Sportcheck

Bundesliga-Spitzenduell erzielt fabelhafte Reichweite

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Der Schlagabtausch zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München war bei Sky gern gesehen. Unterdessen überzeugte Handball bei Sport1, bei Darts besteht Nachholbedarf.

Sporthighlights der kommenden Woche

  • Dienstag, ab 20.15 Uhr: Fußball, DFB-Pokal. FC St. Pauli vs. Borussia Dortmund (Anpfiff um 20.30 Uhr, live im Ersten und auf Sky)
  • Mittwoch, ab 20 Uhr: Handball EM-Qualifikation. Deutschland vs. Finnland (live bei Sport1)
  • Mittwoch, ab 20.15 Uhr: Fußball, DFB-Pokal. Hamburger SV vs. FC Bayern München (Anpfiff um 20.30 Uhr, live im Ersten und auf Sky)
  • Donnerstag, ab 20.10 Uhr: Basketball-Euroleague. ALBA Berlin vs. Tel Aviv (live bei Sport1)
  • Samstag, 18.30 Uhr: Fußball-Bundesliga. FC Bayern München vs. Borussia Dortmund (live bei Sky)
  • Sonntag, ab 17.30 Uhr: Eishockey, DEL. Eisbären Berlin vs. EHC München (live bei ServusTV)
  • Sonntag, 20.55 Uhr: Formel 1 - Großer Preis der USA, das Rennen (live bei RTL und auf Sky)
So mancher Beobachter der Fußball-Bundesliga am Sonntag fühlte sich an die 70er Jahre zurückerinnert, als Borussia Mönchengladbach noch im großen Fußballgeschäft mitmischte. Bis in die Europa League hat es das Team von Lucien Favre in dieser Saison zumindest erneut geschafft, wo die Elf vom Niederrhein erst am Donnerstag mit einem Kantersieg überzeugte. Pünktlich zum Traditionsduell mit dem FC Bayern München stiegen die Gladbacher bis auf Rang zwei auf, um das Sonntagsspiel zum Top-Duell werden zu lassen. Als solch ein großes Aufeinandertreffen nahmen es auch die meisten Sky-Abonnenten wahr, denn diese bescherten dem Bezahlsender eine der höchsten Einzelspielreichweiten der Vergangenheit: 1,37 Millionen Fußball-Fans hingen vor den Bildschirmen und verfolgten eine Partie auf Augenhöhe. Beim Spiel, bei dem Borussia Mönchengladbach nur Dank der Paraden von Manuel Neuer nicht die Sensation gelang, schauten insgesamt 5,8 Prozent zu. Die 14- bis 49-Jährigen waren sogar mit fantastischen 8,8 Prozent vertreten.

Zur Diskussionsrunde lud sich Sky-Moderator Patrick Wasserziehr im Anschluss ab 19.30 Uhr mit Oliver Kahn, Lothar Matthäus, Ewald Lienen und Walter M. Straten eine gewichtige Expertenrunde ins «Sky 90»-Studio ein. Die Sehbeteiligungen im Rahmen des Fußball-Talks zeigten jedoch, dass die Sky-Zuschauer vorwiegend die Live-Partie im Vorfeld interessierte. Lediglich 120.000 Menschen blieben im Schnitt dran, wobei man dem Format zugutehalten muss, das es bei einer Laufzeit von fast 90 Minuten auch teilweise gegen beliebte Primetime-Programmierungen lief. Immerhin 0,4 Prozent bei allen und 0,6 Prozent bei den Jüngeren standen im Zuge des Formats zu Buche.

Während das Sonntagabendspiel eigentlich das Spitzenduell des Bundesliga-Wochenendes darstellte, erhielt wie gewohnt der Schlagabtausch am Samstagabend die Bezeichnung „Top-Spiel“. Auch hier prallten mit Bayer Leverkusen und dem FC Schalke 04 zwei Großkaliber des deutschen Fußballs aufeinander. Mit dem Duell einen Tag darauf konnten die beiden Vereine aus Nordrhein-Westfalen jedoch nicht mithalten. 670.000 Personen schalteten zur Liveübertragung und sahen, wie überlegene Leverkusener das Match durch einen Calhanoglu-Freistoß für sich entschieden. Daraus resultierten Quoten von 2,8 Prozent insgesamt und 3,7 Prozent in der Zielgruppe.

Der Sieg der Werkself fand natürlich auch im «aktuellen Sportstudio» Erwähnung, genauso wie Zusammenfassungen der jüngsten BVB-Niederlage oder Real Madrids El Clásico-Sieg gegen den FC Barcelona. Statt eines Gasts aus dem Fußball lud sich Moderator Jochen Breyer diesmal den Skirennläufer Felix Neureuther ins Studio ein. Das Interview, die Einspieler sowie das obligatorische Torwandschießen erlebten im Schnitt 2,19 Millionen Zuschauer mit. Damit lag das Kult-Sportformat bei den Zuschauern ab Drei mit 11,5 Prozent unter dem Senderschnitt. Überdurchschnittliche Werte standen immerhin bei den Werberelevanten fest, die mit 7,5 Prozent vertreten waren.

Ein Spitzenspiel hatte auch Sport1 zu bieten, allerdings nicht aus dem Fußball, sondern im Rahmen der Handball-Bundesliga. Mit den Rhein-Neckar Löwen und THW Kiel traf der erste auf den zweiten sowie gleichzeitig der Titelverteidiger auf den Vizemeister. Die Zebras ergatterten im Finale der Vorsaison die Meisterschaft gegen das Team aus dem Kraichgau, weshalb die Löwen auf eine Revanche sannen. Sport1 übertrug am Samstag ab 16 Uhr das brisante Duell live. Für die Free-TV-Übertragung entschieden sich insgesamt 210.000 Menschen. Letzten Endes gewann Kiel knapp mit 29:28 und zog so mit dem Tabellenführer gleich. Sehenswerte 1,4 Prozent aller Fernsehenden fieberten mit, beim jungen Publikum lag die Sport-Programmierung trotz aller Brisanz mit 1,0 Prozent nur leicht über der Sendernorm.

Auch auf Darts setzt Sport1 nun schon viele Jahre, wobei die Übertragungen der Dartsport-Veranstaltungen bereits oft bewiesen, quotentechnisch mit den großen Sportarten mithalten zu können. Die Primetime-Programmierung der European Darts Championship setzte sich ab 20.15 Uhr jedoch nicht gegen die große Konkurrenz im Privatfernsehen durch. Die rund 90-minütige Sendung lockte 190.000 Menschen an, die für einen Gesamtmarktanteil von 0,6 Prozent sorgten. Zum Halbfinale und Finale des Darts-Wettbewerbs blieben im Schnitt 0,5 Prozent der für die Werbewirtschaft wichtigen Zuschauer dran.

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