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Regisseurin Lai Yuqing mit nur 23 Jahren gestorben

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Die chinesische Filmemacherin Lai Yuqing, die mit dem queeren Liebesdrama «Whisperings of the Moon» international auf sich aufmerksam machte, ist tot.

Die Autorin und Regisseurin von «Whisperings of the Moon», Lai Yuqing, ist Ende Dezember in Phnom Penh, Kambodscha, verstorben. Das teilten die Produktionsfirmen Nimbus Films und Inwave Films in einem gemeinsamen Statement mit. Darin heißt es: „Wir sind zutiefst traurig, mitteilen zu müssen, dass die Filmemacherin Lai Yuqing, Autorin und Regisseurin von «Whisperings of the Moon», mit der wir das Privileg hatten zu arbeiten, im Alter von 23 Jahren von uns gegangen ist.“

Nach Angaben der beteiligten Firmen kam Yuqing am 30. Dezember 2025 bei einem Vorfall ums Leben, dessen Umstände derzeit noch untersucht werden. Ihre Familie befinde sich in Phnom Penh, um die Beisetzung vorzubereiten und eng mit den lokalen Behörden zusammenzuarbeiten. Weitere Details seien bislang nicht veröffentlicht worden, eine offizielle Stellungnahme der Familie solle nach Abschluss der Ermittlungen folgen.

Geboren in Tianjin, China, studierte Lai Yuqing in New York, Los Angeles und Toronto. Ihr Langfilmdebüt «Whisperings of the Moon» spielt in Phnom Penh und erzählt die Geschichte einer Theaterdarstellerin, die nach dem Tod ihres Vaters in ihre Heimat zurückkehrt und dort einer früheren Geliebten wiederbegegnet. Der Film beschreibt eine leise, melancholische Beziehung, geprägt von Erinnerung, Performance und gesellschaftlichen Zwängen. Zuvor hatte Yuqing bereits die Kurzfilme «Two Suns» und «Love Is a Book» realisiert, letzterer diente als inhaltliche Grundlage für ihr Spielfilmdebüt.

«Whisperings of the Moon» wurde als internationale Koproduktion realisiert und 2025 beim Busan International Film Festival gezeigt. In ihrem Nachruf würdigten Nimbus Films und Inwave Films Yuqings künstlerische Handschrift: „Ihr Talent lebt in ihren Bildern weiter, in der Art, wie sie die Welt betrachtete – mit seltener Sensibilität und Ehrlichkeit.“ Weiter heißt es: „Eine einzigartige Stimme begann gerade erst, sich zu entfalten.“

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