Die Kritiker

«Alarm für Cobra 11: Im Aus» (23x01)

von
Story
Auf einer Charity-Party des Industriellen Markus Majakowski lernt Susanne einen sympathischen jungen Mann kennen: Jonas Wirth. In der gleichen Nacht kommt es auf der Autobahn zu einem schweren Unfall. Der Verursacher begeht Fahrerflucht: Es ist der Wagen von Susanne.

Susanne selbst kann sich an nichts erinnern. Die Kollegen sind geschockt. Semir und Ben beginnen zu ermitteln und finden nur Beweise, die gegen Susanne sprechen. Nur Jonas Wirth spricht für sie, aber er lügt offenbar.

Zudem gibt es eine neue Chefin für die Autobahnpolizisten: Kim Krüger. Kim stößt bei den Kollegen auf geteilte Resonanz. Ben mag sie, Semir kann Kim nicht ausstehen. Kein Wunder, da Kim Krüger völlig neutral und rein rational an den Fall Susanne König herangeht und sie aufgrund der eindeutigen Beweislage für schuldig hält.

Darsteller


Erdogan Atalay («Maximum Speed») ist Semir Gerkhan
Tom Beck («Ein krasser Deal») ist Ben Jäger
Daniela Wutte («Siegfried») ist Susanne König
Katja Woywood («War ich gut?») ist Kim Krüger
Dietmar Huhn («Helden wie wir») ist Horst Herzberger

Kritik


Vor rund zwei Jahren drehte RTL ein bisschen am Rad von «Alarm für Cobra 11»: Ernsthafte Geschichten und tiefgründigere Charaktere sollten fortan neben den bekannten Autostunts in der RTL-Krimiserie ihren Platz finden. Von diesem Ansatz hat man sich mittlerweile wieder verabschiedet. Auch die neue Staffel brilliert durch teilweise richtig guten Humor, der vor allem durch die beiden hervorragenden Hauptdarsteller Erdogan Atalay und Tom Beck zum Vorschein kommt.

Zum Ende der vergangenen Staffel verließ Charlotte Schwab in ihrer Rolle als Chefin Anna Engelhardt das Team von «Cobra 11». Ihr Ersatz ist Kim Krüger, sehr überzeugend gespielt von Katja Woywood. Die Autoren haben sie als toughe, aber durchaus faire Vorgesetzte von Jäger und Gerkhan angelegt. Für einen Brüller unter eingefleischten Fans sorgt sie bereits zu Beginn, als sie erwähnt, wie teuer Gerkhan die Steuerzahler kommt: Immerhin hat er fast 100 Dienstwägen zerlegt. Der Fall an sich ist hingegen nichts Besonderes: Die Sekretärin wird des Mordes und der Fahrerflucht bezichtigt, dass sie aber nicht wirklich die Schuldige sein kann, wird schnell klar.

Die Episodenrollen sind recht eindimensional gezeichnet – es gibt witzig bis ins blöde gehende Polizisten, die gegen Gerkhan und Jäger arbeiten und den 0815-Verbrecher, der einfach nur böse ist. Den Anhängern der Action-Serie dürfte dies nichts ausmachen, auch Bösewichte aus Hollywood-Produktionen wie «James Bond» sind von den Autoren nicht immer bis ins Letzte ausgearbeitet. Großes Lob gebührt Regisseur Heinz Dietz, der noch nicht bei allzu vielen «Cobra 11»-Folgen Regie führte. Er arbeitete zuvor für Flops wie «Das iTeam» oder «Verschollen», sorgte diesmal aber für grandiose Situationskomik und tolle Bilder in den Dramasequenzen.

Dass sich die Stunts und Crashes der Firma action Concept einmal mehr sehen lassen können, muss an dieser Stelle kaum erwähnt werden. Allerdings sollte man abermals nicht drüber nachdenken, ob dies in der Realität möglich wäre. Das ist nicht die Aufgabe einer Action-Serie wie «Alarm für Cobra 11», die die Zuschauer in erster Linie unterhalten soll.

RTL zeigt sechs neue Folgen von «Alarm für Cobra 11», ab Donnerstag, 05. März 2009, um 20.15 Uhr.

Kurz-URL: qmde.de/33473
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