Quotencheck

«TV total»

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Auch im aktuellen Jahr war Stefan Raab kein Garant für hohe Quoten mehr, wenngleich er vereinzelt gute Werte einfahren konnte.

Seit über zehn Jahren ist Stefan Raab mit seiner Late-Night-Show «TV total» aus dem ProSieben-Programm nicht mehr wegzudenken. Dass die Sendung durch die lange Laufzeit an erheblichen Abnutzungserscheinungen leidet, zeigen die aktuellen Werte vom Beginn des Jahres bis zum Anfang der aktuellen Sommerpause.

Gleich im Januar lieferte die Sendung die schlechtesten Werte im besagten Zeitraum ab. Am 19. Januar schalteten insgesamt nur 0,57 Millionen Zuschauer ein und erreichten einen dürftigen Marktanteil von 3,9 Prozent. Diese Werten wurden bereits zwei Tage später noch einmal unterboten, als der Negativrekord mit nur noch 0,52 Millionen Gesamtzuschauern und damit lediglich 3,8 Prozent aufgestellt wurde. Auch in der Zielgruppe lief es für das Format in keiner anderen Woche so schlecht. An jenem Montag sahen nur 0,41 Millionen werberelevante Zuschauer zu und bildeten damit einen enttäuschenden Marktanteil von 6,1 Prozent. Da auch die restlichen drei Ausgaben schlecht liefen, kletterte der Wochenmarktanteil in der Zielgruppe nicht über schwache 7,9 Prozent hinaus.

Schon in der kommenden Woche erholten sich die Werte leicht, blieben aber meist unter dem Senderschnitt. Der Wochendurchschnitt kletterte dennoch auf 9,6 Prozent und näherte sich dicht an die Zweistelligkeit an. Zu verdanken war dieser Sprung hauptsächlich der Episode vom 27. Januar 2009, bei der 0,70 Millionen junge Menschen einen Marktanteil von überdurchschnittlichen 12,8 Prozent erzeugten.

Ein Garant für erfreuliche Quoten waren stets die Pokerabende im Rahmen der Sendung. Dies sollte sich auch zu Beginn des Jahres nicht ändern als Gastgeber Stefan Raab am Dienstag, den 03. Februar 2009, zu einer weiteren Runde einlud. An diesem Abend konnte die Sendung zum einzigen Mal im Beobachtungszeitraum mit 1,16 Millionen Zuschauern die Eine-Million-Grenze bei den Gesamtzuschauern überschreiten. Der Marktanteil kletterte auf tolle 8,0 Prozent. In der Zielgruppe waren stolze 0,88 Millionen junge Zuschauer dabei, die an diesem Abend den Höchstwert im besagten Intervall bedeuteten. Wegen der dreistündigen Laufzeit erreichte der Marktanteil ordentliche 13,4 Prozent. Trotzdem blieb der Wochendurchschnitt mit 9,8 Prozent noch immer in einstelligen Bereich.
Dies sollte sich erst in der Woche vom 16. bis 19. Februar ändern, als das Wochenmittel immerhin 10,6 Prozent betrug, aber weiterhin unter dem Senderschnitt verharrte. Dieser Sprung konnte erst Anfang März mit der Jubiläumswoche anlässlich des zehnten Geburtstages der Show gelingen. Dabei generierten drei der vier Highlight-Folgen Zielgruppen-Marktanteile von über zehn Prozent. Den Höhepunkt bildete dabei die Donnerstagsausgabe, die stolze 14,0 Prozent erzielen konnte. An diesem Abend lief es auch bei den Gesamtzuschauern ungewöhnlich gut, denn mit 0,97 Millionen Zuschauern stellte die Folge mit 9,6 Prozent den höchsten Gesamtmarktanteil im bisherigen Jahr auf.

Ab Mitte April konnten sich die Wochendurchschnitte in der werberelevanten Zielgruppe durchweg im zweistelligen Bereich halten. Ab Anfang Mai lagen diese sogar über dem aktuellen Schnitt von ProSieben. In der Woche vom 04. bis 07. Mai 2009 stieg dieser sogar auf 12,0 Prozent an und bildete damit den aktuellen Höchstwert.

Dank des erfolgreichen Halbfinales von «Germany’s Next Topmodels» am 19. Mai 2009 im Vorprogramm konnte Stefan Raab mit seiner Sendung kurz vor der Sommerpause noch einmal 0,83 Millionen junge Fans zum Dranbleiben bewegen und so mit 15,4 Prozent den höchsten Marktanteil in diesem Jahr erobern. Die letzte Folge, die am 28. Mai 2009, zu sehen war, erreichte 11,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.

Vom einstigen Erfolgsformat «TV total» ist langsam aber sicher der Lack ab. Im aktuellen Fernsehjahr kam die Show nur noch auf einen Gesamtzuschauerschnitt von 0,71 Millionen und einen durchschnittlichen Marktanteil von 6,0 Prozent. In der Zielgruppe interessierten sich im Schnitt nur 0,57 Millionen werberelevante Zuschauer für die Späße von Stefan Raab und erzeugten damit einen unterdurchschnittlichen Marktanteil von 10,2 Prozent. Insgesamt schafften seit Beginn des Jahres nur rund 40 Prozent aller Sendungen den Sprung in die zweistelligen Zielgruppenmarktanteile, von denen jedoch weniger als die Hälfte auch den Senderschnitt knackte.

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