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Kein Platz für Humor: «Anstalt» und «TV total» entfallen

von   |  1 Kommentar

Aufgrund aktueller Geschehnisse streichen ZDF und ProSieben ihre Comedy- und Satire-Shows, die für den späteren Abend angedacht waren.

Der tragische Absturz eines Germanwings-Flugzeugs über den Alpen hat weitere Auswirkungen auf das Programm deutscher Fernsehsender am Dienstag. Neben diverser Sondersendungen (eine Übersicht finden Sie unter anderem hier) anlässlich des Unglücks haben sich nun auch das ZDF und ProSieben dazu entschieden, ihre komödiantischen Show-Formate am Abend zu canceln.

Das ZDF verzichtet demnach auf «Die Anstalt», das eigentlich um 22:15 Uhr hätte auf Sendung gehen sollen. Dies gab der Sender kurz nach 18 Uhr auf Twitter bekannt. Wenige Minuten später ergänzte man: "Die Sendung wird heute nur aufgezeichnet. Wir bemühen uns, einen neuen Sendeplatz in den kommenden Tagen zu finden." Stattdessen wird das «heute-journal» um 20 Minuten verlängert, bevor «Lechs Kosmos» bereits um 22:35 Uhr und «Markus Lanz» um 23:05 Uhr auf Sendung gehen. Auch «heute nacht» wird um 25 Minuten auf 0:20 Uhr vorgezogen - und bekommt ebenfalls 20 Minuten mehr Zeit, um über die Geschehnisse des Tages zu informieren.

Einige Minuten zuvor hatte ProSieben bereits angekündigt, in Einvernehmen mit Stefan Raab und seinen Gästen auf «TV total» zu verzichten. Raab äußerte sich dazu knapp: "Es gibt leider Tage, an denen es nichts zu lachen gibt." Als Ersatzprogramm laufen ab 23:15 Uhr zwei alte «Fringe»-Folgen, womit auch die nächtliche Wiederholung von «Two and a Half Men» aus dem Programm rutscht. Die Primetime-Präsentation zweier Folgen der Sitcom soll allerdings offenbar wie geplant stattfinden.

Kurz-URL: qmde.de/77139
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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
clausammac
25.03.2015 09:58 Uhr 1
Die "Anstalt" nicht zu zeigen, ist ein Armutszeugnis der Verantwortlichen. Die Anstalt ist keine Witz-Sendung, sondern eine der ernsthaftesten Sendungen des ZDF. Stattdessen werden die Zuschauer mit nichtwissenden Experten, trauernden Schülern und pflichtschuldigst Betroffenheit-absondernden Politikern (Tiefpunkte: Angela Merkel und Joachim Gauck) boulevardmäßig unterhalten. Nebenbei: Wem nützt es, wenn Frau Merkel jetzt zur Absturzstelle eilt? Warum glaubt Herr Gauck, unbedingt seine Auslandsreise abbrechen und uns hier belästigen zu müssen?
Plattheiten, Hysterie und gespielte Betroffenheit sind kaum auszuhalten und werden weder den Angehörigen der Opfer noch des Problems gerecht. Ersthafte Sendungen fallen dem zum Opfer. Schade.

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