Primetime-Check

Dienstag, 16. Januar 2018

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Wie verabschiedete sich «Bones» von seinem Publikum? War der ARD-Serienabend einmal mehr die vorherrschende Supermacht? Wer entschied den dokumentarischen Dreikampf der Kleineren für sich?

Es war ein relativ überschaubar umkämpfter Dienstagabend, da kaum ein Sender ernsthafte Ambitionen hegte, «Um Himmels Willen» und «In aller Freundschaft» im Ersten Deutschen Fernsehen gefährlich zu werden. Mit 5,53 Millionen Fernsehenden und 17,3 Prozent startete der öffentlich-rechtliche Sender in den Abend, nach 21 Uhr lief es mit 5,57 Millionen und 17,9 Prozent dann ähnlich überragend. Beim jungen Publikum spielten die beiden seit Jahren etablierten deutschen Serien-Hits keine annähernd so starke Rolle, liefen mit 6,4 und 8,0 Prozent bei maximal 0,80 Millionen allerdings zumindest ebenfalls klar überdurchschnittlich.

Und sonst so? Das ZDF zeigte eine neue Verbraucher-Doku namens «Die Tricks der Lebensmittelindustrie» mit Sebastian Lege, der bereits 2,82 Millionen und schwache 8,8 Prozent Marktanteil ausreichten, um zumindest den Silberrang um 20:15 Uhr zu erlangen. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es aber mit 8,1 Prozent bei 0,82 Millionen ziemlich respektabel. Sehr überschaubar lief es für die beiden vorerst letzten «Bones»-Wiederholungen auf RTL, die sich mit nur 2,11 und 2,01 Millionen Serienfans zu begnügen hatten - also mit 6,6 und 6,8 Prozent des Gesamtpublikums. In der Zielgruppe spielte der Sender mit 10,8 sowie 10,3 Prozent bei maximal 1,10 Millionen allerdings schon weit vorne mit.

Selbiges galt auch für VOX, das mit «Die wunderbare Welt der Kinder - Wir sind 5!» auf 0,91 Millionen werberelevante Zuschauer sowie einen tollen Marktanteil von 9,4 Prozent gelangte. Insgesamt lief es weniger gut für die Kleinkind-Doku, hier musste sie sich mit durchwachsenen 4,4 Prozent bei 1,34 Millionen begnügen. Sat.1 versuchte es ein weiteres Mal mit der Komödie «Männerhort», die insgesamt genau 2,00 Millionen Menschen erreichte - solide 6,6 Prozent Gesamt- sowie starke 10,5 Prozent Zielgruppen-Marktanteil waren die Folge. ProSieben zeigte zunächst eine neue Folge der «Simpsons» vor 1,03 Millionen Menschen, also vor 3,2 Prozent aller bzw. 8,7 Prozent der jüngeren Fernsehenden. Drei anschließende Wiederholungen lagen dann zwischen 8,5 und 9,7 Prozent der Werberelevanten.

Zufrieden sein durfte kabel eins, das mit einer weiteren neuen Folge von «Rosins Restaurants» auf Zuschauerjagd ging und dabei 1,06 Millionen einfing. Schon beim Gesamtpublikum entsprach dies durchaus respektablen 3,7 Prozent des Marktes, vor allem aber bei den besonders stark Umworbenen schlug sich Frank Rosin mit 6,0 Prozent bei 0,55 Millionen weit überdurchschnittlich. RTL II schließlich strahlte einmal mehr eine zweistündige Folge von «Zuhause im Glück» aus, die 1,42 Millionen und damit sehr gute 4,6 Prozent Gesamt-Marktanteil einfuhr, während bei den Umworbenen 6,1 Prozent bei 0,60 Millionen zustande kamen. Aus diesem guten Vorlauf schlug auch Harald Glööcker Kapital, der ab 22:15 Uhr mit einem neuen Piloten namens «Der Prinzessinnenmacher» an den Start ging und auf schöne 4,1 und 5,7 Prozent bei 0,86 Millionen gelangte.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/98451
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