sechs Folgen, so bekamen die Zuschauer in der 23. Staffel mit 22 Episoden die längste der Seriengeschichte zu sehen. Die Serie startete dieses Jahr ungewöhnlich spät, nämlich erst im Herbst, und musste so die hart umkämpfte Wintersaison bestreiten. Eine Herausforderung, die mit Erfolg gemeistert wurde.

Die ersten drei Folgen setzten die Messlatte, so wie man es sich beim Ersten sicherlich gewünscht hatte. 14,0 Prozent zur Auftaktfolge "Ungeschriebene Gesetze" am 21. September sowie 14,4 Prozent und 14,3 Prozent an den darauffolgenden Montagen waren für den öffentlich-rechtlichen Sender zwar keine außergewöhnlich hohen Quoten bei allen Zuschauern ab drei Jahren, angesichts der Tatsache, dass die 22. Staffel niemals über 14,2 Prozent hinauskam allerdings sicher sehr zufriedenstellend. Mit 3,51 Millionen Zuschauern erzielte die dritte Folge zudem die höchste Reichweite des «Großstadtreviers» seit März 2007. Auch bei den jungen Zuschauern stieß sie mit 840.000 Bundesbürgern und einem Marktanteil von 9,4 Prozent auf Interesse.

Nach den Folgen vier und fünf, die mit 3,27 Millionen Zuschauern identische Reichweiten erzielten, gab es mit 3,87 Millionen Zuschauern Ende Oktober das nächste Reichweitenhoch für die Episode "Ausgebrannt". Mit 14,5 Prozent wurde zudem die höchste Einschaltquote der 23. Staffel erzielt. In der jungen Zielgruppe kam die Folge auch auf überdurchschnittliche Werte mit 860.000 Zuschauern und 8,6 Prozent Marktanteil. Vor und nach dieser Episode musste das «Großstadtrevier» allerdings auch Tiefschläge einstecken. 13,3 Prozent für die vorangegangene und 12,7 Prozent bei allen Zuschauern für die nachfolgende Ausgabe waren nur mäßige Ergebnisse.

Von Mitte November bis ins neue Jahr lief die Polizeiserie, die nur in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr einmal aussetzte, dann extrem stabil. Die Quoten schwankten lediglich zwischen 13,5 Prozent und 13,9 Prozent und auch die Zuschauerzahlen wichen nur geringfügig von einem Mittel von rund 3,6 Millionen ab. Bei den 14- bis 49-jährigen wurden in dieser Zeit etwa 800.000 Zuschauer und rund 8 Prozent Marktanteil registriert. Am 11. Januar konnte dann die Folge "Liebe macht blind" mit 4,06 Millionen Zuschauern die höchste Reichweite der Staffel verbuchen. Es war zugleich das einzige Mal, dass eine Reichweite oberhalb der 4 Millionen gemessen wurde. Von den jungen Zuschauern ging dieser Quotenaufschwung nicht aus. Mit 820.000 Zuschauern und 8,1 Prozent Marktanteil blieb es hier bei durchschnittlichen Ergebnissen.
Echte Schwächen zeigte das «Großstadtrevier» erst wieder am Ende der Staffel. Die zwanzigste Folge kam nur auf 3,39 Millionen Zuschauer, die darauffolgende auf 3,47 Millionen. Die Marktanteile bei allen Zuschauern lagen bei 12,4 Prozent und 13,2 Prozent und damit nur noch auf dem Senderschnitt des Ersten Programms. Die vorerst letzte Folge "Hilfe hat kein Warum" konnte sich dagegen mit 3,57 Millionen Zuschauern und 13,6 Prozent Marktanteil wieder im positiven Bereich platzieren. Bei den jungen Zuschauern landete die Folge mit 760.000 und 8,1 Prozent genau auf den Durchschnittswerten der Staffel.

Dadurch, dass die Staffel im Winter lief, konnten die Zuschauerwerte der Vorgängerstaffel klar übertroffen werden. Im Schnitt sahen 3,57 Millionen Menschen bei der Polizeiarbeit zu, 760.000 waren es durchschnittlich in der jungen Zuschauergruppe. 2008 waren es nur 2,80 Millionen und 610.000 gewesen. Aber auch bei den Quoten konnte die neue Staffel ein leichtes Plus erzielen. Am Ende standen durchschnittlich 13,6 Prozent bei allen und 8,1 Prozent bei den 14- bis 49-jährigen zu Buche und damit jeweils ein halber Prozentpunkt mehr als in der letzten Staffel.

Damit liegt das «Großstadtrevier» auch weiterhin über dem Senderschnitt des Ersten, besonders bei den jungen Zuschauern. Der Nachschub ist gesichert, die 24. Staffel bereits in Produktion und sogar zum Teil ausgestrahlt. Die Folgen 17 bis 22 der abgelaufenen Staffel stammten nämlich bereits aus dem aktuellen Produktionslauf.

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