Sportcheck

Endspurt in der Formel1: Wo fahren die Boliden ab 2021?

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Was das Ganze mit Mick Schumacher zu tun hat. Außerdem: Ein großer Tennis-Block. Rockt Alex Zverev die Quoten?

Brumm brumm


Sporthighlights der kommenden Woche

  • Donnerstag, 19.00 Uhr: Handball Bundesliga - Konferenz (Sky)
  • Freitag, 20.30 Uhr: Basketball Bundesliga Vechta - Bayreuth (Sport1/MagentaSport)
  • Samstag, 14 Uhr: Fußball, 3. Liga: 1860 - Uerdingen (BR/Magenta Sport)
  • Samstag, 15.30 Uhr: Fußball Bundesliga - Konferenz u.a. mit Leipzig-Wolfsburg und Augsburg-München. Ab 18.30 Uhr "Topspiel" Dortmund - Gladbach (Sky)
  • Sonntag, 14 Uhr: Eishockey DEL Köln-Düsseldorf (MagentaSport)
  • Sonntag, 17 Uhr: Fußball Premier League ManUnited - Liverpool (Sky)
  • Quotenmeter-Exoten-Tipp: Fußball U21-EM Quali, Bosnien-Herzegowina - Deutschland (Dienstag, 18 Uhr, ProSieben Maxx)
Die Formel1 geht in dieser Saison auf ihre Zielgerade. Die deutschen Fans fragen sich nach dem Rennen in Japan: Ist Lewis Hamilton und somit Mercedes der Weltmeister-Titel noch zu nehmen? Dass ein anderer Fahrer sich am Ende krönt, gilt vermutlich als nicht so wahrscheinlich. Somit wäre es unter dem Strich eine tendenziell eher langweilige Saison gewesen, die dem deutschen Fernsehen aber dennoch hohe Zuschauerzahlen einbrachte. Besonders Sky dürfte zufrieden sein - grob um eine halbe Million sahen die Sendungen. Sky war nach einjähriger Pause sehr kurzfristig wieder eingestiegen und überträgt so umfassend wie kein anderer Sender in Deutschland. Allerdings werden die Rennen “nur” aus München kommentiert. Eine völlige Vor-Ort-Präsenz, so hieß es im Spätwinter, sei wegen der Kurzfristig der Vertragsunterzeichnung nicht mehr möglich gewesen. Für 2020 wurde sie aber nicht ausgeschlossen.

2020 ist ein gutes Stichwort: Sowohl der Vertrag mit dem langjährigen Free-TV-Partner RTL als auch mit Sky enden mit dem Finale der nächsten Saison. Für die Zeit ab 2021 muss Formel1-Besitzer Libertymedia also neue Kontrakte abschließen. Grundsätzlich zeichnet sich hier ein klares Bild ab. Libertymedia hatte schon im vergangenen Jahr immer davon gesprochen, dass man einen Mix aus Pay-TV und Free-TV bevorzuge. Das Wunschmodell der Rechtegeber wäre dabei sicherlich eines, wie es in England bis Ende 2018 praktiziert wurde.

Etwa die Hälfte aller Rennen blieben damit im Free-TV - das beruhigt die Hersteller, die ihre Autos und ihre Marke gerne vor einem Millionenpublikum fahren sehen. Die andere Hälfte läuft exklusiv nur im Pay-TV. Das sorgt im besten Fall für zusätzliche Abos und spült somit mehr Geld in die Kassen der Rechtegeber. In Deutschland ist die Situation grundsätzlich einfacher geworden: Die TV-Sender haben erkannt, dass das gelaunchte F1TV wegen zahlreicher technischer Probleme kein wirklicher Konkurrent ist.

Zudem könnte die Rennserie bald schon wieder deutlich an Gewicht gewinnen. Denn: Mit Mick Schumacher drängt der nächste ganz große Name in die Königsklasse des Motorsports. Beobachter der Rennszene sind sich sicher, dass der Sohn von Michael spätestens 2021 ein Cockpit haben wird. Einige wären auch nicht überrascht, würde er schon in der kommenden Saison bei einem kleineren Team mitfahren. Die ersten Schritte von Mick will natürlich kein Sender verpassen. Dass sowohl seitens RTL als auch seitens Sky entsprechend großes Interesse an einer Vertragsverlängerung der Formel1 besteht, erscheint logisch. Allerdings wäre da noch ein kleiner Punkt, den es nicht zu vergessen gilt. Vermutlich werden die neuen Verträge erst nach den neuen Bundesliga-Verträgen (und natürlich nach den Champions League-Verträgen) ausgehandelt. Je nachdem wie sehr sich die Sender im Fußball finanziell verausgaben, bleibt mehr oder weniger Geld für den Motorsport übrig.

