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Dank Spahn? ARD gewinnt (Archiv-)Material-Schlacht

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ZDF und Das Erste hauten sich gestern konfrontativ alte Krimi-Schinken um die Ohren. Zuvor sendeten beide Specials zum Spahn-Rücktritt - offenbar mit besserem Timing bei ARD.

Am Abend vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer herrschte in den Programmen der TV-Stationen praktisch Ruhe vor dem Sturm. Diese Formulierung kann wirklich sinnbildlich gelten, denn Bewegung mit neuem Stoff war auf breiter Ebene trotzdem nicht zu beobachten. Stattdessen kam eine (Archiv-)Material-Schlacht zwischen ARD und ZDF auf, die sich konfrontativ alte Krimi-Ware um die Ohren hauten. In der ersten Viertelstunde der Primetime hatte das Erste zunächst einen «Brennpunkt» zum Rücktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn gefahren.

Doch zunächst zum Krimi-Duell um 20.30 Uhr: Als Gewinner hervorgegangen aus dieser Schlacht am gestrigen Samstag, den 18. Juli ist das Erste: Denn dort sahen den «Mordlichter»-Re-Run trotzdem noch einmal respektable 3,06 Millionen Leute des Gesamtpublikums und beförderten einen klar guten Anteil von 17,7 Prozent zur Anstalt. Das bedeutete den ersten Rang insgesamt vor «Wilsberg», obwohl man nicht über vier, oder gar fünf Millionen kam. Annehmbar die Lage bei den Jüngeren, die zu 7,3 Prozent (0,16 Millionen) den Film wählten.

Im Vergleich zum vorher gezeigten «Brennpunkt: Jens Spahn tritt zurück» wurden damit ein paar Rückgänge markiert: Die Sondersendung schnitt am Gesamtmarkt mit 23,6 Prozent (3,91 Millionen) wie 19,7 Prozent (0,41 Millionen) bei den Jüngeren stark ab, womit man klar führend war in beiden Altersgruppen. Es besteht also die theoretische Möglichkeit, dass der ARD-Krimi das Nachsehen gehabt hätte, wenn der Brennpunkt nicht den starken Vorlauf geliefert hätte.

Ab 22.00 Uhr kam es zu einer Nachrichten-Ausstrahlung der «Tagesthemen»: Der Marktanteil sank ein Stück auf noch solide 14,4 Prozent (2,48 Millionen), während sich bei den Jüngeren sogar wieder verbesserte 0,25 Millionen Personen beziehungsweise lobenswerte 10,0 Prozent ergaben. Danach kam eine «Donna Leon»-Wiederholung auf mäßige 11,7 Prozent gesamt und 5,6 Prozent der Jüngeren. Verantwortlich waren dafür 1,65 sprich 0,14 Millionen.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/173730
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