Quotencheck

«Anna und die Liebe»

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Am Freitag ging die Serie bei sixx zu Ende – nach vier Staffeln und 926 Folgen.

Am Freitag ging die Serie bei sixx zu Ende – nach vier Staffeln und 926 Folgen.

Durchschnittlich nur 8,4 Prozent Marktanteil waren in Sat.1 zu wenig. Vor allem Ende Dezember und Anfang Januar machte die langjährige Vorabendserie «Anna und die Liebe» mit ihren neuen Hauptfigur Nina (gespielt von Maria Wedig) ihre Sache nicht mehr gut. Die schlechtesten Marktanteile der Seriengeschichte wurden eingefahren, die letzte Sat.1-Folge (Ausstrahlung am 27. Januar 2012) kam beispielsweise nur auf dürftige 6,4 Prozent Marktanteil bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren. Ende Januar wurde die Einstellung der Serie von Producers at work und Sat.1 beschlossen, bis Ende Februar wurde noch gedreht.

Entsprechend wurde das Serienfinale von den Autoren recht schnell zusammengeschustert. Die letzten 53 Folgen liefen beim Frauensender sixx – werktags gegen 18.25 Uhr. Der Frauensender konnte sehr zufrieden sein, wurden doch bereits am zweiten Ausstrahlungstag 3,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe gemessen. Zur Veranschaulichung: Zwischen September und Dezember 2011 lag sixx durchschnittlich bei 0,7 Prozent. Dennoch: Der Senderwechsel hat die Soap rund zwei Drittel des Publikums gekostet.

Von rund eineinhalb Millionen Zuschauern ging es in der ersten sixx-Woche auf durchschnittlich 0,56 Millionen bergab. Kurios aber: «Anna und die Liebe» hatte bei sixx rund fünfmal so viele Zuschauer wie zahlreiche Primetime-Serien. «Gossip Girl» und Co. liegen zu besserer Sendezeit bei etwa 100.000 Zusehern. In Woche zwei stieg die Reichweite im Schnitt sogar leicht auf 0,58 Millionen, die durchschnittliche Quote in der Zielgruppe sank auf 2,3 Prozent.

In diesem Bereich blieb die Soap auch in den folgenden zwei Wochen: Die Quoten beliefen sich im Wochenschnitt auf 2,4 und 2,6 Prozent, knapp 600.000 Menschen schalteten ein. Sie bekamen auch inhaltlich noch einmal einige Änderungen präsentiert, die die Kreativen als letzte Hoffnung auf Rettung für eine Ausstrahlung in Sat.1 vorgenommen hatten. Das schien auch zu fruchten: Am 29. Februar, also über einen Monat nach Ende der Ausstrahlung in Sat.1, kam die Serie auf 0,62 Millionen Zuschauer (und somit auf die beste sixx-Reichweite). Bei den 14- bis 49-Jährigen standen starke 4,2 Prozent Marktanteil zu Buche. Der Wochenschnitt stieg auf 2,9 Prozent.
Ein allgemeiner Aufschwung ließ sich aber nicht erkennen, am zweiten März-Donnerstag lag die Quote zum Beispiel nur noch bei genau zwei Prozent. Auch die Zuschauerzahlen sanken ein wenig, meist sahen noch um die 500.000 Menschen zu. Ausreißer nach oben, wie beispielsweise am 2. April, als bei den Umworbenen noch einmal 3,8 Prozent ermittelt wurden, gab es aber immer wieder. Diese vorletzte Sendewoche war es dann übrigens auch, die mit durchschnittlich 3,0 Prozent Marktanteil beim Publikum zwischen 14 und 49 Jahren das beste Ergebnis erzielte – wenngleich man sagen muss, dass hier die Freitags-Folge feiertagsbedingt fehlte. Freitags laufen Soaps statistisch am schwächsten.

Das Finale lief vergangenen Freitag ab 17.50 Uhr im Doppelpack, 0,29 und 0,43 Millionen Menschen schalteten ein. In der Zielgruppe kam die Soap so auf 2,2 und 3,0 Prozent Marktanteil. Alle bei sixx gezeigten Folgen holten im Schnitt 2,6 Prozent in der Zielgruppe. 0,52 Millionen Menschen verfolgten die Liebesgeschichte von Nina und Luca beim Frauensender. Die vierte Staffel insgesamt erreichte 1,21 Millionen Zuschauer ab drei Jahren (5,7 %). In der Zielgruppe holte sie 5,9 Prozent bei 0,42 Millionen Zusehern. Für sixx war die Ausstrahlung ein Erfolg, die weitere Produktion eines solchen Projekts wäre bei der gemessenen Reichweite aber nicht rentabel.

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