Quotencheck

«Roche und Böhmermann»

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ZDFkultur sah in seinem experimentierfreudigen Trashtalk das Potential für eine zweite Staffel – zurecht?

Charlotte Roche und Jan Böhmermann durften sich im September und Oktober ein weiteres Mal in ihrem eigenen Format kreativ austoben, nachdem die erste Staffel von «Roche und Böhmermann» im Frühling mit Erfolg über die Fernsehbildschirme geflimmert war. Die sieben ausgestrahlten Talks wurden erneut um einen Best-Of-Abschluss ergänzt – und übertrafen in Fragen der „Experimentierfreudigkeit“ selbst die bereits äußerst individuell ausgestalteten Ausstrahlungen der ersten Season. Dass die Zuschauer die Gestaltung des Formats honorierten, zeigt sich mit dem Blick auf die Einschaltquoten der Staffel.

«Roche und Böhmermann» durfte erneut den Sendeplatz am Sonntag um 22.00 Uhr einnehmen. Zum Auftakt am 2. September gesellte sich unter anderem Markus Lanz in die Runde. Das Interesse der Zuschauer war zunächst verhalten, die erreichten Einschaltquoten lagen nur knapp über dem Niveau der vorangegangenen Staffel. Insgesamt saßen 0,04 Millionen und 0,2 Prozent vor dem Programm von ZDFkultur, die fast ausschließlich aus der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen stammten und so einen Marktanteil von 0,4 Prozent generierten.

Eine leichte Steigerung wurde in der Woche darauf erreicht, wenn auch in geringerem Ausmaß, als es die mediale Berichterstattung der aufgezeichneten Sendung im Vorfeld hätte vermuten lassen. Der harmlose, aber vom Boulevard zum TV-Eklat gesteigerte Ausflug in die Studiokulisse des zuvor von Charlotte Roche kritisierten Musikers Max Herre (BILD-„Zeitung“: „Charlotte Roche pöbelt Max Herre aus TV-Studio“) brachte nur wenig mehr Zuschauer vor die heimischen Mattscheiben, als üblicherweise. Nur im Gesamtpublikum wurde eine vergrößerte Reichweite von 0,05 Millionen und 0,3 Prozent gemessen.

Auf deutlich mehr Interesse stieß dagegen die Runde vom 16. September, der unter anderem Ranga Yogeshwar, Olli Schulz und Markus Kavka angehörten. 0,08 Millionen und 0,3 Prozent der Fernsehenden ab drei Jahren schaltete ein, bei den Jungen generierten 0,06 Millionen Zuschauer 0,6 Prozent Marktanteil. Einen einmaligen Tiefpunkt erlebte «Roche und Böhmermann» am 23. September, als sich nur magere 0,03 Millionen und 0,1 Prozent insgesamt für das Format interessierten. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen wurden mit 0,02 Millionen und 0,2 Prozent schlechte Werte gemessen. Der quotentechnische Höhepunkt schloss sich sich jedoch nur eine Woche darauf an. Zu Gast waren Christopher Lauer, Anna Thalbach, Roberto Blanco, Andreas Kieling und Christian Berkel, als 0,09 Millionen Zuschauer aus dem Gesamtpublikum für 0,4 Prozent Marktanteil sorgten. Aus der Gruppe der jüngeren Zuschauer fanden sich 0,07 Millionen ein, die 0,6 Prozent Marktanteil bedeuteten.

Ähnlich hohe Werte erreichten auch die beiden letzten, regulären Ausstrahlungen im Oktober. Am 7. und 14. des Monats schalteten jeweils 0,08 Millionen Menschen ein, um «Roche und Böhmermann» zu verfolgen. Damit erreichte ZDFkultur einen Zuschaueranteil von 0,3 Prozent beim Gesamtpublikum. Gleichermaßen erfolgreich wie bereits am 30. September war das Format bei den 14- bis 49-Jährigen, von denen erneut 0,07 Millionen 0,6 Prozent Marktanteil generierten. Der Abschluss der zweiten Staffel, ein mit Kommentaren der Moderatoren gespicktes Best-Of, ausgestrahlt sieben Tage darauf, sank wiederum leicht in der Zuschauergunst und kam auf 0,05 Millionen und 0,2 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 0,03 Millionen und 0,3 Prozent bei den jungen Fernsehenden.

Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Einschaltquoten hatte mit Sicherheit die offensiv beworbene Entscheidung der Verantwortlichen, alle Folgen bereits einen Tag vor dem regulären Sendetermin im Internet bereitzustellen. Doch auch ohne die Möglichkeit, die Zahl derer zu messen, deren Lust auf das Format nur über das Netz gestillt wurde, erreichte «Roche und Böhmermann» sehr gute Werte. Durchschnittlich sahen 0,06 Millionen und 0,3 Prozent aller Fernsehenden zu, wenn ZDFkultur am Sonntagabend zur Talkrunde einlud, bei den Jungen fanden sich 0,05 Millionen und 0,5 Prozent ein. Der Senderschnitt von nur 0,1 Prozent in beiden ausgewiesenen Gruppen wurde dabei klar übertroffen.

So ist der Blick auf die Einschaltquoten der ersten Staffel möglicherweise zielführender. Hier konnten die Werte aus der ersten Jahreshälfte von 0,2 Prozent Marktanteil bei allen Fernsehenden auf 0,3 Prozent gesteigert werden, bei den 14- bis 49-Jährigen gelang sogar der Sprung von 0,3 auf 0,5 Prozent. Die Einschaltquoten sprechen damit deutlich für eine Fortsetzung des Formats, eine Entscheidung diesbezüglich steht aber noch aus.

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