Quotencheck

«Servus Hockey Night»

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Neun Spiele aus der DEL hat Servus TV bisher übertragen. Wir haben die Quoten der schnellsten Mannschaftssportart der Welt.

Vor eineinhalb Jahren entschied sich die Deutsche Eishockey Liga (DEL), mit ihrer Sportart wieder ins Free-TV zu gehen, also weg vom langjährigen Partner Premiere/Sky, der aber ebenfalls nicht mehr allzu großes Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit hatte. Seit Mitte 2012 also ist der Eishockeysport bei Servus TV zu Hause – und die hatten sich hohe Ziele gesetzt. Nach Fußball soll Eishockey die Mannschaftssportart Nummer zwei in Deutschland werden – gemäß den Einschaltquoten ist man davon noch ein Stück entfernt, wenngleich sich einige Werte der aktuell laufenden Saison schon mal ganz gut lesen.

Die Spielzeit begann am 13. September mit der Partie Ingolstadt gegen die Eisbären aus Berlin, die Servus TV als großes Eröffnungsspiel gewählt hat. Ab 19.35 Uhr kam die Live-Übertragung aus Bayern auf durchschnittlich 0,11 Millionen Zuschauer – sowohl insgesamt als auch bei den 14- bis 49-Jährigen holte die «Servus Hockey Night» 0,4 Prozent Marktanteil. In Folge war das Top-Spiel am Freitag wieder nur über den Internet-Stream von Laola1.tv zu sehen, Servus TV übertrug nur noch Spiele am Sonntag. Bully ist jeweils um 17.45 Uhr, die Übertragung beginnt 15 Minuten früher.

Etwas enttäuschend fielen dann die Zahlen des DEL-Schlagers Köln gegen Mannheim aus, den man am zweiten Spieltag live in die Wohnzimmer brachte. Nur rund 70.000 Menschen interessierten sich für die Paarung, auch eine Woche später war die Reichweite mit gerade einmal 60.000 Zuschauern, die Straubing gegen Mannheim sehen wollten, nicht allzu hoch. Am 22. September wurden mit 0,2 Prozent bei allen und 0,1 Prozent bei den Umworbenen sogar die schlechtesten Marktanteile der bisherigen Saison ermittelt.

Eine Woche später folgte dann aber direkt das bisher meistgesehene Spiel: Berlin gegen Köln, also die Neuauflage des Finals der Vorsaison, interessierte im Schnitt 140.000 Menschen ab drei Jahren. Servus TV, zu Red Bull gehörend, erzielte so 0,6 Prozent Marktanteil bei allen und gar 0,8 Prozent in der Zielgruppe. Auch an den kommenden beiden Sonntagen hielt man sich im sechsstelligen Bereich: Mann gegen Berlin und Nürnberg gegen Mannheim holten Anfang Oktober jeweils rund 110.000 Zuschauer vor die TV-Geräte. Die Quoten lagen bei je 0,5 Prozent insgesamt und 0,6 Prozent bei den Jungen.

Das erste TV-Heimspiel des EHC Red Bull München war dann am 20. Oktober nicht allzu sehr gefragt: Die durchschnittliche Reichweite der Servus TV-Übertragung sank auf 60.000. Auf jeweils rund 100.000 Zuschauer ab drei Jahren kamen schließlich noch die beiden Partien vor der Deutschland-Cup-Pause, Schwenningen gegen Mannheim und Straubing gegen Köln. Im Schnitt erreichte die «Servus Hockey Night» in der noch jungen Saison etwa 100.000 Zuschauer ab drei und 40.000 zwischen 14 und 49 Jahren. Mit 0,4 Prozent bei allen und 0,5 Prozent in der Zielgruppe besteht freilich noch Luft nach oben. Angesichts der teuren Rechte und der aufwändigen Produktion, die der Sender in den Stadien betreibt, dürfte es gerne etwas mehr sein.

Eishockey bei Servus TV darf quotentechnisch aber nicht zu kritisch gesehen werden. Zwar wird der Sender von allen für seine Produktionen gelobt, allzu oft aber schauen zumindest rechnerisch null Zuschauer zu. Dass das bei der DEL anders ist, wird die Macher in Österreich schon mal freuen. Übrigens: An diesem Wochenende ruht die Liga zu Gunsten des in München stattfindenden Deutschland-Cups – dieser wird von Sport1 übertragen.

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