Grund 1: Katar in der Kritik
Seit der Vergabe der WM 2022 nach Katar hagelte es Kritik für die FIFA. Keine Fußballnation, keine Stadien, Temperaturen, die den Fußball unmöglich machen – die Liste der Gegenargumente war lang. Doch weder Sepp Blatter noch sein Nachfolger Gianni Infantino ließen sich von ihrem Weg abbringen, das größte Sportevent der Welt in dem Wüstenstaat abzuhalten. Katar investierte Milliarden in das Turnier und ließ die nötigen Arenen aus dem Boden stampfen. Aber die Kritik sollte nicht verstummen. Ganz im Gegenteil, vor allem in Deutschland herrschte in großen Teilen Ablehnung gegenüber der WM in Katar.
Grund 2: Keine WM-Stimmung im Winter
Eine Fußball-WM verbinden viele Menschen wohl automatisch mit lauen Sommernächten und Public Viewing bei schönem Wetter. Wer erinnert sich nicht an das Sommermärchen 2006, als bei perfektem Wetter Millionen von Menschen während der Heim-WM mit der deutschen Nationalmannschaft fieberten. Doch da die WM aufgrund der Temperaturen nicht während der Sommermonate in Katar stattfinden konnte, wurde das Turnier kurzerhand in den Winter verschoben. Sehr zum Leidwesen der Fans, die ihre WM lieber im Sommer genießen wollten.
Grund 3: Die Menschen suchen sich andere Beschäftigungen
Auf der einen Seite die allgemeine Boykott-Stimmung, auf der anderen Seite die ungewohnte Jahreszeit– die Weltmeisterschaft hatte es nicht leicht. Normalerweise ist WM eine willkommene Abwechslung für das Sommerloch. In der Vorweihnachtszeit haben sich die Menschen dieses Jahr allerdings andere Ablenkungen gesucht. Das ist allerdings auch nichts Außergewöhnliches. Schließlich bedeutet Winterzeit Spielezeit. Ob Brettspiel mit den Freunden oder eine Runde Blackjack im besten Online Casino, im Winter haben Spiele Hochkonjunktur. Vor allem das iGaming ist ein enormer Wachstumsmarkt. Rund über 25 Millionen Deutsche spielen regelmäßig am Handy. Während der WM dürften noch ein paar mehr hinzugekommen sein.
Grund 4: Unübersichtliche Rechtevergabe nervt die Zuschauer
Wenn dann doch einmal Interessierte einschalten wollten, konnte es gut sein, dass das Spiel gar nicht zu sehen war. Denn erstmals seit Jahrzehnten sicherten sich ARD und ZDF nicht die exklusiven Ausstrahlungsrechte für Deutschland. Diese gingen stattdessen an den Pay-TV-Sender MagentaTV. Immerhin durften die Öffentlich-Rechtlichen die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft übertragen. Doch insgesamt 16 Partien waren exklusiv nur bei Magenta zu sehen – darunter unter anderem auch zwei der vier Viertelfinalspiele.
Grund 5: Das schwache Abschneiden der DFB-Elf
Häufig entwickelt sich die WM-Euphorie erst im Laufe des Turniers. Vor allem knappe Siege in der KO-Runde beschwören das WM-Gefühl im Land. Doch dafür müsste die eigene Mannschaft natürlich erst einmal die Vorrunde überstehen. Wie schon 2018 war für die DFB-Elf auch in Katar wieder nach der Gruppenphase Schluss. Nach dem schwachen Auftaktspiel lockte die Nationalmannschaft auch in den entscheidenden Spielen gegen Spanien und Costa-Rica weniger Fans als gewohnt vor die Fernsehgeräte.
Es gibt verschiedene Gründe, warum die Einschaltquoten in Deutschland bei dieser WM so schwach waren, wie schon lange nicht mehr. Es bleibt nur zu hoffen, dass vor der kommenden Heim-EM hierzulande wieder eine Fußballeuphorie entfacht werden kann.




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Joseph wechselt das Ufer

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