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Auf der Jagd nach jungen Zuschauern: Programmoffensive des WDR

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Mit dabei: Ein Talkformat, das von Volontären entwickelt wurde, eine Sendung mit Micky Beisenherz und ein Reality-Format, wie es bei Privatsendern schon einmal lief.

Der WDR wird Ende August eine wahre Programmoffensive starten und mit einer ganzen Latte an neuen Formaten versuchen, mehr junge Zuschauer an sein Programm zu binden. Ziel sind die Zuseher über 30, aber unter 50 Jahren. Fast 15 neue Produktionen stehen parat, darunter auch einige, die schon in den vergangenen Tagen kommuniziert wurden – etwa eine neue Show mit Guido Cantz oder ein neues Talkformat namens «Die Runde Ecke». Das war aber bei Weitem noch nicht alles. Schon am Dienstag, 25. August lässt der WDR einige bekannte Gesichter von YouTube in der Sendung «Clip, Clip, Hurra!» im großen Archiv des Senders wühlen. Simon Unge, Joyce Ilg und Davis Schulz schauen sich die Highlights aus 50 Jahren WDR-Programm durch.

Nur drei Tage später, am 28. August, läuft um 21.00 Uhr die Show «17,50 – ungezwungen fernsehen», in der der Sender seine Zuschauer beim Glotzen zu Hause besucht. Der Titel spielt auf den aktuellen Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 Euro an. Im Ausland ist dieses Konzept schon erfolgreich, in Deutschland scheiterten ähnliche Formate wie «Sofa Stars» (RTL) oder «Gogglebox» (Sat.1). Der WDR will das Format vorerst sechs Mal probieren.

Ebenfalls am 28. August läuft mit «Gefällt mir!» ein crossmediales Projekt. Zwei Promi-Rateteams spielen darin gegeneinander, Tahnee Schaffarczyk und Maxi Gstettenbauer sind in jeder Sendung als eine Art Team-Kapitän mit dabei. Micky Beisenherz, Lutz van der Horst und Ingmar Stadelmann sowie „alte Hasen“ wie Bernd Stelter haben Auftritte in der Show. In den sechs 30 Minuten langen Folgen gilt es Rätsel aus verschiedenen Clips zu lösen. Micky Beisenherz bekommt ab dem 24. August auch eine eigene Sendung im WDR: «Das Lachen der Anderen – Comedy im Grenzbereich» soll eine Art Experiment sein. Beisenherz und Stand-Up-Komiker Oliver Polak lernen darin fremde Menschen kennen und verbringen drei Tage mit ihnen. Es handelt sich um „besondere Menschen“, wie der WDR schreibt. Danach verfassen Beisenherz und Pokal ein Stand-Up-Programm für und über diese Menschen. Zu sehen ist die Show um 22.45 Uhr.

Der zuletzt von Sat.1 bekannte Luke Mockridge bekommt eine vorerst vierteilige Sitcom, die von der Prämisse her an «Pastewka» erinnert. In «Die Mockridges – Eine Knallerfamilie» spielt Lukes komplette Familie mit und nimmt sich auf die Schippe. Zu sehen ist das Format ab dem letzten August-Freitag und dann immer um 21.45 Uhr. Volontäre des WDR haben derweil ein komplett neues Talkformat entwickelt, das ganz ohne klassischen Moderator auskommt. Es hört auf den Namen «Nachtrausch – Der Talk im Bus»: Fünf Promis reden in der 75 Minuten langen Sendung mit einander – auch über soziale Medien kann an der Sendung teilgenommen werden. An jeder Bushaltestelle steigt ein neuer Promi ein. Die Show startet ebenfalls am letzten Augustfreitag; und zwar um 22.50 Uhr. Roberto Blanco gibt in der Show den "Reisebegleiter", hat also die Fäden in der Hand.

Eine Koproduktion mit dem SWR ist die neue Reality «Jetzt bestimmen wir!», in der Eltern und Kinder eine Zeit lang die Rollen tauschen. Ähnliche Experimente gab es schon im Privatfernsehen. Der WDR zeigt die Show ab 26. August mittwochs um 21.00 Uhr. Um Musik dreht sich ein vorerst zweiteiliges Doku-Format namens «Sounds like Heimat», in dem Musiker versuchen, den typischen Klang einer Stadt in NRW auszumachen. Das Ergebnis gibt es am 25. August und am 2. September um 20.15 Uhr. Ausgewählte Städte sind Krefeld und Hamm. Ralph Caspers moderiert zudem einen «Quarks & Co.»-Ableger, der ab dem 25. August um 21.00 Uhr zu sehen ist und sehr nah am Zuschauer dran sein soll. Unter anderem wird das Publikum von persönlichen Premieren berichten – etwa vom ersten Vollrausch. Ende August starten darüber hinaus auch die fiktionale Eigenproduktion «Meuchelbeck» und die aus England stammende Miniserie «The Game».

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