Primetime-Report

ZDF-Jahresrückblick bei den Jungen stark

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Der ZDF-Jahresrückblick «Menschen 2010» überzeugte am Sonntagabend nicht nur viele Zuschauer ab drei Jahren, sondern kam auch in der wichtigen Zielgruppe richtig gut an.


Mit Stolz durfte Sat.1 am Montagabend vergangener Woche auf den letzten Monat zurückblicken, denn mit der Ausstrahlung des letzten von vier Teilen der Ken Follet-Verfilmung «Die Säulen der Erde» wurde das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Im Schnitt sahen 6,13 Millionen Zuschauer und 18,7 Prozent aller fernsehenden Deutschen das große Finale; in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten 23,3 Prozent ein und machten Sat.1 damit zum Marktführer. RTL überzeugte mit «Wer wird Millionär?» und «Bauer sucht Frau» durchschnittlich 7,34 Millionen bzw. 8,13 Millionen Zuschauer und 21,6 bzw. 24,4 Prozent der Deutschen. Für den Tagessieg bei allen Bundesbürgern ab drei Jahren reichte das Interesse der Zuschauer, bei 17,7 bzw. 24,7 Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten musste man sich allerdings den Münchenern geschlagen geben. Am Dienstagabend war der Kölner Privatsender allerdings nicht zu bremsen: «CSI: Miami» und «Dr. House» unterhielten im Schnitt 4,76 Millionen bzw. 3,83 Millionen Zuschauer und 22,5 bzw. 19,7 Prozent der Jungen. Auch ProSieben schnitt gut ab, denn zwei Folgen der «Simpsons» kamen auf durchschnittlich 2,13 Millionen bzw. 2,15 Millionen Zuschauer, bevor zwei Folgen von «Two and a Half Men» im Schnitt jeweils 2,34 Millionen Deutsche interessierten. Das werberelevante Publikum war bei der gelben Familie aus Springfield mit 14,1 bzw. 13,8 Prozent Marktanteil vertreten, die Harper-Bagage aus Malibu generierte 15,0 bzw. 15,4 Prozent Marktanteil für ProSieben.

Am Mittwochabend war bei Schwesternsender Sat.1 wieder Zeit für Fußball: Unter dem Dach von «ran» programmierte man das UEFA Champions League-Spiel von Bayern München gegen den FC Basel, das im Schnitt 4,02 Millionen Zuschauer, 14,5 Prozent Gesamtmarktanteil und 13,0 Prozent Zielgruppenmarktanteil erreichte. Im ZDF lockte unterdessen eine neue Folge von «Aktenzeichen XY...ungelöst» durchschnittlich 5,31 Millionen Zuschauer, 16,2 Prozent aller fernsehenden Deutschen und tolle 11,2 Prozent des jungen Publikums vor die Bildschirme. Wenig zu lachen hatte am Donnerstagabend ProSieben, denn die letzte Folge der neunten Staffel von «Popstars» enttäuschte. In der Finalsendung fieberten zwar durchschnittlich 2,13 Millionen Fans und gute 14,5 Prozent der werberelevanten Bevölkerung mit, doch wird man in München auf deutlich mehr Zuspruch gehofft haben. Des einen Freud‘ ist des anderen Leid: VOX kam mit der Krimikomödie «Ocean‘s Eleven» im Gegenprogramm auf durchschnittlich 2,44 Millionen Zuschauer und unterhielt fantastische 13,8 Prozent der Jungen.

Günther Jauch feierte am Freitagabend zwar keinen neuen Millionär, aber einen weiteren Quotensieg: «Wer wird Millionär?» unterhielt durchschnittlich 6,56 Millionen Zuschauer und 20,9 Prozent aller Fernsehenden; in der wichtigen Zielgruppe erreichte RTL 22,4 Prozent Marktanteil. Auch im Anschluss ging es heiter weiter, denn «Die ultimative Chartshow» offenbarte dem geneigten Publikum die größten Musical-Hits und ließ im Schnitt 3,45 Millionen Zuschauer, 14,0 Prozent aller fernsehenden Deutschen und 22,0 Prozent der Werberelevanten im Takt wippen. Deutlich unter dem Senderschnitt befand sich hingegen die vom Konzept her ähnliche Show «Die Hit-Giganten», die bei Sat.1 mit den «Erfolgreichsten Herzschmerz-Hits» nur schlechte 1,59 Millionen Zuschauer und 8,5 Prozent der jungen Zielgruppe zu überzeugen wussten. Schon obligatorisch brillierte am Samstagabend die 13. Folge des «Supertalents», die im Schnitt 7,71 Millionen Zuschauer, 25,0 Prozent des Gesamtpublikums und überragende 38,3 Prozent der werberelevanten Bevölkerung vorweisen konnte. Der öffentlich-rechtliche Showkonkurrent «Verstehen Sie Spaß?» konnte da mit durchschnittlich 5,01 Millionen Zuschauern, 16,1 Prozent Marktanteil und ordentlichen 8,2 Prozent Marktanteil bei den Jungen weder beim Gesamtpublikum noch in der Zielgruppe mithalten. Doppelt punkten konnte man dafür am Sonntagabend: Im Ersten erreichte der «Tatort: Schön ist anders» im Schnitt 9,32 Millionen Zuschauer, tolle 25,3 Prozent aller Fernsehenden und 17,8 Prozent des jungen Publikums. Im ZDF interessierte der Jahresrückblick «Menschen 2010» durchschnittlich 6,85 Millionen Zuschauer, 21,5 Prozent der Gesamtbevölkerung und fantastische 17,1 Prozent der Werberelevanten.


...ist «Die Säulen der Erde». Auch wenn Sat.1 am Montagabend nicht mehr Marktführer bei Jung und Alt wurde, ist das finanzielle und programmtechnische Mammutprojekt geglückt und hat Millionen von Zuschauern über vier Montage hinweg begeistern können.


...ist «Number One!». Nachdem die zweite Staffel der Musiksendung mit ordentlichen Quoten auf Niveau des Senderschnitts gestartet war, fielen die Werte in der zweiten Woche bereits auf 3,5 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe - im Schnitt interessierten sich nur 0,42 Millionen Zuschauer für das Format.


...ist «Popstars». Die letzte Folge der neunten Staffel hatte mit durchschnittlich 2,13 Millionen Zuschauern und schlechten 14,5 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe die schlechtesten Finalquoten in der Geschichte der Castingshow.


... 17,1 Prozent. So viel Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte das ZDF am Sonntagabend mit dem Jahresrückblick «Menschen 2010».


Kaum Neues auf dem deutschen Fernsehmarkt: Die Gewinner der Woche sind ein weiteres Mal die RTL-Formate «Bauer sucht Frau», «Das Supertalent» und «Wer wird Millionär?» sowie der «Tatort» im Ersten. ProSieben muss nach dem unbefriedigenden Finale von «Popstars» frischen Wind in die angestaubte Castingshow bringen und zudem die lästige Serienbaustelle am Montagabend beheben. VOX hebt sich immer wieder mit ordentlichen und guten Quotenplatzierungen durch Nischenprogramme hervor, während kabel eins mit seinen neu gestarteten Staffeln von «Die strengsten Eltern der Welt» und «Number One!» schon in der zweiten Woche ins Quotenabseits manövriert hat.

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