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Durchatmen bei ProSieben: «Alle gegen Einen» legt sogar leicht zu

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Nachdem die Live-Show am vergangenen Samstag keine Bäume ausgerissen hatte, war Schlimmes zu befürchten - stattdessen steigerte sie sich aber leicht. Noch besser lachen hat RTL mit Bohlen und Schmitz, weniger mit Chris Tall.

ProSiebens Quotenelend am Samstagabend

  • «Time Battle»: 0,60 Mio. (2,5% / 4,9%)
  • «Schlag den Henssler»: 1,10 Mio. (5,0% / 7,9%)
  • «Beste Show der Welt»: 0,81 Mio. (3,2% / 8,1%)
  • «Beginner gegen Gewinner»: 0,67 Mio. (2,5% / 5,7%)
  • «Alle gegen Einen»: 1,26 Mio. (4,6% / 8,6%)
Es war wie verhext für ProSieben: Seitdem sich der Sender Ende August erdreistet hatte, die inhaltlich in jeder Hinsicht desolate Spielshow «Time Battle» am Samstagabend auf das Publikum loszulassen, lastete ein Fluch auf besagtem Abend (siehe Infobox). Keine einzige Sendung erreichte seither mehr den Senderschnitt in der werberelevanten Zielgruppe, den Höhepunkt der Schaffenskraft markierte vor Wochenfrist schon der Neustart «Alle gegen Einen»  mit Elton - gleichwohl nur mit äußerst durchwachsenen 8,6 Prozent. In seiner Facebook-Konferenz am Sonntag machte der Moderator keinen Hehl aus seiner Enttäuschung ob der Zahlen und fürchtete bereits die Konkurrenzsituation der kommenden Wochen. Ein umso größerer Stein dürfte auch ihm vom Herzen fallen, wenn er in diesen Minuten sieht, dass die Werte im zweiten Anlauf nicht befürchtungsgemäß abgestürzt, sondern sogar leicht gestiegen sind.

Zwar sahen auch diesmal wieder nur 0,77 Millionen junge Menschen (vor Wochenfrist 0,76 Millionen) die live produzierte Sendung, doch das langte in dieser Woche, um sich auf nur noch minimal unterdurchschnittliche 9,2 Prozent zu verbessern - weder mit Shows noch mit Spielfilmen war ein derart hoher Wert in den vergangenen gut zwei Monaten für die Unterföhringer am Samstagabend möglich gewesen, «Schlag den Henssler»  hatte Mitte August mit 11,5 Prozent letztmals wirklich überzeugt. Beim Gesamtpublikum war die Show mit 4,6 Prozent ohnehin schon recht solide gestartet, diesmal waren nun gute 5,2 Prozent bei 1,39 statt 1,26 Millionen möglich gewesen. Und: Eine Alte Ausgabe von «Schlag den Star»  erreichte ab 23:45 Uhr dann sogar richtig starke 7,3 Prozent Gesamt- sowie 11,5 Prozent Zielgruppen-Marktanteil bei 0,72 Millionen Fernsehenden. Ein Hinweis darauf, dass Elton im Laufe des Abends wahrscheinlich eher an Zugkraft hinzugewann als abgab.


Erfolgreiches RTL-Showduo, Chris Tall verliert hintenraus erheblich


Wieder einmal völlig unerreichbar für ProSieben war jedoch trotzdem der große private Mitbewerber RTL, welcher schon seit Wochen mit «Das Supertalent»  um die 20 Prozent Zielgruppen-Marktanteil einfährt. Diesmal sah es mit 19,8 Prozent bei 1,73 Millionen quasi genauso stark aus wie schon vor Wochenfrist (19,5 Prozent). Auch insgesamt war das Bohlen-Casting einmal mehr ein voller Erfolg und gelangte bei durchschnittlich 3,94 Millionen Interessenten auf einen Marktanteil von 13,5 Prozent - besser lief es hier zuletzt vor über einem Monat.

Auch nicht ganz unwichtig: Das Zusammenspiel der Primetime-Show mit seinem Lead-Out funktionierte ebenfalls ziemlich gut. Die unterhaltsame Dating-Show «Take Me Out»  mit Ralf Schmitz und einem musikalischen Special erreichte ab 22:30 Uhr immerhin noch 2,44 Millionen Menschen, womit solide 10,4 Prozent des Gesamtpublikums sowie nach wie vor weit überdurchschnittliche 17,2 Prozent der 14- bis 49-Jährigen zu Buche standen. Einzig «Darf er das? Die Chris Tall Show» tat sich dann ab 23:35 Uhr ungewohnt schwer: Mit 0,98 Millionen Zuschauern wurde erstmals die Millionenmarke verfehlt, der damit verbundene Marktanteil von 6,3 Prozent war wahrlich nicht mehr überzeugend und auch in der Zielgruppe standen nur noch arg durchwachsene 10,5 Prozent auf dem Papier - hier hatte Tall zuletzt noch stets gute 12,7 bis 14,9 Prozent verzeichnet, mit aufsteigender Tendenz gar.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/104797
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