TV-News

Lied für Turin: So läuft der ESC-Vorentscheid ab

von   |  13 Kommentare

Die Popwellen der ARD sollen das neue Auswahlverfahren mitgestalten. Bewerbungen werden ab sofort entgegengenommen.

Der «Eurovision Song Contest» war in diesem Jahr ein rauschendes Fest und bedeutete einen Meilenstein großer Liveveranstaltungen während der Pandemie, war der Musikabend in Rotterdam doch das erste Event vor einem großen Livepublikum. Auch die Freude in Deutschland wurde durch Jendriks vorletzten Platz nur wenig getrübt, vielmehr erinnert man sich an das bunte Teilnehmerfeld mit der italienischen Rockband mit dem dänischen Namen Måneskin, die den Titel holte und folglich dafür sorgte, dass der ESC 2022 in Turin stattfinden wird.

Um ein besseres Ergebnis als in den vergangenen Jahren einzufahren hat sich der für den ESC in Deutschland federführende NDR ein neues Auswahlverfahren überlegt. Ab sofort können alle Künstler ihre Bewerbung in einem Online-Portal einreichen. Erstmals sind die Radio-Popwellen der ARD integraler Bestandteil des Auswahlverfahrens. Zu den Popwellen gehören Antenne Brandenburg, Bayern 3, Bremen Vier, hr3, MDR Jump, NDR 2, SR 1, SWR3 und WDR 2. Je fünf Musikexperten dieser Hörfunkprogramme sowie Alexandra Wolfslast, Chefin der deutschen ESC-Delegation, bilden die deutsche ESC-Fachjury, die aus allen interessierten Künstlern sowie aus Musik-Acts, die direkt von den Popwellen angesprochen wurden und einen Titel eingereicht haben, die besten fünf auswählt.

Diese Kandidaten stellen sich dann mit ihren Songs im Rahmen eines großen «ARD ESC-Tages» dem Votum des Publikums: der Hörerschaft der neun Popwellen, der Online-User und der Fernsehzuschauer in den Dritten Programmen. Der «ARD ESC-Tag» wird voraussichtlich im März stattfinden. Die Siegerin oder der Sieger des «ARD ESC-Tages» vertritt Deutschland am 14. Mai 2022 in der italienischen Metropole Turin. Damit kehrt der NDR wieder zu einem öffentlichen Auswahlverfahren des ESC-Teilnehmers zurück. Jendrik war unter Ausschluss des Publikums ausgewählt worden – ohne Erfolg.

„Mit einem transparenten Verfahren und der gebündelten Kraft der ARD wollen wir in diesem Jahr beim ESC antreten. An einem deutschlandweiten ESC-Tag führen wir alles zusammen: die Musikkompetenz der Radios, die Dritten Fernsehprogramme und unsere Online-Aktivitäten. Ein crossmediales Ereignis, wie es in Deutschland nur die ARD auf die Beine stellen kann. Und am Ende entscheidet ganz Deutschland, wer unser Land in Turin 2022 vertritt“, erklärt Frank Beckmann, ARD Unterhaltungskoordinator und NDR Programmdirektor Fernsehen.

Valerie Weber, WDR Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur sowie Vorsitzende der Audio-Programm-Konferenz der ARD, fügt hinzu: „Der ESC ist im Unterhaltungsbereich ein großes europäisches Event! Ich freue mich, dass durch die Fach-Jury aus Musikexpertinnen und -experten und die Abstimmung der Hörerinnen und Hörer der ARD-Popwellen diesmal ganz Deutschland an der Auswahl des deutschen Beitrags beteiligt ist. Ich wünsche allen bei diesem neuen Auswahlverfahren viel Erfolg und dem Publikum auf allen Kanälen gute Unterhaltung. Der ESC wird einmal mehr zeigen, wie Musik Grenzen überwinden, Brücken bauen und Menschen und Nationen verbinden kann."

„Unser Ziel ist, dass das Publikum mit dem Herzen dabei ist. Ein entscheidender Beitrag dafür wird sicher unser bundesweiter ARD ESC-Tag sein, den wir erstmals veranstalten“, meint Andreas Gerling, Chef des ARD Teams für den ESC beim NDR. „Die Menschen in Deutschland können dann über alle Plattformen hinweg entscheiden, wer für ihr Land nach Turin fährt. Und ganz Deutschland drückt unserer Künstlerin oder unserem Künstler am 14. Mai dann hoffentlich beim ESC-Finale die Daumen."

Korrektur: In einer vorherigen Version des Artikels war zu lesen, dass Jendrik den letzten Platz belegte. Tatsächlich wurde er mit drei Punkten vorletzter. Letzter wurde er ausschließlich im Zuschauervoting, in dem er gemeinsam mit Großbritannien, Spanien und dem Gastgeber Niederlande jeweils null Punkte holte.

Kurz-URL: qmde.de/130531
Finde ich...
super
schade
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger ArtikelViacomCBS legt an Umsatz deutlich zunächster ArtikelOnline-Glücksspiel-Marktbericht 2021
Es gibt 13 Kommentare zum Artikel
Stargamer
05.11.2021 13:45 Uhr 1
"Auch die Freude in Deutschland wurde durch Jendriks letzten Platz nur wenig getrübt"



Stimmt, denn er wurde gar nicht letzter. Vorletzter ist auch nicht viel besser, klar, aber das ist ja unabhängig vom Fehler im Artikel.



