Quotencheck

«Navy CIS»

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Der einstige Krimi-Hit aus den USA kommt in Deutschland nur noch selten auf zweistellige Quoten - und könnte bald sogar unter den ohnehin schwachen Senderschnitt von Sat.1 fallen.

Schon seit dem Jahr 2003 läuft beim US-Sender CBS die Krimiserie «Navy CIS». In dieser Zeit hat es die Produktion auf weit mehr als 300 Folgen und 15 Staffeln gebracht. Auch in Deutschland war «Navy CIS» lange Zeit ein großer Hit: So erreichte Sat.1 im Jahr 2009 mit den Erstausstrahlungen der sechsten Staffel der Serie durchschnittlich 17,3 Prozent der Umworbenen bei rund 3,7 Millionen Zuschauern. Von solchen Werten kann man heutzutage träumen, auf zweistellige Marktanteile kam «Navy CIS» zuletzt nur selten. Bevor Sat.1 ab nächstem Montag «Navy CIS» eine Pause spendiert und stattdessen «Lethal Weapon» montags um 20.15 Uhr zeigt, blicken wir zurück auf die Quoten der letzten Wochen und Monate.

Dabei unterstrich bereits Staffel 14 im Jahr 2017, dass der große Hype um «Navy CIS» lange vorbei ist. Das Staffelfinale lief am 4. Dezember des letzten Jahres, einem Montag, vor 2,28 Millionen Zuschauern. Während die 20.15 Uhr-Serie bei allen 6,9 Prozent generierte, reichte es unter den 14- bis 49-Jährigen zu 8,9 Prozent – ein solider, wenngleich reichlich unspektakulärer Wert. 0,94 Millionen Zuschauer befanden sich im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Ähnlich unspektakulär wie die Quoten des Staffelfinals liest sich aber auch die Gesamtbilanz, die deutlich schwächer als bei Staffel 13 ausfiel.

So brachte es Runde 14 von «Navy CIS» durchschnittlich noch auf 2,30 Millionen Gesamtzuschauer und 7,1 Prozent bei allen. Aus den Reihen der 14- bis 49-Jährigen stammten dabei 0,91 Millionen, die mit ähnlich mäßigen 8,7 Prozent einhergingen. Zum Vergleich: Staffel 13 (die teilweise auch noch am Sonntagabend zu sehen war) hatte es im Schnitt auf 2,92 Millionen Zuschauer und 9,5 Prozent gebracht, Staffel zwölf gar auf etwas mehr als drei Millionen Serienfans und elf Prozent. Kaum zu glauben, dass es einige Folgen der elften Staffel 2014 zeitweise noch auf mehr als vier Millionen Zuschauer verweisen konnten.

Es ist also offenkundig, dass sich «Navy CIS» seit Jahren im Sinkflug befindet. Zugleich gibt es keinen Hinweis darauf, dass dieser bald beendet sein könnte. Ganz im Gegenteil machten die ersten sechs Folgen der 15. Staffel, die Sat.1 zwischen dem 11. Dezember 2017 und 29. Januar dieses Jahres zeigte, eine wenig hoffnungsvolle Figur. Sie erreichten bislang durchschnittlich 8,7 Prozent der Umworbenen und absolut gesehen weniger Zuschauer als im Vorjahreszeitraum. Besonders schlecht sah es dabei für die Folgen vom 15. sowie 22. Januar aus, die beide bei miesen 7,8 Prozent in der Zielgruppe landeten. 2,08 bzw. 2,19 Millionen Menschen schalteten insgesamt ein. Die bislang letzte Folge diesen Montag wusste sich immerhin auf versöhnliche 2,55 Millionen Zuschauer und 9,1 Prozent zu steigern.

Fazit: Nach Ausstrahlung der ersten sechs Folgen der 15. Staffel von «Navy CIS» kann für Sat.1 keine Entwarnung gegeben werden. Die Serie erreicht nur noch selten die Zweistelligkeit und fällt stattdessen immer mal wieder unter den Senderschnitt von Sat.1. Die bislang ermittelten 8,7 Prozent in der Zielgruppe könnten als solides Ergebnis angesehen werden - wenn da nicht der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend wäre, der womöglich nicht gestoppt ist. Noch liegt «Navy CIS» auf Höhe des Senderschnitts, Luft nach unten besteht aber schon jetzt nicht mehr.

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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
kauai
30.01.2018 15:40 Uhr 1
Seit dem Ausstieg von Michael Weatherley hab ich nur noch sporadisch eingeschalten und als Sat 1 die Ausstrahlugn dann auf Montag gelegt hat, bin ich komplett raus gewesen. Da laufen einfach zu viele für mich interessante Serien als daß ich Sat 1 schauen würde.
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