Vermischtes

Wachstum von 77 Prozent: arte geht im Netz durch die Decke

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Inhalte des Kultusenders arte sind dieses Jahr digital enorm gefragt. In der zweiten Jahreshälfte setzt arte mehrere Schwerpunkte.

Kultur ist dieses Jahr schwer gefragt: In einer virtuellen Pressekonferenz zogen arte-Programmdirektor Bernd Mütter und weitere Verantwortliche des Kulturkanals kürzlich ein Zwischenfazit. Und das kann sich sehen lassen: Von Januar bis Mai 2020 verbuchte arte nach eigenen Angaben in der eigenen Mediathek und auf Drittplattformen insgesamt über 682 Million Videoabrufe. Das ist ein Wachstum von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Besonders stark war die Nachfrage nach arte-Inhalten im April: Im Netz wurden über 160 Million Mal arte-Inhalte abgerufen, also mehr als doppelt so häufig wie im April 2019. Inhaltlich wiederum wurde ein Ausblick auf die zweite Jahreshälfte gewährt. So steht die 10-teilige polnisch-tschechisch-ukrainische Serien-Koproduktion «The Pleasure Principle» von Dariusz Jablonski an sowie ein Schwerpunkt zur deutschen Wiedereinigung. Zudem sind Filmreihen rund um Isabelle Huppert, Francois Truffaut und Kathryn Bigelow geplant.

Als weiteres potentielles Highlight ist der Mehrteiler «Der Bruderkrieg – Franzosen und Deutsche 1870/71» festzuhalten. Der Film nimmt unterschiedliche Perspektiven dreier ProtagonistInnen auf einen Krieg ein, der Europa vor 150 Jahren grundlegend verändert hat. Im November steht die neuste Ausgabe des alle zwei Jahre stattfindenden arte-Filmfestivals statt, in dessen Rahmen arte-Kinokoproduktionen als TV-Premiere ausgestrahlt werden. Unter anderem wird Thomas Stubers geniales Großmarkt-Drama «In den Gängen» gezeigt. Zu den weiteren Programmpunkten des Festivals zählen so unterschiedliche Filme wie Lars von Triers gemeines Serienkiller-Psychogramm «The House That Jack Built» und Pawel Pawlikowskis Schwarzweiß-Drama «Der Breitengrad der Liebe». Schon im Oktober wird zudem ein Programmschwerpunkt über kanadisches Kino gesendet.

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