Der Vorabend des Ersten Deutschen Fernsehens ist vor allem dank des Quiz-Sendeplatzes um 18 Uhr längst keine Todeszone mehr. Zu etwas späterer Stunde fällt das Bild deutlich gemischter aus: Vielerorts hat man auch hier mittlerweile relativ schmackhafte Menüs zaubern können, an mancher Stelle dagegen hapert es auch weiterhin.
Die jüngere Erfolgsgeschichte des Ersten Deutschen Fernsehens ist mittlerweile bekannt: Über einige Jahre hinweg kam der öffentlich-rechtliche Sender am Vorabend auf keinerlei grünen Zweig, da er zu lange das längst totgerittene Pferd «Verbotene Liebe» anzupeitschen versuchte und sich auch im Bezug auf die nicht mehrheitsfähigen Schmunzelkrimis um 18:50 Uhr uneinsichtig zeigte. Dann kam das «Quizduell» zunächst als Sommer-Event und ab 2015 dann schließlich in regelmäßiger Ausstrahlung um 18 Uhr zum Zuge und verbesserte die mickrigen Quoten kontinuierlich - was im Anschluss daran auch den beiden weiteren Quizshows «Gefragt - Gejagt» und «Wer weiß denn sowas?» gelang. Während besagter Slot als vollständig konsolidiert bezeichnet werden darf, sieht es im Anschluss daran bei weitem noch immer nicht vollständig rosig aus.
Auf ähnlichem Niveau rangierte zuletzt der «In aller Freundschaft»-Ableger «Die jungen Ärzte»: Seit vergangener Woche laufen hier wieder neue Folgen, was sich spürbar auf die Quote auswirkte. Nach zuletzt meist nur rund acht Prozent lag man nun mit 9,9 und 10,2 Prozent wieder auf einem deutlich respektableren Niveau, das bereits zuvor der Regelfall war - an guten Tagen erklomm man soeben die Zweistelligkeit, an weniger guten verpasste man eben jene um Haaresbreite. Ein Problem der Serie bleibt jedoch der Zuspruch des jüngeren Publikums, denn junge Ärzte alleine gehen offensichtlich noch längst nicht mit jungen Zuschauern einher. Nur selten gelang es hier, zumindest um die fünf Prozent zu generieren, mit in der Regel nur rund vier Prozent dürften die ARD-Verantwortlichen zumindest ein wenig hadern.
Wer blühende Quoten-Landschaften sehen möchte, sollte derzeit nicht auf die Werte am Dienstag und Mittwoch blicken. Seit Anfang August sorgt in der Wochenmitte «München 7» für verlässlich miese Werte von im Durchschnitt unter anderthalb Millionen Zuschauern und gerade einmal etwa sieben Prozent Marktanteil. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es zuletzt ziemlich desolat, hier standen nur rund drei Prozent zu Buche. «Ein Fall von Liebe» weiß dies allerdings noch im negativen Sinne zu toppen: Mit im Regelfall gerade einmal gut einer Million Zuschauer gingen hier seit Anfang Juni durchweg desolate Zahlen in Höhe von nur 5,3 bis 7,7 Prozent einher, bei den Jüngeren hatte man zuletzt sogar die Marke von zwei Prozent unterschritten.

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