Quotencheck

«Body of Proof»

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Die zweite Staffel konnte sogar nach dem Senderwechsel auf kabel eins zu selten überzeugende Werte einfahren.

Allzu lange ist «Body of Proof» im deutschen Free-TV noch nicht zu sehen, erst seit August 2011 flimmert die Krimiserie über die Fernsehbildschirme. Doch nachdem die erste Staffel bei ProSieben viel zu oft nur im einstelligen Bereich landete, verfrachtete man das Format an den kleineren Schwestersender kabel eins. Hier sollte sie fortan im Anschluss an «Castle» am Freitagabend für gute Werte sorgen, doch fast immer verlor man gegenüber dem Vorprogramm und landete somit unterhalb des Senderschnitts. Im Vergleich zum ersten Durchgang halbierte sich der Marktanteil beim jungen Publikum beinahe.

Bereits der Staffelauftakt am 2. März konnte nicht wirklich überzeugen, aus gerade einmal 1,20 Millionen Zuschauern resultierte ein Marktanteil von 3,9 Prozent. In der besonders wichtigen werberelevanten Zielgruppe kamen sogar bereits unterdurchschnittliche 5,6 Prozent bei 0,65 Millionen zustande. Zum Vergleich: Die letzte ausgestrahlte Episode auf ProSieben, die am 26. Oktober 2011 zu sehen war, erreichte noch 9,2 Prozent bei 1,18 Millionen, obwohl die Gesamtzahlen mit 1,36 Millionen und 4,4 Prozent kaum höher waren. Der Sender beendete seine Ausstrahlung kurioserweise übrigens mit der fünften Folge von Staffel zwei, die dementsprechend nicht mehr bei kabel eins in diesem Jahr zu sehen war.

In den beiden Folgewochen konnten die Programmverantwortlichen aber durchaus noch guter Dinge bezüglich einer Quotensteigerung sein, denn die zweite Episode erreichte bei 1,31 Millionen Zuschauern gute 4,2 Prozent, während man eine Woche später trotz geringerer Reichweite von 1,28 Millionen sogar 4,3 Prozent generierte. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden nach mauen 0,69 Millionen und 5,8 Prozent ebenfalls starke 6,7 Prozent bei 0,76 Millionen gemessen. Doch auf dieses Staffelhighlight folgte der absolute Tiefpunkt, denn in direkter Konkurrenz zur Event-Programmierung von «Game of Thrones» interessierten sich nur noch 0,96 Millionen Menschen für dieses Format. Schlechte 3,2 Prozent bei allen und desaströse 4,3 Prozent bei den jüngeren Konsumenten waren die Folge. Nur noch eine halbe Million zwischen 14 und 49 Jahren stand zu Buche.

Dies verbesserte sich zwar in der Folge wieder, doch man brauchte lange, um sich von diesen Werten wieder einigermaßen zu erholen. Ende März erzielte man zunächst erneut nur schwache 3,5 und 5,1 Prozent bei insgesamt 1,07 Millionen Interessenten, die erste Aprilfolge nach Ostern kam sogar nur auf 3,4 bzw. 5,0 Prozent bei 1,05 Millionen. Erst am Monatsende sah es wieder besser aus, denn bereits die siebte ausgestrahlte Ausgabe erzielte bei 1,16 Millionen Interessenten solide 3,8 Prozent bei allen und 5,9 Prozent bei den jungen Zuschauern. Sieben Tage später fiel zwar die Sehbeteiligung leicht auf 1,10 Millionen zurück, doch die Marktanteile stiegen leicht auf 3,9 und 6,2 Prozent.

Im Mai allerdings sah es bereits insgesamt wieder deutlich durchwachsener aus. Zunächst wurden die Werte zwar zumindest beim Gesamtpublikum mit erneut 1,10 Millionen Zuschauern und 3,9 Prozent Marktanteil gehalten, doch danach fiel man auf 0,95 bzw. 0,99 Millionen zurück. Die Marktanteile fielen hier auf nur noch 3,4 und 3,5 Prozent. Bei den Jüngeren sah es hier durchweg schlecht aus, mit Reichweiten von nur noch 0,52 bis maximal 0,59 Millionen gingen miese Marktanteile von 5,6, 4,9 und 5,1 Prozent einher. Immerhin sorgte die vorerst letzte ausgestrahlte Episode noch einmal für leichte Freude, denn bereits 1,14 Millionen Zuschauer reichten am 25. Mai für 4,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und 7,0 Prozent bei den Jüngeren. In beiden Zuschauergruppen waren dies Topwerte.

Im Durchschnitt allerdings fanden am Freitagabend gerade einmal 1,11 Millionen Zuschauer ihren Weg zu kabel eins, womit ein Marktanteil von 3,8 Prozent einherging. Der erste Durchgang - der allerdings wohlgemerkt auf ProSieben ausgestrahlt wurde - erreichte noch 1,47 Millionen und 5,1 Prozent. Immerhin war man aber dem Senderschnitt diesmal nur leicht unterlegen, denn im vergangenen Fernsehjahr verbuchte der Privatsender 4,0 Prozent. Ein ähnliches Bild ergab sich auch bei den besonders wichtigen Werberelevanten, wo aus 0,61 Millionen Serienfans ein Marktanteil von 5,6 Prozent folgte. Mit im Schnitt 6,0 Prozent konnte man hier ebenfalls knapp nicht mithalten. Sehr deutlich bergab ging es im Vergleich zur ersten Staffel, die 2011 noch 10,1 Prozent bei 1,21 Millionen schaffte.

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