Quotencheck

«Tamara Ecclestone – Billion $$ Girl»

von
Sechs Folgen der Personality-Soap rund um die Tochter des Formel 1-Urgesteins Bernie Ecclestone konnten bei sixx nicht überzeugen.

Mitte Mai 2012 begann der Frauensender sixx mit der Ausstrahlung von sechs Folgen der Personality-Soap «Tamara Ecclestone – Billion $$ Girl». Das Format, das sixx exklusiv in deutscher Erstausstrahlung zeigte, thematisiert das „Jet-Set-Leben“ der Tochter von Formel-1-Boss Bernie Eccelstone. „Zwischen Unterwäscheshooting, Powershopping und Edelclubbing“, wie sixx selbst sagt. Die Zuschauer fanden allerdings keinen Gefallen an der Reality, die Quoten waren gegen Ende statistisch kaum mehr erfassbar.

Schon die erste Folge startete am Dienstag, den 15. Mai sehr verhalten. Nur 0,07 Millionen Interessenten bescherten dem Frauensender, der die Episode zwischen 22.05 und 23.30 Uhr zeigte, einen Marktanteil von 0,2 Prozent bei allen. In der wichtigen Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen waren für sixx 0,04 Millionen zu holen, der sich daraus ergebende Marktanteil von 0,3 Prozent bei den Umworbenen ist zu wenig. Zum Vergleich: Die Durchschnittswerte von sixx liegen in etwa bei 0,4 Prozent beim Gesamtpublikum und 0,7 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Folge eins erreichte in beiden Zuschauergruppen jeweils nur die Hälfte der jeweiligen Werte.

Über einen kleinen Zuwachs konnte man sich sieben Tage später freuen, denn mit 0,08 Millionen Zuschauern verzeichnete man ein leichtes Plus von 0,01 Millionen Fans. Das wirkte sich positiv auf die Marktanteile aus, die um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,3 und 0,4 Prozent anstiegen. Eine Woche später verlor sixx wieder leicht von 0,08 auf 0,07 Millionen Bundesbürger, aufgrund geringerer Gesamtfrequentierung blieben die Marktanteile allerdings konstant bzw. steigerten sich sogar leicht. 0,3 Prozent bei allen bedeutete die Wiederholung des Vorwochenergebnisses, 0,5 Prozent bei den Werberelevanten eine Steigerung um 0,1 Prozentpunkte. Der Senderschnitt rückte damit langsam in Sichtweite.

Doch eine Woche später folgte eine kleine Enttäuschung: Zum ersten Mal konnten die Marktanteile nicht mehr gesteigert werden, vielmehr verlor man bei den Werberelevanten sogar um 0,1 Prozentpunkte und landete bei 0,4 Prozent Marktanteil. Die Reichweiten blieben allerdings gleich: 0,07 Millionen Zuschauer insgesamt, von denen 0,05 Millionen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren waren, konnte sixx für sich verbuchen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Frauensender immer wieder Tage erlebt, in denen in der Endabrechnung über ein Prozent auf dem Papier steht, ist das ein enttäuschender Wert.

Noch schlimmer wurden die Quoten allerdings eine Woche später, als die Reichweite auf 0,05 Millionen Zuschauer abfiel. Wurden bei allen nur noch 0,2 Prozent Marktanteil ermittelt, waren es beim jungen Publikum magere 0,3 Prozent, die auf der Uhr standen. In der Tat ist zu sagen, das Teile der Personality-Soap gegen die sehr erfolgreiche EM antreten mussten, die an diesem Abend knapp 14 Millionen Zuschauer unterhielt. Doch überschneiden sich wirklich die Zielgruppen der Euro 2012 mit der, der Personality-Soap? Dass das eher unwahrscheinlich ist, bewies das Staffelfinale sieben Tage später.

Nur noch 0,02 Millionen Zuschaue wurden gemessen, die Reichweite der Vorwoche hat sich somit mehr als halbiert. Die Folge: Desaströse Marktanteile. Lediglich 0,1 Prozent waren bei allen zu holen, der gleiche Wert sprang auch beim jungen Publikum heraus. Von den 14- bis 49-Jährigen waren an diesem Abend nur 0,01 Millionen vertreten. Ein sehr unrühmlicher Abschluss – und das an einem fußballfreien und ansonsten nicht besonders hart umkämpften Abend.

Festzuhalten ist, dass keine der Folgen auf wirklich gute Werte kam. Und das, obwohl sich das Lead-in durchaus sehen lassen konnte: Den Abend eröffnete stets «Sex and the City» , das regelmäßig gute Quoten zwischen einem und 1,5 Prozent generiert, und auch das untermittelbar zuvor gesendete «Jill Kussmacher: Glamour, Grill & Hollywood» erreichte in den letzten sechs Wochen mit Quoten, die regelmäßig über der 0,5-Prozent-Marke lagen, akzeptable Werte.

Doch das alles nütze «Tamara Eccelstone» nichts, das Fazit, das sich nach sechs Wochen ziehen lässt, ist ernüchternd. Lediglich 0,06 Millionen Zuschauer waren durchschnittlich mit dabei. Das kommt einem Marktanteil von 0,2 Prozent bei allen gleich. Nur minimal besser liefen die sechs Episoden in der werberelevanten Zielgruppe, mit 0,04 Millionen Interessenten im Mittel sowie 0,3 Prozent Marktanteil wird man angesichts des Senderschnitts von mehr als dem Doppelten nicht zufrieden sein.

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