Ist es so schwer einmal zu recherchieren bevor man einen Artikel schreibt?
Haja
06.11.2021 17:08 Uhr 2
Da muss ich Stargamer Recht geben. Letzter wurde James Richard Newman.



Doch halt, Moment mal: Ich bin doch (angeblich) Quotenmeter-Fanboy. Hä? Wie passt das denn zusammen? Das wissen wohl nur Gott, sofern es ihn gibt und unser lieber Stargamer. Eigentlich habe ich gerade Veit-Luca Roth für seinen Fehler gelobt, gell? :D



PS: Was unter unserer letzten Diskussion geschrieben wurde, habe ich nicht gelesen und werde es auch nicht mehr. Da könnte ich mir zwei Stunden lang eine Wand angucken, das hätte mehr Substanz. (: Außerdem: Stichwort "Fütterung beenden". Es wurde sich wieder nicht daran gehalten.
skyfreak1972
06.11.2021 17:32 Uhr 3
Meine Güte, welcher Vorschulpraktikant hat denn den Artikel verfasst. Ist es so schwer beim ESC richtig zu recherchieren? Jendrik wurde nicht Letzter, sondern Vorletzter. Das ist natürlich nicht viel besser, aber ist es wirklich so schwer das korrekt weiterzugeben. Ist eigentlich gar kein Aufwand.



Zum Vorentscheid: Ich freue mich natürlich das es wieder einen Vorentscheid geben wird. Blöd finde ich aber trotzdem das der Vorentscheid in die Dritten Programme abgeschoben wird. Außerdem sollen ganze 5 Kandidaten im Finale auftreten. Das muss man sich mal vorstellen, es gibt kleinere Länder, die kriegen einen mehrteiligen Vorentscheid hin und die große ARD samt ihrer Regionalsender, kriegt gerade mal eine Vorentscheid mit 5 Kandidaten auf die Beine gestellt. Mit einer so geringen Auswahl ist eine großer Stilmix natürlich nicht möglich. Aber mal sehen, was wird. Viel schlechter als die letzten ESC-Kandidaten kann der Kandidat für 2022 auch nicht abschneiden.
Stargamer
07.11.2021 12:34 Uhr 4
Ach süß, da ist der kleine Troll wieder, der bis auf Angriffe auf mich bisher nichts zu bieten hat. Und wieder sein kleines Ego damit stärken will und sich doch nur blamiert ohne es zu merken.
Vittel
08.11.2021 14:12 Uhr 5
Statt jetzt Radiosender unterschiedlicher Anstalten zu nutzen, warum nicht zusätzlich auch mal den NDR komplett austauschen? Offensichtlich tut sich der NDR schon seit einiger Zeit schwer, da geeignete Kandidaten zu ermitteln. Nur wenn Raab seine Finger im Spiel hatte, gab es bessere Platzierungen (Mit einzelnen Ausnahmen)
skyfreak1972
08.11.2021 15:07 Uhr 6


Immer wenn Stefan Raab involviert war, gab es eine Top 10 Platzierung. Das reicht für mich zu sagen, ja das war erfolgreich.

Hier seine Bilanz: 1998 Platz 7, 2000 Platz 5(Er selbst trat an für Deutschland), 2004 Platz 8, 2010 Sieg, 2011 Platz 10, 2012 Platz 8. Ich frage warum hat man denn nicht schon längst bei Raab angefragt, ob er die Hauptverantwortung für den ESC in Deutschland übernehmen will.
Vittel
08.11.2021 15:51 Uhr 7


Hat man vielleicht schon getan, aber vielleicht hat Raab dankend abgelehnt weil...



... zu wenig Geld geboten wurde

... er nicht mehr im TV vor der Kamera aktiv sein will (eine direkte Beteiligung vor der Kamera wäre imho notwendig)

... er weiß, dass seine Zeit im TV vorbei ist und er nicht mehr die entsprechende Verankerung und Visibilität im TV hat

... er sehr erfolgsorientiert ist und auch den Erfolg braucht, aber weiß, dass er nicht noch mehr rausholen kann, weil er schon alles erreicht hat (Platz 7: Guildo Horn, Platz 5: Raab, Platz 8: Max, Platz1+10 Lena, Platz 8: Roman Lob)

Er will vermutlich nicht wie Ralf Siegel (Alf Igel war sein Pseudonym bei Guildo Horns Lied) da ewig weitermachen mit überschaubarem Erfolg.



Vielleicht will und kann der ÖRR aber auch nicht die Produktion und Verantwortung komplett auslagern an eine private Produktionsgesellschaft. Das macht den ÖRR ja noch angreifbarer und würde zeigen, dass es ohne ÖRR sogar besser geht.
skyfreak1972
08.11.2021 18:14 Uhr 8


Raab muss ja gar nicht vor der Kamera sein, sondern hintern die Kulissen die Arbeit machen.
Vittel
12.11.2021 14:32 Uhr 9


Hinter der Kamera scheint Raab sich nicht wesentlich von anderen Produzenten zu unterscheiden. Keine seiner Sendungen, bei denen er im Hintergrund wirkte, konnte bisher den Status seiner alten Sendungen erreichen

Er kann/konnte halt insbesondere vor der Kamera agieren und performen.
Kunstbanause
13.11.2021 00:04 Uhr 10
Einfach Eskimo Callboy hinschicken.

Optionen

Drucken Merken Leserbrief




E-Mail:

Quotenletter   Mo-Fr, 10 Uhr

Abendausgabe   Mo-Fr, 16 Uhr

Datenschutz-Info

Letzte Meldungen

Werbung

Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipp


Surftipps


Werbung