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Australiens Dschungelcamp-Finale schwächelt ohne Live-Faktor

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Die zwölfte Staffel von «I'm a Celebrity...Get Me Out of Here!» zeigt stabile, aber rückläufige Tendenzen und offenbart strukturelle Probleme im Format.

Bereits seit über zehn Jahren gehört das australische Dschungelcamp «I'm a Celebrity...Get Me Out of Here!» zum Programm des Paramount-Ablegers Network 10. Die Sendung wurde erstmals im Jahr 2015 ausgestrahlt, seither produziert – mit Ausnahme der Corona-Pandemie – die Firma ITV Studios Australia das Format in Südafrika im Kruger National Park. Während des Lockdowns drehten die Australier allerdings dort, wo einst Sonja Zietlow mit ihren Kollegen hinfährt – in Dungay in New South Wales.

Obwohl Australien über 27 Millionen Einwohner hat, steigen die Reichweiten selten über zwei Millionen Fernsehzuschauer. Das liegt auch daran, dass die Messung des Fernsehprogramms vor allem in den Hauptregionen erfolgt. Dennoch lässt sich sagen, dass die Werte von «I'm a Celebrity...Get Me Out of Here!» sehr respektabel sind. Obwohl die Quoten trotz der internationalen Reality-Schwemme nahezu stabil blieben, hat auch der Paramount-Fernsehsender Network 10 den Rotstift angesetzt.

Julia Morris und Robert Irwin senden seit diesem Jahr nicht mehr live. Die komplette zwölfte Staffel wurde zwischen dem 28. November und dem 17. Dezember 2025 in Afrika aufgezeichnet, die Ausstrahlung begann erst am 18. Januar. Für das Finale wurden drei verschiedene Enden produziert; die Zuschaueranrufe entschieden darüber, welche Gewinner-Version am 22. Februar 2026 ausgestrahlt wurde. 0,942 Millionen Menschen sahen die 21. Folge, die am Sonntagabend um 21.00 Uhr gesendet wurde. Vor allem das Finale performte am Sonntag so schwach, weil Nine den Erfolgshit «Married at First Sight» zeigte, der 3,541 Millionen Australier erreichte. Es folgten «9News» und «60 Minutes», während der Mitbewerber Seven «Seven News» und «Australian Idol» ins Rennen schickte. Außerdem wurde viel Programmfläche durch die Olympischen Winterspiele belegt.

Der Staffelstart war eigentlich ein Erfolg: 1,698 Millionen Menschen sahen die Auftaktfolge am 18. Januar. Doch auch hier sorgten Nachrichten und Sport für starke Konkurrenz: Die Australian Open erreichten 2,574 Millionen Zuschauer, und im Cricket spielte Brisbane gegen Sydney, was 2,254 Millionen Menschen interessierte. Dennoch verlor die Staffel bereits am dritten Tag deutlich an Schwung, weil das Programm offenbar nicht mit den Erwartungshaltungen der Zuschauer übereinstimmte. Zudem übertreibt es Network 10 mit der Ausstrahlung: Die Staffel erstreckt sich über fünf Wochen, zwischen Sonntag und Mittwoch werden neue Folgen gesendet.

Die elfte Staffel, die noch live aus Südafrika kam, erzielte deutlich bessere Werte – auch wenn «I'm a Celebrity...Get Me Out of Here!» in Australien hinter den Produktionen von Nine und Seven zurückliegt. Allerdings erreicht das Format zwischen Sonntag und Donnerstag durch die Live-Produktion eine höhere Reichweite. Obwohl das Format bereits über zwölf Staffeln umfasst, zeigen die Einschaltquoten weiterhin in die richtige Richtung.

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