Der UKAD-Statusbericht unterstreicht den Gebrauch von Anabolika als "ein gesellschaftliches, nicht nur ein sportliches Problem". UKAD stellte das IPED-Problem als eine wichtige Frage der öffentlichen Gesundheit dar, die von Gesundheits- und Regierungsbeamten unverzüglich angegangen werden muss.
Gen Z und Millenials verwenden Steroidemeister für einen "Love Island"-Körper. Der UKAD-Bericht identifiziert die männliche Generation Z und die Millenials als die häufigsten Steroidkonsumenten. Laut Nicole Sapstead, Chief Executive Officer von UKAD, wollen junge Männer angeblich eine "Love Island"-Figur erreichen. (Love Island ist eine britische Reality-Dating-Show auf ITV2, in der häufig attraktive, durchtrainierte und muskulöse Kandidatinnen in verschiedenen Zuständen unbekleidet zu sehen sind).
"Junge Männer werden in den sozialen Medien und in hochkarätigen Fernsehsendungen mit Bildern des idealen, wohlgeformten Körpers bombardiert", so Sapstead. "Nicht jeder hat jedoch die Motivation oder tatsächlich die physiologischen Voraussetzungen, um diesen Körpertyp durch Sport und gesunde Ernährung zu erreichen, und einige dieser Personen sind vielleicht der Meinung, dass die Verwendung von IPEDs und insbesondere Steroiden der einzige oder schnellste Weg ist, um ihr Ziel zu erreichen."
Der UKAD-Statusbericht zitiert die Ergebnisse der IPED-Umfrage 2016 von UK Active Research, die zeigen, dass Steroide ein Problem sind, das weit über den sportlichen Wettkampf hinausgeht. Die Umfrage ergab, dass 56 % der Befragten Steroide zur "Verbesserung des Körperbildes und aus kosmetischen Gründen", 45 % für "Bodybuilding ohne Wettkampfcharakter" und nur 27 % zur "Steigerung der sportlichen Leistung" verwenden.
Die UKAD wurde gegründet, um die Verwendung von anabolen Steroiden und leistungssteigernden Drogen (PED) zu untersuchen und aus dem Spitzensport und dem Spitzensport zu verbannen. Der jüngste Bericht konzentriert sich jedoch in erster Linie auf Athleten, die nicht an Wettkämpfen teilnehmen und Steroide in erster Linie zur Verbesserung des Images und der körperlichen Erscheinung verwenden.
UKAD behauptet, dass die Konzentration auf den Freizeit- und Sozialkonsum von Steroiden durch nicht wettkampforientierte Athleten notwendig ist, um ein Umfeld des "sauberen Sports" zu schaffen. UKAD sieht darin wahrscheinlich eine Möglichkeit, Druck auf die Regierung auszuüben, um den persönlichen Besitz von Anabolika zu kriminalisieren.
(Anabole Steroide sind nach dem Gesetz über den Missbrauch von Drogen von 1971 als kontrollierte Drogen der Klasse C eingestuft. Es ist illegal, Steroide herzustellen oder zu liefern. Der bloße Besitz von Steroiden stellt jedoch derzeit keine Straftat dar.)
Die UKAD sieht in der Legalität des persönlichen Steroidkonsums ein großes Problem für ihre "Clean Sports"-Agenda. Die Hervorhebung des Ausmaßes des Steroid-"Problems" in der allgemeinen Bevölkerung (und nicht nur bei Spitzensportlern) könnte eine wirksame Strategie sein, um Unterstützung für neue Anti-Steroid-Gesetze zu gewinnen.




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