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Die glorreichen 6

Die glorreichen 6: Winterlich-wunderbare Filme von Schnee und Eis (Teil V)

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Egal ob frostige Stimmung oder bezaubernd-zugeschneite Winterlandschaften: Die kalte Jahreszeit dient als Setting vieler denkwürdiger Filme – wie «Antarctica – Gefangen im Eis».

Die Handlung


Filmfacts «Antarctica – Gefangen im Eis»

  • Regie: Frank Marshall
  • Produktion: Patrick Crowley, David Hoberman
  • Drehbuch: David DiGillio; basierend auf «Antarctica» von Toshirô Ishidô, Koreyoshi Kurahara, Tatsuo Nogami, Susumu Saji
  • Darsteller: Paul Walker, Bruce Greenwood, Moon Bloodgood, Jason Biggs
  • Musik: Mark Isham
  • Kamera: Don Burgess
  • Schnitt: Christopher Rouse
  • Produktionsjahr: 2006
  • Laufzeit: 120 Minuten
  • FSK: ohne Altersbeschränkung
1993 in der Antarktis, kurz vor dem Ende der „Sommersaison“: Der Geologe Dr. Davis McClaren (Bruce Greenwood) sucht nach einem Meteoriten vom Merkur, jedoch wird es ihm untersagt, mit Schneemobilen loszuziehen. Dafür sei das Packeis zu dünn. Stattdessen reist McClaren mit dem Schlittenhundeführer Gerry Shepard (Paul Walker) und dessen besten Freund Cooper (Jason Biggs) via Hundeschlitten in Richtung des Südpols.

Bei einem schweren Zwischenfall können sich die drei Männer gerade noch retten – müssen aber die acht treuen Vierpföter in der Schneewüste zurücklassen. Somit beginnt für die Hunde ein erbitterter, frostiger Kampf ums Überleben, während sich ihre Herrchen ungeheure Sorgen machen, wie sie trotz des rapide unwirtlich werdenden Wetters den Fellträgern aus der eisigen Patsche helfen können …

Winter-Wunderland oder frostige Höllenlandschaft


Obwohl Kameramann Don Burgess («Forrest Gump», «Verwünscht», «Die Muppets») die weißen Schneemassen stellenweise in einladend-heller, pulvriger Pracht zeigt – letztlich dominiert der Eindruck, dass diese überwältige Antarktislandschaft eine durch ihre weiß-weiße Gleichheit desorientierende Ansammlung von Todesfallen ist.

Die glorreichen 6 Aspekte von «Antarctica – Gefangen im Eis»


Der langjährige Steven-Spielberg-Kollaborateur Frank Marshall, der vor «Antarctica – Gefangen im Eis» unter anderem «Arachnophobia» inszenierte, verwirklichte mit dieser Disney-Realfilmproduktion ein fesselndes, aus der Zeit gefallenes Familienabenteuer. War es bis in die 70er hinein nicht ungewöhnlich für einen an die ganze Familie gerichteten Abenteuerfilm, weite Strecken der Handlung non-verbal und mit einer ruhigen Regieführung zu erzählen, ist diese Filmgattung spätestens in den 90er-Jahren nahezu ausgestorben.

«Antarctica – Gefangen im Eis» belebt sie jedoch sehr effektiv wieder – die stärksten Sequenzen in diesem Zweistünder sind ganz klar jene, in denen einfach nur der Überlebenskampf der Schlittenhunde gezeigt wird, ohne großes, künstlich Spannung erzeugendes Schnittgewitter oder menschliche Dialoge. Stattdessen verlässt sich Marshall auf die hervorragend trainierten Hunde, deren Handeln praktisch gar nicht vermenschlicht wird, und die sich natürlich erzeugende Spannung, wenn die Pelzträger in sich schleichend entfaltenden Setpieces der eisig-gefährlichen Situation stellen, in der sie sich befinden.

Da Marshall weitestgehend auf eine plausible bis realistische Erzählung setzt und den Hunden nur minimal ein unnatürliches Verhalten angedichtet wird, fällt «Antarctica – Gefangen im Eis» um Längen weniger kitschig aus als vergleichbare Produktionen und ist in den Tieractionszenen sogar überraschend rau, ohne überbordend zu sein. Untermalt von einer stimmigen, unaufdringlichen Instrumentalmusik aus der Feder von Mark Isham («Once Upon a Time»), entfaltet sich «Antarctica – Gefangen im Eis» somit als echter Disney-Geheimtipp: Knuffig, aber frostig-abenteuerlich.

«Antarctica – Gefangen im Eis» ist auf DVD und Blu-ray erhältlich sowie via Amazon, maxdome, iTunes, Netflix und Google Play verfügbar.

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