HBOs absurde Mystery-Comedy startet mit einer starken Idee und steigender Spannung, verliert sich jedoch zunehmend in ins Leere laufenden Nebensträngen.
Im Oktober 2025 präsentierte der Pay-TV-Sender HBO seine neue Serie «The Chair Company» von Tim Robinson und Zach Kanin. Robinson und Kanin waren in den 2010er-Jahren bei «Saturday Night Live» aktiv und haben die neue Serie gemeinsam geschrieben. Die Serie wirkt von Beginn an absurd: Ron Trosper ist bei Fisher Robay, einem Immobilienentwicklungsunternehmen, zum Leiter eines neuen Einkaufszentrumsprojekts befördert worden. Bei einer Firmenpräsentation setzt er sich auf einen Stuhl – doch dieser bricht auf der Bühne zusammen.
Die zweite Folge steigt nicht mit der Auflösung ein, sondern beginnt zunächst mit einem Gespräch zwischen Ron und seiner Tochter Natalie (Sophia Lillis). Sie möchte, dass Ron die Familie von Tara (Grace Reiter) davon überzeugt, die Hochzeitslocation zu wechseln. Dieser Plotteil ist zwar für die Gesamthandlung nicht entscheidend, erhöht jedoch die Spannung auf die eigentliche Auflösung. Denn beim Angriff auf dem Parkplatz schnappte sich Ron das Hemd seines Angreifers und verfolgt dessen Marke zurück zu einem Laden namens Tamblays. Über einen weggeworfenen Lebensmittelbehälter stößt Ron schließlich auf ein Café, wo er Mike Santini (Joseph Tudisco) begegnet – seinem Angreifer. Die beiden raufen sich, entscheiden sich am Ende jedoch zur Zusammenarbeit, da Mike knapp bei Kasse ist.
«The Chair Company» dient als modernes Rätsel, wenngleich die Situationen zunehmend absurder werden. So besucht Ron seinen Kollegen Mike in dessen Wohnung, in der dauerhaft ein vulgärer, absurder Podcast läuft (im Original gesprochen von Conner O’Malley und Andrew Fitzgerald). Zudem wird ein Arbeitskollege von Ron mehrere Tage vermisst, nachdem dessen Kühlschrank auf ihn gestürzt ist. Gerade die Szenen bei Fisher Robay sind zwar inhaltlich witzig, doch viele dieser Nebenplots bleiben nichtig und führen ins Leere – was schade ist.
Das Team aus Ron, Mike und Steven verfolgt seine Spur, die jedoch nie in einer echten Sackgasse endet. Zunächst findet Steven den angeblichen Finanzchef von Tecca, anschließend besuchen sie einen Schauspielkurs, in dem sie auf einen weiteren Beteiligten stoßen. Über eine Immobilienauskunft ergeben sich neue Informationen. Schließlich betritt Ron ein Regierungsgebäude in Delaware City und kann aufgrund eines Festes auf dem Vorplatz unbehelligt eindringen. Auf der Flucht vor einem Polizisten gerät er in einen Raum, der vollständig mit Tecca-Stühlen gefüllt ist.

• The Chair Company • Saturday Night Live
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Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
28.01.2026 12:42 Uhr 3
Äußere mich ja nur noch selten, aber wenn nicht einmal die geringsten Standards eingehalten werden, als wenn man die Leser absichtlich ärgern will, dann macht mich das eben wütend, ob der vollkommenen Ignoranz und Inkompetenz.
28.01.2026 15:03 Uhr 4
Eher eine Glatze, wenn er sich hier ständig die Haare raufen muss.
28.01.2026 15:34 Uhr 5