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Deutscher Fernsehpreis 2019: «Gladbeck» ist der große Sieger

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Neben dem ARD-Mehrteiler «Gladbeck» holten jedoch auch die ZDF-Serie «Bad Banks» und Skys «Das Boot» mehr als nur einen einzigen Fernsehpreis. Für RTL nahmen unter anderem Jenke von Wilmsdorff und Daniel Hartwich Preise entgegen.

Das deutsche Fernsehen kann sich sehen lassen, im internationalen Vergleich ist es auf vielen Feldern wirklich herausragend. Das würdigen wir nun seit zwei Jahrzehnten mit dem Deutschen Fernsehpreis. Das Geschenk an unser Publikum zum 20. Geburtstag sind ein Live-Stream der Gala und eine Aufzeichnung am späteren Abend in One. Damit kehrt der Fernsehpreis ins Fernsehen zurück.
Jörg Schönenborn, WDR-Fernsehdirektor und Beiratsvorsitzender des Deutschen Fernsehpreises 2019:
Zwischendurch war er weg vom Fenster, zumindest vom Fenster der Öffentlichkeit, und diente als reiner Branchenpreis in Form einer geschlossenen Veranstaltung. Dieses Jahr feierte der «Deutsche Fernsehpreis» anlässlich seines Jubiläums (er wird zum 20. Mal verliehen) seine semi-glorreiche Rückkehr: Der WDR streamte die Preisgala live auf seiner Webseite (im linearen Fernsehen wurde eine Wiederholung bei One eingeplant). Unter der Moderation von Barbara Schöneberger und Steffen Hallaschka wurden auf den Düsseldorder Rheinterrassen die besten Leistungen in 25 Kategorien ausgezeichnet, zudem gab es eine Parodie auf «Bohemian Rhapsody» als Eröffnungsnummer zu sehen. Großer Abräumer des Abends war der von Regina Ziegler produzierte Mehrteiler «Gladbeck», der drei Trophäen erhielt. Die ZDF-Thrillerserie «Bad Banks» und Skys «Das Boot» kamen auf jeweils zwei Awards.

Für die beste Moderation einer Unterhaltungssendung wurde Luke Mockridge prämiert, als beste Comedy-Serie setzte sich «jerks.» durch. Außerdem gewann der ZDF-Quotenrenner «Bares für Rares» seinen ersten Deutschen Fernsehpreis, während das Abtreibungsdrama «Aufbruch in die Freiheit» als bester Fernsehfilm ausgezeichnet wurde. Weitere Preisträger der Verleihung, die unter dem Motto „Wir lieben Fernsehen“ stand, sind «Let's Dance» (mit dem ersten Sieg bei der vierten Nominierung) als beste Primetime-Unterhaltungsshow, «Inas Nacht» mit dem zweiten Sieg in der Sparte für die beste Late-Night und die btf-Produktion «Kroymann» als beste Comedy.

Der auf 10.000 Euro dotierte Förderpreis der Jury ging an Michelangelo Fortuzzi («Alles Isy», «Einmal Sohn, immer Sohn», «Im Niemandsland») und Lena Urzendowsky («Gladbeck», «Kroymann», «Der große Rudolph»). Der Ehrenpreis der Stifter ging an Comedy-Genie Jürgen von der Lippe für sein Lebenswerk.

Alle Nominierungen und Gewinner in den Fiction-Kategorien in der Übersicht:
Bester Fernsehfilm
- «Aufbruch in die Freiheit» (ZDF)
- «Rufmord» (ZDF)
- «Unser Kind» (ARD)

Bester Mehrteiler
- «Gladbeck» (ARD)
- «Ku’damm 59» (ZDF)
- «Der Staatsfeind» (Sat.1)

Beste Drama-Serie
- «4 Blocks» (TNT Serie)
- «Bad Banks» (ZDF)
- «Das Boot» (Sky)

Beste Comedy-Serie
- «Arthurs Gesetz» (TNT Comedy)
- «jerks.» (ProSieben)
- «Der Tatortreiniger» (NDR)

Beste Schauspielerin
- Paula Beer für «Bad Banks» (ZDF)
- Vicky Krieps für «Das Boot» (Sky)
- Desiree Nosbusch für «Bad Banks» (ZDF)
- Anna Schudt für «Aufbruch in die Freiheit» (ZDF)
- Rosalie Thomass für «Rufmord» (ZDF)


Bester Schauspieler
- Jonathan Berlin für «Die Freibadclique» (ARD)
- Sascha Alexander Gersak, Alexander Scheer für «Gladbeck» (ARD)
- Thomas Schmauser für «Der große Rudolph» (ARD)
- Albrecht Schuch für «Der Polizist und das Mädchen» (ZDF), «Gladbeck» (ARD) und «Kruso» (ARD)
- Tom Wlaschiha für «Das Boot» (Sky)

Beste Regie
- Viviane Andereggen für «Rufmord» (ZDF)
- Andreas Proschaska für «Das Boot» (Sky)
- Christian Schochow für «Bad Banks» (ZDF)

Bestes Buch
- Oliver Kienle mit Jana Burbach und Jan Galli für «Bad Banks» (ZDF)
- Mizzi Meyer für «Der Tatortreiniger» (NDR)
- Tony Saint, Johannes W. Betz für «Das Boot» (Sky)

Beste Kamera
- Jakub Bejnarowicz für «Parfum» (ZDFneo)
- Frank Lamm für «Bad Banks» (ZDF)
- David Luther für «Das Boot» (Sky)

Bester Schnitt
- Ueli Christen für «Gladbeck» (ARD)
- Ueli Christien, Karin Hartusch für «Das Boot» (Sky)
- Bernd Schlegel für «Parfum» (ZDFneo)

Beste Musik
- Annette Focks für «Die Freibadclique» (ARD)
- Matthias Weber für «Das Boot» (Sky)
- Stefan Will für «Fremder Feind» (ARD)

Beste Ausstattung
- Birgitta Lohrer-Horres, Markus Dicklhuber für «Arthurs Gesetz» (TNT Comedy)
- Martina Müller, Jana Karen für «Der große Rudolph» (ARD)
- Chattoune, Nick Palmer für «Das Boot»


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