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Julien Bam – einer der bekanntesten deutschen YouTuber mit aufwändigen Produktionen

von   |  3 Kommentare

Auch nach der Stilllegung seines Hauptkanals ist das Multitalent noch lange nicht aus der Öffentlichkeit verschwunden, sondern begeistert weiterhin Millionen von Fans.

Julien Bam

  • seit 2012 auf YouTube
  • 5,72 Millionen Abonnenten (Kanal: Julien Bam)
  • 1,52 Millionen Abonnenten (Kanal: Bulien Jam)
  • 253.000 Abonnenten (Kanal: JUcktmichnicht)
  • 194.000 Follower (Plattform: Twitch)
  • 4,2 Millionen Abonnenten (Plattform: Instagram)
  • 1,7 Milliarden Aufrufe (YouTube Gesamt)
  • Stand 11.03.2020
Julien Bam ist ein deutscher YouTuber, der mit seinen Videos rund um Musik, Tanzen und Lifestyle mehrere Millionen Menschen erreicht. Mit 5,7 Millionen Abonnenten gehört sein Hauptkanal zu den beliebtesten YouTube-Kanälen Deutschlands. Der 31-Jährige mit dem bürgerlichen Namen Julien Zheng Zheng Kho Budorovits lebte nach seiner Geburt in Aachen zunächst am Geburtsort seiner Mutter in Singapur, bevor er in seine eigene Geburtsstadt zurückkehrte. Er startete seine YouTube-Karriere auf dem Kanal JuBaFilms, wo er gemeinsam mit Gong Bao und Michael Hilli Kurzfilme produzierte. Im Anschluss betrieb er gemeinsam mit Cheng Loew den Kanal FlyingPandas mit verschiedenen Slowmotion-Videos. Während die beiden Kanäle inzwischen inaktiv sind, startete Julien Bam auf seinem gleichnamigen Hauptkanal zuerst mit Tanzvideos und kurzen Vlogs. Später kamen Comedy-Videos, Musikvideos, Trickshots und verschiedene Formate, wie beispielsweise «#HeyJu», wo er Fragen seiner Fans beantwortete, hinzu. Sein erfolgreichstes Video ist die Parodie des Liedes „Everyday Saturday“ des YouTubers ApoRed mit über 28 Millionen Aufrufen. Auch sein über 27 Millionen Mal geklicktes Musikvideo „Mach die Robbe“ löste einen regelrechten Internet-Hype aus.

Ende 2019 verkündete der YouTuber allerdings die Schließung seines Hauptkanals. Er erklärte, dass die Arbeit an den aufwändig produzierten Videos ihm und seinem Team zu viel geworden ist. Statt Kreativität habe nur noch Produktion im Vordergrund gestanden. Schon Anfang 2019 waren er und sein Team aufgrund der hohen Belastung dazu übergegangen, nur noch alle zwei Wochen, statt wöchentlich ein neues Video zu veröffentlichen. Doch diese Maßnahme hatte nicht geholfen, da der YouTuber die Zeit genutzt hatte, aufwändigere Projekte zu verwirklichen. Ein Video würde laut seinen Angaben von der Idee bis zum fertigen Produkt zwischen zehn und 14 Tage in Anspruch nehmen und würde sich finanziell gar nicht mehr lohnen, weswegen ein hoher Druck besteht anderweitig Geld reinzubringen. Auch seine Gesundheit sah der 31-Jährige bedroht und erklärte seinen Fans: „Sieben Tage die Woche gab es für mich nichts anderes als Arbeit. Und ich meine keine Acht-Stunden-Tage, eher 18-Stunden-Tage. Wirklich mal abschalten ging nur, wenn der Körper mich gesundheitlich dazu gezwungen hat.“ Bevor der Kanal komplett stillgelegt wird, hat Julien Bam verkündet, noch drei Videos zum Abschluss im Lauf der nächsten Monate zu veröffentlichen. Außerdem verschwindet er natürlich nicht ganz aus der Internetwelt, sondern möchte sich jetzt neuen Projekten widmen. Dazu gehört zum einen sein Zweitkanal Bulien Jam, den er bereits seit 2018 betreibt. Dort hat er Videos mit anderen YouTubern, mit Outtakes aus den Hauptprojekten, oder beispielsweise auch eine Reihe, in der er seine Zuschauer beim Pool-Bau in seinem Garten mitgenommen hat, hochgeladen. Zusätzlich dazu nimmt der Aachener sich vor nun häufiger auf der Plattform Twitch zu streamen, um dort mehr mit seinen Fans in Kontakt treten zu können. Die Highlights dieser Live-Streams veröffentlicht er auf einem weiteren YouTube-Kanal mit dem Namen JUcktmichnicht.



