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Keine Chance gegen Jauch, Gottschalk und Schöneberger: «Schlag den Henssler» fällt unter die Millionenmarke

von   |  7 Kommentare

Mit «Denn sie wissen nicht, was passiert» wollte RTL der schwächelnden ProSieben-Spielshow einen weiteren Tiefschlag versetzen - und das gelang auch. Insgesamt lief die XXL-Spielshow schwach wie nie, auch beim jungen Publikum dominierten Jauch, Gottschalk und Schöneberger die Primetime.

In den vergangenen vier Wochen war RTL kein ernstzunehmender Gegner am Samstagabend - und das nicht etwa, weil sich der Privatsender mit irgendwelchen lustlos versendeten Reruns zurücknahm, sondern weil Max Giermanns erste große Show «Einstein Junior»  überhaupt keinen Zuspruch beim Publikum fand. Die neueste vierteilige Show «Denn sie wissen nicht, was passiert» legte nun hingegen einen ungleich besseren Auftakt hin: Durchschnittlich 2,61 Millionen Menschen sahen die erste Folge des Überraschungsreigens rund um das kultige Trio um Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Barbara Schöneberger. Dies brachte dem Sender schon beim Gesamtpublikum einen starken Marktanteil in Höhe von 12,5 Prozent ein.

Wobei die Nutzung des Adverbs "auch" im Zusammenhang mit diesem Trio ein wenig deplatziert anmuten mag, machte ihre vorherige gemeinsame Show «Die 2»  doch tendenziell eher in der werberelevanten Zielgruppe Problemchen. Insofern dürfte es für die Programmverantwortlichen eine erleichternde Nachricht sein, dass man in der werberelevanten Zielgruppe mit 15,5 Prozent bei 0,95 Millionen sogar einigermaßen mühelos die Primetime-Vorherrschaft erlangte. Das macht Hoffnung für die kommenden drei Wochen, wo man sich dann unter anderem dem ProSieben-Neustart «Time Battle» entgegenstellen muss.


Es wird eng: «Schlag den Henssler» rutscht unter die Millionenmarke


Bisherige «Schlag den Henssler»-Quoten

  • F. 1-3: 1,48 Mio. (6,7% / 12,8%)
  • F. 4-6: 1,35 Mio. (6,7% / 12,2%)
Durchschnittliche Werte von jeweils drei Folgen.
Dabei war es nicht so, dass der RTL-Neustart an diesem Samstag leichtes Spiel hatte: ProSieben nämlich schickte «Schlag den Henssler» in seine zweite Staffel und dürfte nach zuletzt latent enttäuschenden Ergebnissen (siehe Infobox) auf einen klaren Fingerzeig nach oben gehofft haben. Die Realität aber sah gänzlich anders aus: Nur 0,63 Millionen junge Menschen sahen die siebte Ausgabe der noch immer mit sehr hohem organisatorischen und finanziellen Aufwand realisierten Liveshow, was schon hier der schwächsten Reichweite in der Geschichte des Formats entsprach und mit dem zweitschwächsten Marktanteil überhaupt einherging - mit 11,5 Prozent. Schlimmer aber: Insgesamt sahen die bis nach 1 Uhr nachts ausgestrahlte Sendung gerade einmal noch 0,96 Millionen Menschen (sämtliche zuvor gezeigten «Schlag den Henssler»-Ausgaben hatten mindestens 1,26 Millionen erreicht), der Marktanteil betrug nur 5,4 Prozent - eigentlich zu wenig für den (indirekten) Nachfolger des legendären «Schlag den Raab».

Nach diesem Ergebnis und der dritten sportlichen Niederlage Hensslers in den letzten vier Shows dürfte nun eine Debatte wieder aufflammen, die schon im Laufe der vergangenen Saison immer wieder mal zu vernehmen war: Die Einstellung dieser Sendung zugunsten der Live-Version von «Schlag den Star», die bei ihren zehn Live-Versuchen am Samstagabend mit durchschnittlich rund 14,5 Prozent stärker abschnitt als Henssler in seiner ersten Staffel (nur rund 12,5 Prozent) und zuletzt am Donnerstagabend sehr gute 15,5 bzw. 13,2 Prozent einfuhr - und das sogar mit einem reichlich lauwarmen Duell zwischen Faisal Kawusi und Ralf Möller. A pro pos «Schlag den Star»: Die im April 2017 live gezeigte Folge mit Luke Mockridge und Attila Hildmann kam ab 1:15 Uhr noch auf 5,9 Prozent Gesamt- und 10,0 Prozent Zielgruppen-Marktanteil bei 0,30 Millionen Zuschauern.

Letztlich langte es für RTL dank der weitaus stärkeren Primetime anders als in den vergangenen Wochen knapp zum Tagessieg bei den 14- bis 49-Jährigen: 10,2 Prozent standen für den Kölner Sender auf dem Papier, ProSieben wiederum musste sich mit 10,0 Prozent begnügen.

Lesen Sie hier unsere Kritik zur ersten Folge von «Denn sie wissen nicht, was passiert».

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/103155
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Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
Vittel
19.08.2018 09:19 Uhr 1
Vom toten Pferd "Schlag den Henssler" sollte man langsam mal absteigen und dem Format eine würdige Totenruhe gewähren.
Letztendlich verhindert dieses Klammern an die alten Erfolge auch neue Ideen und Konzepte.
Kingsdale
19.08.2018 09:41 Uhr 2
Ein Steffen Henssler ist eben kein Stephan Raab und die Vorstellung von gestern war mal wieder sehr Peinlich.
Familie Tschiep
19.08.2018 11:34 Uhr 3
Das Format funktioniert, wenn der Dauergegner fast unbesiegbar erscheint. Henssler hat offenbar nicht die Cleverness, in Spielen dazu zu lernen. Probiert es mit einem neuen Dauergegner!

Die Gottschalk/Jauch/Schönebergershow habe ich kaum gesehen. War die gut?
eis-fuchsi
19.08.2018 12:20 Uhr 4
das ist mir auch aufgefallen
Stefan Raab hat immer versucht, seine Chancen durch sowas zu verbessern
beim Henssler hat man zwar das Gefühl daß er gewinnen will (und er war diesmal auch ehrgeizig) aber er versucht nichts zu ändern, wenn er hinten liegt :)
Kaffeesachse
19.08.2018 17:32 Uhr 5
So ein bisschen gaga ist ein Showdreikampf + am späteren Abend noch PromiBB Mitte August ja schon. Irgendwer kann dabei nur verlieren.
Rodon
19.08.2018 18:44 Uhr 6
Bei der RTL-Show frage ich mich, warum man die vier Folgen jetzt im Wochentakt zeigt und nicht uber die Saison verteilt, um mehr den Eventcharakter herauszustellen. Gerade bei so einer Sendung, die bis Mitternacht andauert, kann man die Zuschauer schnell übersättigen.
second-k
19.08.2018 22:21 Uhr 7
Die Gefahr sehe ich auch. Und wenn schon die erste Folge, bei der es ja einen gewissen Neugierde-Faktor gibt (vgl. die erste Ausgabe von "Die 2"!), gerade mal zweieinhalb Millionen sehen... Das Ende der Ferienzeit mag das etwas auffangen, aber insgesamt sehe ich da eher schwarz.

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