Blockbuster-Battle

Filmcheck: «In Time – Deine Zeit läuft ab»

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Bevor Andrew Niccol «Seelen» in die Kinos brachte, veröffentlichte der Regisseur diesen dystopischen Thriller mit Justin Timberlake und Amanda Seyfried. Doch wie populär ist die Kinoproduktion?

Der Neuseeländer Andrew Niccol hat sich auf pessimistische, aber unterhaltsam aufbereitete Zukunftsvisionen spezialisiert. Nach «Gattaca» (Drehbuch & Regie), «Die Truman Show» (Drehbuch) sowie «S1m0ne» (Drehbuch & Regie) nahm er sich eine Sci-Fi-Pause und brachte die Kriegs- und Wirtschaftssatire «Lord of War» in die Kinos. 2011 kehrte er dann in sein präferiertes Fach zurück: Der Sci-Fi-Thriller «In Time – Deine Zeit läuft ab» spielt in einer Zukunft, in der Menschen äußerlich ab ihrem 25. Lebensjahr nicht mehr altern – und darüber hinaus Waren und Dienstleistungen wortwörtlich mit ihrer Lebenszeit bezahlen.

Das Konzept begeisterte den Kameramann-Veteranen Roger Deakins, der die stylische Dystopie für seine erste Arbeit mit digitalen Kameras aussuchte. Vor der Kamera agieren Amanda Seyfried und Justin Timberlake als Mitglieder unterschiedlicher Gesellschaftsschichten, die ganz langsam eine Dynamik als Ganovenpärchen à la Bonnie & Clyde entwickeln. In weiteren Rollen sind Alex Pettyfer, Cillian Murphy, «The Big Bang Theory»-Hauptdarsteller Johnny Galecki und Olivia Wilde zu sehen. Die US-Kritiken fielen sehr mager aus, unter anderem wurde das Fehlen großer Spannungsmomente bemängelt sowie die unausgefeilte Logik der von Niccol erdachten fiktionalen Zukunft. In Deutschland war der Kritikertenor etwas besser, aber weiterhin durchwachsen, wobei auch hier die innere Logik des Films ins Kreuzfeuer geriet.

Trotzdem reichte es an den hiesigen Kinokassen für 1,02 Millionen verkaufte Tickets, was einen respektablen 33. Rang in den Jahrescharts bedeutete – der Kritikerliebling und US-Hit «Brautalarm» oder auch «X-Men – Erste Entscheidung» schnitten wesentlich schwächer ab. Generell lief es abseits des US-Markts akzeptabel für «In Time – Deine Zeit läuft ab». International kamen 136,41 Millionen Dollar zusammen, was bei einem Budget von 40 Millionen Dollar nicht völlig zu verachten ist. In Nordamerika allerdings floppte «In Time – Deine Zeit läuft ab» mit einem Einspielergebnis von gerade einmal 37,52 Millionen Dollar, was zu einem Gesamteinspiel von 173,93 Millionen Dollar führte.

Im deutschen Free-TV kann «In Time – Deine Zeit läuft ab» unterdessen nicht über mangelndes Publikumsinteresse klagen. Die Free-TV-Premiere erreichte bei ProSieben am 20. April 2014 zur besten Sendezeit 2,57 Millionen Fernsehende. Darunter befanden sich 1,60 Millionen Umworbene. Dies resultierte in starke 8,8 Prozent Marktanteil insgesamt sowie in sehr gute 14,8 Prozent bei den Werberelevanten. Eine erneute Ausstrahlung am Folgetag kam ab 18.10 Uhr ebenfalls überdurchschnittlich gut an: Zu Buche standen 6,4 und 13,1 Prozent Marktanteil. Die Reichweite belief sich auf 1,56 respektive 1,15 Millionen Filmfans.

ProSieben zeigt «In Time – Deine Zeit läuft ab» am 11. Januar 2015 erneut zur besten Sendezeit.

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