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Die FFA-Zahlen 2017: Kleines Plus mit großem Aber

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Die deutsche Filmförderungsanstalt veröffentlicht die detaillierten Kinozahlen 2017 – und die dürften nicht nur für Erleichterung sorgen …

Endlich stehen sie fest: Die detaillierten Zahlen rund um das deutsche Kinojahr 2017. In den von der Filmförderungsanstalt (FFA) erstellten Statistiken über die Entwicklung des hiesigen Kinomarktes liegen Erleichterung und Enttäuschung eng beisammen. Zu den positiven Entwicklungen: Das Kinosterben ist abgewendet. Mit 107 Neu- und Wiedereröffnungen stieg 2017 die Anzahl der Kinostandorte auf 899 und somit auf den höchsten Wert seit 2012 an. Mit 4.803 Kinosälen erreichte die Bundesrepublik sogar ihre höchste Summe an Leinwänden seit 2008. In den Kinos wurde außerdem mit 1,056 Milliarden Euro der zweithöchste Umsatz der deutschen Lichtspielhausgeschichte generiert.

In Kinobesucherinnen und -besuchern gemessen war man derweil meilenweit von solch einer Marke entfernt – mit 122,3 Millionen gelösten Tickets gelang allerdings zumindest ein kleines Plus gegenüber dem Katastrophenjahr 2016, in dem nur 121,1 Millionen Eintrittskarten losgeschlagen wurden. Was zum großen Aber führt: 2016 stürzte nach einem erfolgreichen 2015 (139,2 Millionen Ticketverläufe) ab, und konnte sich immerhin bezüglich der mageren Verkaufszahlen in den Sommermonaten mit der Fußball-Europameisterschaft raus reden. 2017 dagegen gab es kein die Aufmerksamkeit vom Kino ablenkendes, Startplanchaos verursachendes Sportgroßereignis.

Auch der deutsche Marktanteil von 23,9 Prozent muss kritisch betrachtet werden, selbst wenn «Fack Ju Göhte 3» die Jahrescharts 2017 anführt: Die 28,3 Millionen für deutsche Produktionen gelösten Eintrittskarten sind zwar ein Plus gegenüber 2016 (22,7 Prozent respektive 27,7 Millionen), doch nur fünf Filme aus der Bundesrepublik konnten die Eine-Millionen-Besucher-Marke knacken. 2015 waren es noch elf an der Zahl.

FFA-Vorstand Peter Dinges ist optimistisch, dass sich diese Statistik 2018 positiver entwickeln wird: "Für das laufende Kinojahr erwarten wir eine Reihe viel versprechender deutscher Kinostarts, unter anderem mit den Schwergewichten Til Schweiger («Klassentreffen 1.0», Matthias Schweighöfer («100 Dinge») und Michael Bully Herbig («Ballon»). Gespannt sein dürfen wir aber auch auf die aufwendige Verfilmung von «Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer» von Dennis Gansel und auf spannendes Arthousekino mit dem Roadmovie «25 km/h» mit Lars Eidinger, inszeniert von «Friendship!»-Macher Markus Goller, «Road» von «Victoria»-Regisseur Sebastian Schipper oder «Das schweigende Klassenzimmer» von Lars Kraume."

Eine weitere Erkenntnis aus den FFA-Zahlen: Kino ist 2017 ein noch kostspieligeres Vergnügen geworden, denn der durchschnittliche Eintrittspreis stieg von 8,45 auf 8,63 Euro an – ein Plus von 2,1 Prozent. Und dies, obwohl der 3D-Anteil gesunken ist: Wurden 2016 noch 25,6 Prozent aller Kinobesuche vom Tragen einer 3D-Brille begleitet, waren es 2017 nur noch 21,5 Prozent.

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