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Schlägt Henssler den Raab? Der Vergleich

von   |  1 Kommentar

Vor dem Start von «Schlag den Henssler» machen wir den großen Vergleich: Wer ist der größere Siegertyp? Wer ist sportlicher? Welche Rolle spielt der Star-Faktor? Eine Bestandsaufnahme.

Siegermentalität
Wenn Stefan Raab eines auszeichnet, dann ist es sein unbändiger Ehrgeiz. Diesen bewies er nicht nur generell bei seiner Fernsehkarriere als gnadenloser Innovator, sondern auch im Mikrokosmos «Schlag den Raab»: Nie gab er ein Spiel verloren, er kämpfte bis zum Umfallen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einem Radsturz zog sich Raab einen Jochbeinbruch zu, spielte aber trotzdem bis zum Ende weiter. Einmal wurde «Schlag den Raab mit links» gespielt – weil Raab sich die Hand verletzt hatte. Gnadenlosen Ehrgeiz zeichnet auch Steffen Henssler aus, der sich immer wieder selbst anfeuern und motivieren kann. Psychotricks gegen seine Widersacher gehören für ihn zum Spiel, wenn es mal nicht so läuft – genau wie bei Raab. Die Gewinnermentalität zeigt sich auch in der Siegquote, die die beiden Entertainer in ihren Shows vorweisen können: Henssler gewann rund drei Viertel der Sendungen von «Grill den Henssler», Raab siegte in rund 70 Prozent seiner Duelle.

Antizipationsfähigkeit
Eine große Stärke von Stefan Raab war es, sich blitzschnell auf neue Situationen einlassen zu können und Abläufe zu verinnerlichen. Dies hat ihm besonders bei ungewöhnlichen Sport- und Rennspielen geholfen. Beispielsweise hat Raab meistens schneller bestimmte Fahrweisen eines Gefährts erlernt und konnte entsprechende Spiele für sich entscheiden. Zumindest in seinem eigenen Metier hat auch Steffen Henssler bereits eine starke Anpassungsfähigkeit bewiesen: In «Grill den Henssler» musste er immer wieder schnell improvisieren, um aus den verschiedensten Zutaten ein gutes Gericht zu kochen. Ähnliches gilt für die sogenannten Küchen-Competitions, die als Minispiele mit Kochen nur wenig zu tun hatten. Sie sollten den Promis etwas bessere Chancen beim Gesamtsieg verschaffen – doch auch hier triumphierte Henssler oftmals.

Sportlichkeit
Mit 44 Jahren ist Steffen Henssler rund sechs Jahre jünger als Stefan Raab, der angesichts seiner Statur durchaus eine bessere Fitness-Figur machen könnte als die „Killerplauze“ Raab. Gleichzeitig bringt Henssler größtmögliche Ausdauer und Stressresistenz mit: Als Spitzenkoch steht man in der Küche unter Dauerdruck und muss Flexibilität beweisen. Für seine Dokumentation «Die Köche und die Sterne» vergleicht Filmemacher Lutz Hachmeister diese Köche mit Hochleistungssportlern. „Da sind überwiegend Jungs, 20-25-Jährige, von denen man denkt, die kommen gerade aus dem Fitnessclub,“ erklärte er einmal. Auch Stefan Raab bewies bei seinen Sportevents immer wieder (überraschend), dass mit ihm als Sportsmann zu rechnen ist. In Sachen Fitness wird Steffen Henssler wohl trotzdem eine bessere Figur machen als Raab zuletzt.

Wissen
Die große Unbekannte: Wie fit ist Steffen Henssler in puncto Allgemein- und Popkultur-Wissen? Stefan Raab besaß bei den Wissensspielen oft grundsätzliche Vorteile: Das in fast jeder Show gespielte „Blamieren oder Kassieren“ spielte Raab ohnehin jede Woche bei «TV Total» und war geübt. Gleichzeitig blieb Raab durch seine Late-Night-Show über tagesaktuelle Geschehnisse und Schlagzeilen sowieso auf dem Laufenden. Außerdem ist er vielfältig interessiert, so zum Beispiel an der Politik. Wie gut Steffen Henssler hier punkten kann, wird eine der großen Fragen zum Showstart sein. Fakt ist nur: Ohne den Gewinn von Wissensspielen wird es schwer, ganze Duelle für sich zu entscheiden.

Star-Faktor
In die imaginären Fußstapfen des großen Stefan Raab zu treten ist auch ein bisschen größenwahnsinnig. Der Star-Faktor ist in dreierlei Hinsicht bei diesem Format entscheidend: Erstens ist der Respekt vor dem Star ein mit Sicherheit wichtiger Faktor für die normalen Kandidaten, die gern gerade am Anfang einer Show noch nervös und unausgeglichen wirken. Vielleicht ist dieser Respekt bei einem Gegner namens Henssler nicht mehr ganz so groß. Zweitens polarisierte Stefan Raab sehr stark beim Fernsehpublikum – gemocht von den einen, gehasst von den anderen. Daraus speiste sich auch der besondere Reiz der Show. Steffen Henssler pflegt zwar ebenfalls ein polarisierendes Image, ganz so stark spaltet er allerdings nicht die Gemüter einer ganzen TV-Nation. So bekannt wie Raab ist er ebenfalls nicht.

Und drittens dürfte der Star-Faktor für ProSieben selbst ganz entscheidend sein – in puncto Einschaltquote. Übrigens: Als Steffen Henssler 2012 bei «Schlag den Star» antrat, holte er die mit Abstand höchste Quote der gesamten Staffel (17,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen). Sein späteres Duell gegen Joey Kelly im Jahr 2015 war ebenfalls sehr erfolgreich (18,6 Prozent). Ob er mit seiner regelmäßigen Show an Raabs Werte – im Schnitt jeweils über 20 Prozent Marktanteil – heranreichen kann? Am 30. September fällt der Startschuss.

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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
nicola.merks
28.09.2017 16:00 Uhr 1
Um Stefan zu schlagen hätte Hennssler sich einen anderen Startplatz aussuchen sollen!! Vielleicht kann er wenigstens mit seinem Kandidaten punkten!! Vielleicht auch in der Wiederholung!!!!

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