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«Person of Interest»-Beisetzung vor arg überschaubarer Kulisse

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Die fünfte und letzte Staffel endete am späten Dienstagabend, das Publikum gab sich angesichts dessen relativ gleichgültig. Das im Vorfeld zelebrierte Rerun-Spektakel lief dagegen stärker als zuletzt.

Vergleich der Crime-Serien

  • «Bones» (20:15): 2,40 Mio. (7,5% / 11,8%)
  • «Bones» (21:15): 2,49 Mio. (8,1% / 11,6%)
  • «CSI: Vegas»: 2,00 Mio. (8,8% / 10,7%)
  • «Person of I.»: 1,32 Mio. (9,1% / 10,5%)
Durchschnittliche Werte an den ersten drei April-Dienstagen.
Als «Person of Interest»  einst 2012 noch am Donnerstag seine Premiere feierte, galt die Serie direkt als heißer Kandidat für eine Absetzung bei RTL. Der Privatsender gab ihr allerdings eine zweite Chance am Dienstag, wo das Format zwischenzeitlich überraschend hell erstrahlte und zu jeder Zeit akzeptabel genug lief, um die Fortführung der Präsentation nicht ernsthaft zu gefährden. Und so dürften die Programmverantwortlichen das Format am Dienstagabend letztlich weder mit unbändiger Trauer noch Freude zu Grabe getragen haben, als die letzte Folge vor 1,27 Millionen Zuschauern über den Äther ging. Beim Gesamtpublikum ging dies wie seit über einem Jahr ohnehin bei jeder Folge mit einem (diesmal allerdings doch reichlich eindeutig) einstelligen Marktanteil von 7,4 Prozent einher, während in der werberelevanten Zielgruppe 9,0 Prozent bei 0,57 Millionen ausgewiesen wurden.

Zuvor servierte der private Marktführer seinem Publikum einmal mehr ein reichhaltiges "All you can eat" an abgestandenen Folgen bekannter US-Serien, das allerdings etwas besser mundete als in jüngerer Vergangenheit zumeist (siehe Infobox). «Bones»  erreichte mit einer Doppelfolge ab 20:15 Uhr zunächst sogar richtig gute 14,8 und 14,4 Prozent Zielgruppen-Marktanteil bei maximal 2,92 Millionen Gesamt-Zuschauern, «CSI: Vegas»  verzeichnete ab 22:15 Uhr dann 13,1 Prozent bei 2,25 Millionen. Angesichts der Umstände, dass man ohnehin nur auf Archivware zurückgriff und gegen König Fußball anzutreten hatte, sind das wahrlich keine schlechten Werte.

Ohne «Person of Interest»  wird das RTL-Programm in den kommenden Wochen übrigens sogar noch eine Spur ambitionsärmer, denn man haut hier schlichtweg noch eine weitere «CSI: Vegas»-Episode am Spätabend raus. Der Mangel an zugkräftigen US-Serien schlägt sich hier also besonders deutlich nieder, schließlich kannte man ein solches Wiederholungsfestival in früheren Zeiten eher aus der TV-Tristesse der Sommerpause.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/92710
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