Der YouTuber ist außerdem ein Breakdance-Tänzer und zeigte sein Können auch immer wieder in seinen Videos. Im Frühling 2018 erfüllte er sich einen großen Traum und eröffnete die Tanzschule Bamschool in Köln. Verschiedene Coaches boten dort Kurse und Workshops an und brachten vor allem Kindern und Jugendlichen Breakdance, Hip-Hop und Urban Dance bei. Im Herbst 2019 kündigte Julien Bam jedoch an, die Schule schließen zu müssen, da sie nicht finanzierbar sei. Der 31-Jährige war ebenfalls schon öfters als Synchronsprecher tätig und verlieh 2017 dem Roboter Clive in «Ich – Einfach unverbesserlich 3», sowie 2019 Jin in «Everest – Ein Yeti will hoch hinaus» seine Stimme. Auch im Film «Sonic the Hedgehog» vertonte er die Figur Sonic. Neben seiner Teilnahme in der ProSieben-Show «Beginner gegen Gewinner», saß Julien Bam ab Dezember 2018 neben Nikeata Thompson, Vartan Bassil und Dirk Heidemann in der Jury der Show «Masters of Dance». Der Aachener ist seit 2016 in Werbekampagnen von Fanta zu sehen und veröffentlichte 2018 in Kooperation mit der Marke got2b sein eigenes Haarspray. Zusätzlich besitzt er seinen eigenen Onlineshop – den Bam Shop – und verkauft dort Shirts, Pullover, Hosen, Jacken, Mützen, Bettwäsche und vieles mehr.

Sein Publikum begeistert der Videoproduzent vor allem durch seine qualitativ hochwertigen Videos. Für jedes seiner Musikvideos schreibt er gemeinsam mit seinem Team Songtexte und Musik, tritt selbst – oftmals in aufwendigen Kostümen – als Schauspieler auf, singt und tanzt teilweise. Nach dem Dreh, folgt auch noch der Schnitt der Videos, so dass so gut wie jedes Video auf seinem Hauptkanal ein Kurzfilmprojekt mit großem Aufwand ist. Neben dem überwiegend positiven Feedback stand der YouTuber im November 2019 wegen eines Videos in der Kritik. Mit den beiden YouTubern Rezo und Taddl drehte Julien Bam das beliebte Format „Kiss, Marry, Kill“. Bei drei Personen muss entschieden werden, wen man küsst, wen heiratet und wen tötet. Julien Bam entschied sich in einer Runde dazu die YouTuberin Bibis Beauty Palace „zu töten“ und fügt hinzu: „Ich kann doch keine Schwangere killen“. Daraufhin sagt Taddl: „Double Kill“ und alle drei lachen. Während dies viele als frauenfeindlich und sogar gewaltverherrlichend ansehen, hält ein Großteil der Community diese Reaktion für übertrieben. Auch wenn sein Hauptkanal auf Eis gelegt ist und die größte Erfolgsphase des YouTubers möglicherweise bereits in der Vergangenheit liegt, kann Julien Bam sich immer noch der großen Beliebtheit bei seinen Fans sicher sein, die sich auf neue Projekte von ihm freuen.

Kurz-URL: qmde.de/119913
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Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
berlinertyp
09.08.2020 09:25 Uhr 1
... und erneut ein Porträt eines YouTubers - getarnt als "Schwerpunkt" - obwohl der YouTuber keinen aktuellen Beitrag ans mediale Geschehen liefert (sei es Teilnahme bei Promi Big Brother, Kampf der Realitystars, Promis unter Palmen oder gar Dschungelcamp), wodurch es nicht nachvollziehbar ist, wieso er nun hier so einen "Schwerpunkt"-Artikel erhält. Ach ja ... Clickbait, um ggf. paar junge Leute auf die Seite zu lockern. Sorry.
Wolfsgesicht
09.08.2020 13:23 Uhr 2
Ja meine Güte, alle 2 Wochen mal ein youtuber. Finds ganz okay, selbst wenn es mich traurig macht dass einer der kreativsten Köpfe des Landes jetzt mit zerzaustem Look bei Twitch mit reaction Videos und billigstem Content sein Geld verdient. Das fände ich ein Jahr ja okay, aber dann bin ich doch enttäuscht was er aus seinem Können macht. Seine angekündigten Abschieds-Videos kommen ja wohl auch nicht mehr.



P.S.: Vielleicht sollte sich Frau Friedrich mal Synonyme für „begeistert“ anschauen. In ihren Beiträgen finden sich Sätze mit „begeistert“ doch relativ inflationär. Nicht böse nehmen. ':)
Neo
10.08.2020 13:00 Uhr 3
Ist jetzt halb so wild, dass man da nur kompakt zusammenfasst, wer das ist und was er auf der Plattform macht (wissen die meisten ü30 schließlich nicht) und nicht groß Meinung oder Kritik äußert, aber ein bisschen Mentoring wäre doch ganz nett. Das liest sich wie ein Taff-Beitrag.

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