Soap-Check

«Berlin - Tag & Nacht»: Das Hochzeitsglück währt nur kurz

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Die Aufmerksamkeit für die BTN-Hochzeit war groß. Welche Auswirkungen hatte «Berlin - Tag & Nacht» auf die anderen Soaps? Und wie nachhaltig war der Bestwert vom Mittwoch?

Quotenübersicht «Berlin - Tag & Nacht»

  • 2011: 0,81 Mio. / 7,0%
  • 2012: 1,20 Mio. / 11,3%
  • 2013: 1,26 Mio. / 12,5%
  • 2014: 1,13 Mio. / 11,6%
  • 2015: 1,02 Mio. / 10,6%
Zuschauer ab 3 / Marktanteil 14-49
Der Plan von RTL II ist aufgegangen: die große Hochzeit von Paula und Basti bei «Berlin - Tag & Nacht» verschaffte der von einstelligen Marktanteilen geplagten Soap am Mittwoch eine Atempause. Nicht nur, dass die Hochzeit zur besten Sendezeit starke 11,5 Prozent Marktanteil einfuhr. Auch die reguläre Ausstrahlung um 19 Uhr verzeichnete am Mittwoch Werte, wie man sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. 11,6 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe – man muss schon bis in den Juli zurückgehen, um einen ähnlich hohen Wert zu finden. Es war auch höchste Zeit, dass «Berlin - Tag & Nacht» wieder an Fahrt aufnimmt: die Soap kam zuletzt nur noch selten über die Zehn-Prozent-Hürde und stagnierte in den vier Wochen zuvor zwischen 9,4 und 9,8 Prozent.

Auch schon lange nicht mehr dagewesen: 1,20 Millionen Zuschauer – solche Reichweiten erzielte die Reality-Soap zuletzt im Februar, da aber in aller Regelmäßigkeit. Dass «Berlin - Tag & Nacht» jedoch seinen aus Quotensicht glanzvollen Zeiten hinterherhechelt, zeigt sich eindrücklich an der Reichweite der Primetime-Hochzeit, die auf 1,57 Millionen Zuschauer kam. Zwar lockte man seit 2013 nicht mehr so viele Interessierte an, doch die damaligen Episoden stemmten diese Reichweite bereits am Vorabend und nicht in der eigentlich zuschauerreichen Primetime.

Nichtsdestotrotz hatte das starke «Berlin - Tag & Nacht» großen Einfluss auf die parallel laufenden Soaps bei RTL. Denn diese verzeichneten am Vorabend in direkter Konkurrenz deutliche Verluste. Während die RTL II-Soap im Vergleich zum Vortag um 2,2 Prozentpunkte anzog, verlor «Alles was zählt» bei RTL 2,1 Prozentpunkte und landete bei 11,3 Prozent. Und die Abwärtsspirale schien nicht aufzuhören: nur einen Tag später verbuchte die Soap erstmals seit der Fußball-Europameisterschaft einen einstelligen Marktanteil: 9,7 Prozent standen auf dem Papier. Lässt man das quotenstarke sportliche Großereignis außen vor, war es sogar der niedrigste Wert seit März.

Doch nicht nur «Alles was zählt» musste gegen die BTN-Hochzeit Federn lassen. Auch das anschließende «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» verlor im Vergleich zum Dienstag 1,4 Prozentpunkte bei den 14- bis 49-Jährigen und sackte am Donnerstag dann sogar auf 16,4 Prozent ab (beide Soaps verloren gegen «BTN» knapp 200.000 14- bis 49-jährige Zuschauer). Aber im Gegensatz zu «AWZ» erholte sich «GZSZ» am Freitag nicht wieder: die Steinkamps kamen wieder auf beruhigende 12,9 Prozent, die Berliner Soap fiel danach auf 15,7 Prozent bei den Umworbenen – der niedrigste Wert der derzeit bärenstarken Soap seit Ende Oktober.

Aber so erfolgreich die Hochzeit in «Berlin - Tag & Nacht» auch gewesen sein mag: war die Quoten-Erholung wie oben beschrieben nur eine kurze Verschnaufpause oder leitet sie eine mittelfristige Trendwende ein? Die ersten Werte am Ende der vergangenen Woche lassen nichts Gutes erahnen. Zwar verweilte die Reality-Soap am Donnerstag im zweistelligen Bereich, fiel aber deutlich auf 10,3 Prozent Marktanteil. Am Freitag folgte die Ernüchterung: mit 8,2 Prozent fiel «Berlin - Tag & Nacht» wieder in alte Gewohnheiten und dümpelt wieder in den seit Monaten bekannten Gefilden.

Was sonst noch war (Spoiler!):


Es war nur ein kurzes Intermezzo: nachdem Merlin Leonhardt im August in seiner Rolle als Till „Bommel“ Kuhn wieder zu «GZSZ» zurückkehrte, wurde nun bekannt, dass der 28-Jährige schon wieder seinen letzten Drehtag hatte. Somit wird man ihn nur noch ein paar Monate bei «GZSZ» sehen, bevor er ausscheiden wird. Auf welche Art und Weise das geschehen wird, bleibt offen – bekannt ist bereits, dass Till an einer möglicherweise tödlichen Krankheit leidet. Leonhardt merkte zu seinem Ausscheiden an: "Ich werde mich jetzt in die nächsten Projekte reinschmeißen. Vielleicht sieht man sich irgendwann sowieso wieder, hier oder woanders."

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