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Fernsehfriedhof

Der Fernsehfriedhof: «HeliCops – Einsatz über Berlin»

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Quotenmeter.de erinnert an all die Fernsehformate, die längst im Schleier der Vergessenheit untergegangen sind. Folge 46: Ein hoffnungsvoll gestarteter Bionik-Polizist, dem ziemlich schnell der Saft ausging.

Liebe Fernsehgemeinde, heute gedenken wir dem Ende des Berliner Fernsehturms.

«HeliCops – Einsatz in Berlin» wurde am 02. Oktober 1998 in Sat.1 geboren und ging damit rund ein dreiviertel Jahr nach der Premiere der RTL-Produktion «Medicopter 117 – Jedes Leben zählt» auf Sendung. Doch während man sich bei RTL spektakulären Rettungsaktionen in den Bergen widmete, stand bei den «HeliCops» eine Spezialeinheit der Berliner Polizei im Zentrum, die gegründet wurde um den hochgerüsteten Verbrechern endlich das Handwerk legen zu können. Den Polizisten stand dafür ein kugelsicherer High-Tech-Hubschrauber zur Verfügung, der mit Infrarotsensoren, Supermikrofonen und Impulskanonen ausgestattet war.

Wie man es von Actionserien gewohnt ist, standen weniger die originellen Drehbücher als spektakuläre Stunts und Special Effects im Vordergrund. Davon konnte die Serie allerdings einiges bieten. Allein im Pilotfilm und der ersten Folge wurden mit dem Palast der Republik und dem Fernsehturm gleich zwei Berliner Wahrzeichen in bester «Independence Day»-Manier in die Luft gesprengt. Dazu gab es spektakuläre Flugszenen und schnelle Verfolgungsjagden.

Dabei griffen die Macher neben echten Flugmanövern auch immer wieder auf digitale Animationen des Hubschraubers zurück. Die Bilder konnten zwar nicht immer überzeugen, waren jedoch für eine deutsche Fernsehserie einmalig. Gedreht wurden die meisten Szenen auf einem stillgelegten Flughafen etwas außerhalb von Berlin, wo man ohne besondere Fluggenehmigungen in die Luft gehen konnte.

Am Steuerknüppel des Super-Helicopters nahm zunächst Christoph M. Ohrt als Karl "Charly" von Schumann Platz. Ihm zur Seite stand sein treuer Navigator Stephan Rubelli, der von Matthias Matz gespielt wurde. Auf dem Boden wurde das Team von Hauptkommissarin Jenny Harland verstärkt, die von Doreen Jacobi verkörpert wurde. Diese verließ jedoch nach der ersten Staffel die Serie und wurde durch Gina Holland ersetzt. Pilot Ohrt kehrte der Serie nach der zweiten Staffel den Rücken und wurde durch Joachim Kretzer ausgetauscht.

Die Serie startet mit dem 90minütigen Pilotfilm „Feuertaufe für AK 1“ bevor im Anschluss die 13 Folgen der ersten Staffel am Montagabend zu sehen waren. Die Quoten waren zwar nicht so gut wie bei den Actionserien von RTL, aber reichten Sat.1, um die Serie um zwei weitere Staffeln zu verlängern.

«HeliCops – Einsatz über Berlin» wurde am 28. Mai 2001 beerdigt und erreichte ein Alter von 34 Folgen plus Pilotfilm. Die Serie hinterließ den Hauptdarsteller Michael M. Ohrt, der anschließend in zahlreichen Sat.1-Filmchen (z.B. «Zwillingsküsse schmecken besser») und der Erfolgsserie «Edel & Starck» zu sehen war. Mit «Allein unter Bauern» und «Dell & Richthoven» war er aber auch bei zwei grandiosen Flops mit an Bord.

Möge die Serie in Frieden ruhen!

Die nächste Ausgabe des Fernsehfriedhofs erscheint am kommenden Donnerstag und widmet sich dann der Telefonummer des ZDF.

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