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Ehepaar Ley verfilmt «German Watergate»

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Im vergangenen Jahr deckte der Historiker Klaus-Dietmar Henke eine weitreichende Spionage-Affäre auf, die vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer orchestriert wurde und sich gegen die SPD richtete.

Von 1953 bis 1962 ließ CDU-Bundeskanzler Konrad Adenauer zur Absicherung seiner Macht seine politischen Gegner systematisch durch den Geheimdienst ausspionieren. Besonders die SPD, zu dieser Zeit die größte Oppositionspartei war Opfer dieser Spionage-Aktion. Diese als «German Watergate» bezeichnete Affäre arbeitete der Historiker Klaus-Dietmar Henke in seinem Buch „Adenauers Watergate: Die Geheimoperation des BND gegen die SPD-Spitze“ heraus, das im vergangenen August erschien und nun als Krimi für das internationale Fernsehen adaptiert werden soll. Hinter dem Projekt steht der NFP-Geschäftsführer Clemens Schaeffler, der sich die Verfilmungsrechte an dem Buch gesichert hat, und Werner C. Bargs von herzfeld productions.

Realisiert wird das Projekt von dem renommierten Kreativteam Hannah Ley (Buch) und Raymond Ley (Regie/Buch). Deren Film «Nazijäger – Reise in die Finsternis» war im November in New York für den Emmy International nominiert, ihr aktueller Fernsehfilm «Ich bin! Margot Friedländer» ist aktuell im Rennen für den Grimme-Preis 2024 im Bereich Fiktion. Bei welchem Sender oder Anbieter es «German Watergate» zu sehen geben wird, ist nicht bekannt.

Die Verfilmung soll in Form eines Polit-Krimis die Geschichte eines aufstrebenden nach der Macht greifenden jungen Politikers (Willi Brandt) erzählen, den der amtierende in die Jahre gekommene Bundeskanzler (Konrad Adenauer) um jeden Preis und mit allen Mitteln verhindern will. Adenauer hat den Geheimdienst und alte Seilschaften mit Nazi-Vergangenheit auf seiner Seite und lässt Brandts Wahlkampf durch Informanten im Parteivorstand bespitzeln und torpedieren. Er zieht dabei alle Register, um den charismatischen Brandt auszustechen. Dabei macht der Bundeskanzler auch vor Rufschädigung und Diffamierung nicht halt – alles, um seine Macht zu erhalten und um den vermeintlich kommunistischen „Feind“ zu besiegen.

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