Serientäter

Die zehn besten «Treehouse of Horror»-Episoden

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Die «Treehouse of Horror»-Specials gehören für viele «Die Simpsons»-Fans zu den jährlichen Höhepunkten der Trickserie – und diese zehn Episoden sind unsere Favoriten …

Platz 10: «Krieg der Welten» (US-Titel: «Treehouse of Horror XVII»)
Die Halloween-Folge aus dem Jahr 2006 beginnt auf ihrem Schwachpunkt: Homer wird in einer losen Parodie auf «Blob – Schrecken ohne Namen» immer hungriger und immer, immer fetter. Deutlich geistreicher ist da schon die zweite der drei obligatorischen Episodensegmente: In einer «Der Golem»-Parodie entdeckt Bart einen Golem (ach was?!), eine Figur aus der jüdischen Mythologie, die er mit Befehlen füttern kann. Auf diese mit Wortwitz bestückte Story folgt eine in Sepiatönen gehaltene, mit visuellen Gags, satirischen Seitenhieben und Situationskomik bestückte Parodie auf Orson Welles' «Krieg der Welten»-Hörspiel und die dazugehörige Massenpanik. Dieses Segment gehört zum gewitztesten der vergangenen zwölf Jahren «Die Simpsons».

Platz 9: «Der Tod kommt dreimal» (US-Titel: «Treehouse of Horror XIX»)
So schwach diese Folge auch beginnen mag – sie nimmt nach dem ersten Segment ordentlich Fahrt auf: Nach einer lahmen, ideenlosen «Transformers»-Parodie finden die «Simpsons»-Macher eine zynische, bissige Möglichkeit, «Mad Men» und unethische Werbemaßnahmen zu persiflieren. Und zum Abschluss der Folge gibt es eine ambitionierte, stilistisch vortreffliche Verneigung vor den «Peanuts»-Zeichentrickfilmen, in dem ein großer Kürbis durch Springfield wütet.

Platz 8: «Mörder, Zombies und Musik» (US-Titel: «Treehouse of Horror XX»)
Mit einer Erstausstrahlung im Jahr 2009 ist dies die neuste Folge in unserem Ranking: Zum Auftakt gibt es eine spannende Hitchcock-Persiflage in Grautönen, die aller Suspense zum Trotz den schlagfertigen «Simpsons»-Wortwitz bewahrt. Danach nimmt sich die Folge dem Zombiefilm-Hype der späten 2000er-Jahre an und zum Abschluss wird es hoch stilisiert, wenn in einem theatralen Look der Plot von «Sweeney Todd» auf den liebestollen Barkeeper Moe trifft. Hoch kreativ, bissig im Humor und dennoch spritzig präsentiert – wieso können nicht auch neuere Folgen so sein?

Platz 7: «Todesgrüße aus Springfield» (US-Titel: «Treehouse of Horror XIV»)
Anders als die «Treehouse of Horror»-Folgen aus den 1990er-Jahren ist dieses Halloween-Special, das seine US-Erstausstrahlung im November 2003 hatte, herzlich wenig daran interessiert, sein Publikum wenigstens ein Stück weit zu ängstigen. Stattdessen nimmt diese Folge ihren Status als nicht zum Kanon gehörende Sonderfolge und nutzt dies für wilden Schabernack, der in der normalen «Simpsons»-Welt nicht ginge: Homer tötet den Sensenmann, um sich für die erste Katze der Simpsons und JFK zu rächen. Professor Frink holt seinen Vater aus dem Reich der Toten zurück, der bei der Nobelpreisverleihung für mörderischen Tumult sorgt. Und Bart und Milhouse gelangen an eine Uhr, die die Zeit anhalten kann. Spritzig-bescheuert, aber niemals flach, ist diese «Treehouse of Horror»-Episode ein gekonntes Mittelding zwischen altmodischen und modernen «Simpsons»-Halloween-Folgen.

Platz 6: «Hugo, kleine Wesen und Kang» (US-Titel: «Treehouse of Horror VII»)
Die bislang einzige «Treehouse of Horror»-Folge, die ihre Deutschlandpremiere an Halloween feierte, geht einen völlig anderen Kurs als die meisten modernen Halloween-Specials der Serie. Während neue «Treehouse of Horror»-Folgen primär große Film- und Fernseherfolge parodieren, die international bekannt sind, besteht diese Episode aus einer Originalidee (Kang und Kodos unterwandern die US-Präsidentschaftswahl) und zwei Segmenten, bei denen sich die Geister scheiden: Laut den «Simpsons»-Machern wurden sie ohne konkrete Vorlage erdacht, jedoch gibt es sehr ähnliche, ältere Produktionen, die womöglich bewusst oder unbewusst als Inspiration dienten. So findet Bart heraus, dass er einen unheimlichen Zwilling hat («Basket Case»), und Lisa wird zur Gottheit einer Zivilisation in ihrer Petrischale («Twilight Zone: Der Mann, der Gott sein wollte»).

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