Wirtschaft

Banijay und All3Media planen Mega-Fusion

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Die Produktionsriesen Banijay und All3Media wollen fusionieren und damit eine neue, milliardenschwere Produktionsgruppe schaffen.

Die beiden Unternehmen Banijay und All3Media haben eine Vereinbarung getroffen, um ihre Geschäfte zusammenzuführen. Das neue Unternehmen soll weiterhin den Namen Banijay tragen und künftig jeweils zur Hälfte Banijay Group sowie RedBird IMI gehören, das All3Media erst 2024 übernommen hatte. Nach Abschluss der Transaktion – der für den Herbst erwartet wird – soll Banijay-Entertainment-Chef Marco Bassetti die neue Gruppe als CEO führen, während All3Media-Chefin Jane Turton die Rolle der stellvertretenden CEO übernimmt. Jeff Zucker, CEO von RedBird IMI, wird Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Die fusionierte Gruppe käme auf einen geschätzten Jahresumsatz von rund 6,65 Milliarden Dollar (auf Basis der Zahlen von 2024) und würde damit zu einem der größten unabhängigen Produktionskonzerne weltweit aufsteigen. Ziel der Zusammenlegung ist es, im zunehmend konsolidierten internationalen Medienmarkt mehr Größe und Verhandlungsmacht zu erreichen.

Beide Unternehmen verfügen über umfangreiche Produktionsnetzwerke. Banijay betreibt mehr als 130 Produktionsfirmen in 25 Ländern und steht hinter Formaten und Serien wie «Big Brother», «MasterChef», «Survivor», «Black Mirror» und «Peaky Blinders». All3Media wiederum besitzt über 40 Produktionslabels, darunter Studio Lambert («The Traitors», «Squid Game: The Challenge»), Two Brothers («The Tourist») und Neal Street, das derzeit die geplanten Beatles-Biopics von Sam Mendes für Sony produziert. Auch die Rechtebibliotheken gehören zu den größten der Branche: Banijay Rights umfasst rund 220.000 Programmstunden, während All3Media International etwa 35.000 Stunden verwaltet. Mit der geplanten Fusion positioniert sich Banijay stärker im globalen Wettbewerb, der durch zunehmende Konsolidierung im Medien- und Streamingmarkt geprägt ist.

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