Mic'd Up


Sky Deutschland hat am Wochenende erstmals in einem regulären Handball-Bundesliga-Spiel Mikros an einem Spieler angebracht und seinen Zuschauern somit seltene Eindrücke von der Platte ermöglicht. Carsten Lichtlein (Erlangen) war mit entsprechender Technik ausgestattet. Getestet wurde das Angebot schon einmal Anfang des Jahres bei einem Allstar-Game. In den USA ist Mic'd Up längst ein Begriff, in Deutschland sind in diesem Herbst die Cable Guys zu MagentaSport zurückgekehrt.

DAZN bleibt am Korb


DAZN ist mit seinem umfangreichen Angebot an Spielen aus der National Basketball Association (NBA) einer der wichtigsten Basketballsender des Landes. Jetzt wurde bekannt, dass der Streaming-Dienst seine Rechte an der Basketball-Champions-League um ein Jahr und somit bis Sommer 2020 verlängert hat. Neben den Vorjahresteilnehmern Telekom Baskets Bonn und Brose Bamberg können sich deutsche Basketballfans auf die Premiere von SC Rasta Vechta in der Champions League freuen. DAZN zeigt die Spiele der deutschen Teams in der Gruppenphase, die K.-o.-Phase und das „Final Four“ live und exklusiv in Deutschland und Österreich, sowie non-exklusiv in der Schweiz.

Von 50 auf 100


7Sports stockt seine Anteile an der eSports GSA GmbH von bisher 50 auf 100 Prozent auf. Damit gehen auch die Marke sowie die Domain des Newsportals www.eSports.com auf 7Sports über. Bislang hat sich 7Sports auf die deutschsprachigen Märkte Deutschland, Österreich, Schweiz fokussiert. Mit der vollständigen Übernahme von eSports.com wird das Unternehmen seine Aktivitäten nun auch international forcieren. Stefan Zant, Geschäftsführer 7Sports und eSports GSA GmbH: „Wir haben bereits mit der NFL bewiesen, dass wir Sportarten in Deutschland aus der Nische holen und populär machen können. Genau diesen Weg gehen wir jetzt auch mit eSports. Im ersten Schritt geht es darum, dem Publikum die neue Trendsportart zu erklären. Das leisten wir über die redaktionelle Einbindung auf unseren reichweitenstarken TV-Sendern. Wir bieten Live-Übertragungen, zeigen Wiederholungen von Schlüsselszenen und ordnen Spielzüge, Taktiken und Strategien über unsere Experten ein – genau so, wie man es von großen Sportarten kennt."

Wie gut springt der Ball bei Sky?


Saisonschlussspurt auch im Herren-Tennis. In der vergangenen Woche berichtete Sky Sport sehr ausführlich vom hochkarätig besetzten ATP-Tennisturnier in China. Am Donnerstag etwa spielt ab kurz vor 15 Uhr Alex Zverev im Viertelfinale gegen Andrei Andrejewitsch Rublev. Das Spiel gegen den Russen verfolgten im Schnitt 30.000 Zuschauer. In der klassischen Zielgruppe punktete Sky Sport mit 0,5 Prozent Marktanteil. Das ist kein schlechter Wert, bedenkt man, dass das Match wegen Verzögerungen bei der vorherigen Partie mit etwa einer Stunde Verspätung begonnen wurde. Keine messbaren Zuschauerzahlen hatte derweil die am Donnerstagvormittag übertragene Partie von Novak Djokovic gegen John Isner.

Zverev schaffte es im weiteren Turnier-Verlauf bis ins Finale und stand am Sonntagvormittag Daniil Medwedew gegenüber (und verlor deutlich). Bei Sky Sport schauten rund 40.000 Menschen zu, die Hälfte davon gehörte zur klassischen Zielgruppe.

Puck-Doppelpack


Sport1 zeigte am Dienstagabend zwei Spiele aus der Eishockey-Champions-League. Diese hat im Eishockey einen deutlich geringeren Stellenwert als etwa im Fußball oder im Handball. Dennoch; Fans beschert sie Spiele gegen Mannschaften, gegen die DEL-Teams sonst nie spielen. Mannheim gastierte vergangenen Dienstag in Stockholm, gespielt wurde ab 18 Uhr. Sport1 übertrug, musste sich aber mit gerade einmal rund 100.000 Zuschauern zufrieden geben. Ab 20.30 Uhr hatte der Sender dann eine Konferenz im Programm, da sowohl Red Bull München als auch die Augsburger Panther parallel spielten: Die Reichweite klettere auf 141.000 Seher.

Dazu auch unsere Frage der Woche: Sollten die Funktionäre die Eishockey Champions League umbauen, sodass diese größere Bedeutung einnimmt?
Reform der Eishockey Champions League?
Wäre wichtig!
65,4%
Egal, Eishockey braucht keine internationalen Spiele.
34,6%


Vergangene Woche wollten wir wissen, wo Sie die Fußball-Bundesliga am Liebsten schauen. Das Ergebnis: Rund 50 Prozent verfolgen den Ballsport am liebsten bei Sky, 38 Prozent bei DAZN. Nur etwas mehr als elf Prozent sehen die Liga in Highlight-Form bei ARD und ZDF.

Kurz-URL: qmde.de/112836
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