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ZDF zeigt ungewöhnliche Helfer bei der Verbrechensbekämpfung

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Die «plan b»-Dokumentation zeigt, wie Ermittler auf Freiwillige, Wissenschaft und moderne Technik setzen, um Verbrechen aufzuklären.

Die Polizei steht vor immer größeren Herausforderungen: Personalmangel, komplexe Ermittlungen und neue Formen der Kriminalität erschweren vielerorts die Arbeit. Die ZDF-Reihe «plan b» widmet sich deshalb am Sonntag, 2. August, um 15.30 Uhr ungewöhnlichen Ansätzen der Verbrechensbekämpfung. In der Dokumentation „Verstärkung für die Polizei – Die neuen Fahnder“ von Saskia Weinert und Lisa-Marie Riedmiller geht es um Menschen und Technologien, die Ermittler bei ihrer Arbeit unterstützen.

Ein Beispiel führt in die niederländische Stadt Oss. Dort beschäftigt ein ungelöster Mordfall die Behörden bereits seit 13 Jahren. Der ehemalige Polizist Peter de Kock hat deshalb das Recherchekollektiv Bureau Dupin gegründet. Gemeinsam mit zahlreichen Freiwilligen untersucht er Cold Cases in seiner Freizeit. Die Hobby-Ermittler investieren hunderte Stunden in Recherchen und hoffen, neue Spuren zu finden, die den offiziellen Ermittlungen bislang entgangen sind. Im aktuellen Fall glauben sie, eine Person identifiziert zu haben, die wichtige Hinweise zum Verbrechen liefern könnte.

Auch die Wissenschaft spielt bei modernen Ermittlungen eine immer größere Rolle. Die Frankfurter Forensikerin Dr. Lena Lutz setzt auf Insekten als Zeugen. Fliegen und Larven können wichtige Hinweise zum Todeszeitpunkt liefern und helfen, Verbrechen selbst Jahre später noch besser zu rekonstruieren. Mit ihrem Projekt MaDE möchte die Expertin dafür sorgen, dass diese bislang selten genutzte Methode häufiger in Ermittlungen einbezogen wird. Die Dokumentation begleitet sie bei der Arbeit an einem Leichenfundort im Frankfurter Stadtwald.

Ein weiterer Blick führt nach Großbritannien. In der Grafschaft Wiltshire unterstützen ehrenamtliche Reiter die Polizei bei ihren Streifenfahrten. Vater und Tochter Jerry und Emma Watkins patrouillieren regelmäßig auf ihren Pferden durch die ländliche Region und melden verdächtige Beobachtungen per App an die Behörden. Die Freiwilligen helfen dabei, Wilderei, Müllablagerungen, Diebstähle oder Vandalismus schneller zu entdecken und an die Polizei weiterzugeben.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Dokumentation mit den Möglichkeiten moderner Smart-Home-Technik. Professor Felix Büsching von der Ostfalia Hochschule untersucht, wie Geräte wie Staubsaugerroboter, Stromzähler oder Thermostate Ermittlern künftig wertvolle Daten liefern könnten. Bewegungsprofile, geöffnete Fenster oder Aufenthaltszeiten in einzelnen Räumen könnten dabei helfen, Einbrüche und andere Straftaten genauer zu rekonstruieren. Die «plan b»-Reportage zeigt damit eindrucksvoll, wie vielfältig die Unterstützung geworden ist, auf die Polizeibehörden heute zurückgreifen können.

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