Sonntagsfragen

Harald Schmidt: ‚Definitiv geboren, um Late-Night zu machen‘

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Gibt es denn auch schon Ideen für die neue «Harald Schmidt Show» bei Sat.1?
Wie gesagt, wir behalten das Format bei und binden darin thematisch das ein, was sich aktuell ergibt. Es hat sich bei allen Versuchen von Late-Night-Shows gezeigt: Late-Night hat ein ganz klares Format. Wer eine Late-Night-Show macht, muss dieses Format bedienen, sonst funktioniert es nicht.

Dementsprechend befindet sich die deutsche Late-Night-Show in einer Krise, nachdem in den letzten Jahren viele Versuche scheiterten?
Das weiß ich nicht. Aber ich würde sagen, ich bin definitiv geboren, um Late-Night zu machen. Ich habe vieles ausprobiert. Mit manchen Sendungen bin auch ich gescheitert. Doch jetzt in der Blüte meiner Jahre ist Late-Night genau das richtige Format für mich. Ich habe auch im Gefühl, dass die Zusammenarbeit mit Sat.1 sehr langfristig funktionieren wird.

Bleiben wir bei dem Stichwort „Gescheiterte Late-Night-Versuche“. Oliver Pochers Sendung in Sat.1 wurde inzwischen abgesetzt. Darüber machten Sie in ihrer Show auch Scherze. Bis vor zwei Jahren haben Sie mit ihm noch «Schmidt & Pocher» im Ersten gemacht. Ist man damals im Zwist auseinander gegangen?
Überhaupt nicht. Diese Zärtlichkeiten, die wir austauschen, werden oft als „Rüpeleien“ missgedeutet. Aber das sind Komplimente unter langjährigen Partnern und Freunden und Oli geht damit glänzend um.

Vom dem Freitagabend-Sendeplatz hatten Sie Pocher in ihrer letzten gemeinsamen Sendung abgeraten. Sehen Sie sich im Nachhinein in Ihrem Rat bestätigt?
Naja, ich hätte mich lieber nicht bestätigt gesehen. Aber da ich ja jeden Fehler, den man in der Branche machen kann, schon einmal gemacht habe, war dies mein väterlicher Rat an dieser Stelle. Aber diese wilden, jungen Menschen müssen ihre Erfahrungen selbst machen.

Schielen Sie denn auch auf die Einschaltquoten? Gibt es für Ihre Show von Sat.1 eine Zielvorstellung?
Nein. Das Schöne ist, wir reden nur über zwei Dinge: Über eine tolle Show und einen tollen Aktienkurs. Der Begriff „Quoten“ fällt gar nicht. Ich habe meine Klientel, habe mein Publikum. Es hat auch nie ein Sender zu mir gesagt, dass ich mehr Quoten generieren solle. Es ist ja klar, wofür ich stehe. Die Sender sind auch letztlich nicht so fixiert auf Einschaltquoten, wie allgemein vermutet wird – zumindest in meinem Fall war das bisher immer so. ProSiebenSat.1 ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und da sind vor allem eine schöne Show und ein guter Aktienkurs wichtig.

Herr Schmidt, vielen Dank für das Gespräch.

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