Quotencheck

«Goldrausch am Yukon – Das Abenteuer deines Lebens»

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Die bislang größte Eigenproduktion von DMAX trat ab Ende Oktober mit acht Ausgaben an. Hat sich der Aufwand für den Männersender gelohnt?

Im Programm von DMAX tummelt sich noch immer vor allem Lizenzware. Doch auch der Männersender von Discovery treibt seine Eigenproduktionen sukzessive voran. Mit «Goldrausch am Yukon – Das Abenteuer deines Lebens» entwickelte DMAX seine bisher größte Eigenproduktion, die am 25. Oktober 2018 ihre Premiere feierte. Inhaltlich handelte es sich um eine Art Goldgräber-Casting, denn zwölf Frauen und Männer reisen in der Sendung in das kanadische Territorium Yukon, wobei zwei von ihnen am Ende der Start in ein eigenes Goldbusiness winkt. Täglich müssen sich die Teilnehmer in verschiedenen Challenges beweisen, die ihnen unterschiedliche Kompetenzen wie Organisation, Teamgeist und handwerkliches Geschick abverlangen. Begleitet werden sie dabei von der Goldgräber-Legende David Millar, der zudem auch in der wöchentlich stattfindenden Eliminierungsrunde darüber befinden muss, wer ausscheidet und den Traum von der eigenen Goldgräber-Zukunft begraben muss.

Klingt ziemlich männlich, aber genügte das den Fernsehzuschauern zum Einschalten? Knapp 1,6 Prozent erzielte DMAX zuletzt im Durchschnitt in der Zielgruppe. Besagte Quote war also vorab in gewisser Weise ein Gradmesser. Diesem wurde die Auftaktfolge am 25. Oktober in keiner Weise gerecht. Immer donnerstags ab 20.15 Uhr setzte DMAX die Erstausstrahlungen seines Neustarts an, am ersten Abend sahen allerdings nur 190.000 Personen ab drei Jahren zu, die knapp 100.000 junge Leute umfassten. Bei den Werberelevanten sprangen so nur 1,0 Prozent heraus – viel zu wenig für DMAX, das für die Sendung dem Augenschein nach viel Geld in die Hand nahm.

Zum Glück für DMAX verbesserte sich «Goldrausch am Yukon»  in Woche zwei deutlich. Insgesamt gewann das neue Format knapp 60.000 Zuschauer, darunter 40.000 14- bis 49-Jährige. Das genügte bereits für 1,4 Prozent, die nun knapp unter dem Senderschnitt lagen. Die Goldgräber-Competition hielt dieses Niveau auch am 8. November. Insgesamt sahen mit 240.000 Interessenten nun zwar etwa 10.000 Menschen weniger zu, was erneut 0,8 Prozent Gesamtmarktanteil entsprach. Bei den jungen Zuschauern führten 140.000 Vertreter aber diesmal zu 1,5 Prozent.

Dann fielen die Reichweiten wieder und stagnierten schließlich für den Rest des Novembers. Aus Gesamtsicht wurden am 15., 22. und 29. November je 200.000 Zuschauer gemessen, während die Zuschauerzahlen beim jungen Publikum erst auf 130.000 fielen, dann bei 110.000 lagen und schließlich wieder bei 130.000. Auch die Quoten bei den Werberelevanten waren daher inkonstant. 1,3 Prozent standen am 15. November zu Buche, ehe die Quote erst auf 1,2 Prozent abgab und dann wieder auf Höhe von 1,4 Prozent anstieg. Die Zwischenbilanz für DMAX fiel recht ernüchternd aus. Schließlich standen in Staffel eins nur noch zwei Folgen aus und keine einzige Ausgabe schaffte es, den Senderschnitt zu erreichen.

Doch dann gelang «Goldrausch am Yukon»  Erstaunliches: Am 6. Dezember gewann das Format knapp 40.000 Zuschauer – und zwar fast alle in der Zielgruppe. Damit erreichte die DMAX-Sendung insgesamt wieder 240.000 Zuschauer und bei jungen Menschen 170.000. Letztere Zahl war die höchste, die «Goldrausch am Yukon» bis dahin bei den Umworbenen verzeichnet hatte. So entstand auch die bis dahin höchste Quote von 1,8 Prozent. Doch das war noch nichts im Vergleich zu den Zahlen des Staffelfinals. Satte 100.000 Zuschauer mehr als in der Vorwoche zählte «Goldrausch am Yukon» am 13. Dezember: 340.000. So sprangen in allen wichtigen Kennzahlen Rekorde heraus. Mit 1,2 Prozent Gesamtmarktanteil kam «Goldrausch am Yukon» erstmals über die Ein-Prozent-Hürde. 240.000 14- bis 49-Jährige bewirkten sogar 2,7 Prozent und damit ein fantastisches Ergebnis im jungen Segment.

Der plötzliche Aufschwung am Ende der Staffel war bemerkenswert – und verführerisch für DMAX. Womöglich hat der Männersender Ende November schon konsterniert überlegt, ob die Sendung überhaupt eine Zukunft bei DMAX hat, ehe sich das Format dann deutlich verbesserte. Die Zuwächse gegen Ende der Staffel deuten aber darauf hin, dass viele Fernsehende womöglich erst später auf die Sendung aufmerksam wurden und nächste Staffel wieder einschalten. Sicher kann sich der Sender nicht sein. «Goldrausch am Yukon» hat nun aber dennoch doch gute Chancen auf einen Verbleib beim Sender. Im Schnitt sahen den Neustart 230.000 Zuschauer ab Drei, darunter mittlere 150.000 junge Menschen. Insgesamt resultierte ein durchschnittlicher Gesamtmarktanteil von 0,8 Prozent. Bei jungen Zuschauern holte «Goldrausch am Yukon» im Mittel 1,5 Prozent und kam dem Senderschnitt schließlich doch noch sehr nahe.

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