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‚Also gut, das war’s‘: Keine Fortsetzung für den «Tatortreiniger»

von   |  1 Kommentar

Erfinderin Mizzi Meyer nannte diese Entscheidung „traurig, aber richtig“.

Das passiert in den Folgen

  • Die Episode "Der Kopf" erzählt von einer Welt, die noch niemand betreten hat: Schotty muss in der Wohnung eines Komapatienten putzen und findet sich auf einmal in dessen Gehirn wieder.
  • In "Currywurst" putzt Schotty in einer Kunstgalerie, wo er Einblick in die Welt der Kunst, des Geldes und der Wertigkeit der Dinge an sich bekommt.
  • "Rebellen": Auf den ersten Blick entwickelt sich ein harmloses Gespräch, doch dann führen die merkwürdigen grauen Filzgleiter an den Füßen zu einem skurrilen Geschehen.
  • In "Einunddreißig" hat Schotty schon Mühe, die angegebene Adresse zu finden. Und dann begegnet er plötzlich Menschen, die er aus früheren Jobs kennt. Aber kennen die ihn noch?
Abschied nehmen heißt es in der kommenden Woche: Wenn der NDR am Mittwoch kommender Woche, also am 19. Dezember, die 31. Episode der vielfach prämierten Serie «Der Tatortreiniger» mit Bjarne Mädel ausstrahlt (sie heißt lustigerweise „Einunddreißig“), dann endet eine kleine TV-Ära. In Hamburg gaben die Verantwortlichen nun bekannt, dass keine weitere Staffel produziert werden soll. Diese Entscheidung geht auf Drehbuchautorin Mizzi Meyer zurück. Sie nannte sie „traurig, aber richtig“. „Aufhörn, wenn's am Schönsten ist. Glaub mir, es ist am besten so. Du bist ein toller Kerl und Du hast einen würdevollen Abschied verdient“, sagte sie in Richtung Hauptfigur Schotty.

Auch Heiko-Schotte-Darsteller Bjarne Mädel zeigte sich am Abend durchaus etwas geknickt. Er vermisse Schotty jetzt schon wie einen normalen Menschen, mit dem er acht Jahre lang befreundet und extrem vertraut gewesen sei. „Die Entscheidung, uns nun von Schotty zu verabschieden, fällt uns nicht leicht, und ich persönlich hätte gern noch die eine oder andere Sauerei weggemacht. Aber ich respektiere die künstlerische Konsequenz meiner Autorin Mizzi Meyer und meines Regisseurs Arne Feldhusen“, sagte Mädel.

NDR-Intendant Lutz Marmor nannte die Serie «Der Tatortreiniger» „ein Geschenk“. Und weiter: „Alle Bemühungen, sie vom Gegenteil zu überzeugen, waren leider erfolglos. Ich respektiere diese Entscheidung.“ Warum fiel die Entscheidung? Wie Beteiligten erklärten, sie fürchteten, sich künftig schlicht zu wiederholen. Mädel nannte jede einzelne entstandene Episode „ein kleines Kunstwerk“. Schon zuletzt habe Mizzy Meyer immer mehr Zeit gebraucht, um entsprechende Geschichten zu (er)finden. Irgendwann stünde schlicht auch der Zeitaufwand in keinerlei Relation mehr.

Die neue Staffel der Serie startet am 18. Dezember um 22 Uhr. Es laufen dann zwei Episoden – genau wie auch am Tag darauf.

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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
Vittel
11.12.2018 10:25 Uhr 1
Schade, aber absolut nachvollziehbar. Die einzelnen Folgen sind wahre Kleinode, das kann man nicht beliebig wiederholen.

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