Wochenquotencheck

Licht und Schatten: Stark schwankende Quoten für das «heute journal update»

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Seit drei Wochen setzt das ZDF fünfmal pro Woche nachts auf das «heute journal update». Beim jungen Publikum liegt das Format bereits über Senderschnitt, insgesamt besteht noch Luft nach oben.

Auch wenn die Corona-Krise die Quoten von «heute plus» im Frühjahr vorübergehend merklich anziehen ließ: Ein Zuschauererfolg war die nächtliche Nachrichtensendung im ZDF häufig nicht. Der Mainzer Sender hat sich daher dazu entschlossen, seine Nachteulen in Zukunft mit dem neuen «heute journal update» auf den aktuellen Stand zu bringen. Seit Anfang September ist das Format inzwischen im ZDF zu sehen, das von Hanna Zimmermann, Nazan Gökdemir und «heute-journal»-Redaktionsleiter Wulf Schmiese im Wechsel präsentiert wird. „Im «heute-journal update» werden wir den allerneuesten Stand über die Themen des Tages geben. Die Spätausgabe soll eigene Kontur bekommen“, versprach Schmiese im August, als das «heute journal update» angekündigt wurde. Doch wie kam das Nachrichtenformat in den vergangenen Tagen aus Quotensicht an?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage ist schwer zu geben. Das Zuschauerinteresse an der Sendung ist stark schwankend, was nicht zuletzt an den uneinheitlichen Sendezeiten liegen dürfte. So verfolgten den Start der Sendung am Montag, 7. September, gegen 23.45 Uhr nur 0,71 Millionen Zuschauer und 6,8 Prozent am Gesamtmarkt, bevor die Ausgabe am Dienstag auf deutlich erfreulichere 10,7 Prozent zulegen konnte. Nachdem es am Mittwoch zurück in den einstelligen Bereich ging, erreichte die Sendung am Donnertag ab 0.35 Uhr einen vorläufigen Bestwert von 12,8 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen sicherte sich die vierte Ausgabe des nächtlichen Nachrichtenformats eine gute Quote von 8,7 Prozent.

Nach einer Durchschnittsquote von schwachen 8,9 Prozent in der Auftaktwoche legte das «heute journal update» in Woche zwei schließlich auf erfreulichere zehn Prozent zu. Immerhin drei von fünf Ausgaben brachten es auf eine zweistellige Quote, in der Spitze wurden wieder 12,8 Prozent ermittelt. Und auch beim jungen Publikum machte die Sendung eine recht gute Figur. Nachdem die Sendung am Montag mit nur fünf Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen schwach in die Woche gestartet war, legte sie bereits am Dienstag auf 8,3 Prozent zu. Auf einen kleinen Durchhänger am Mittwoch folgten zwei erfolgreiche Ausgaben am Donnerstag und Freitag, die sehr gute 9,1 Prozent bei den Werberelevanten einfuhren.

In die aktuelle Woche startete das «heute journal update» hingegen mit einem Tiefstwert. Nur 0,36 Millionen Zuschauer schalteten für die Ausgabe am Montag ein, das waren so wenige wie bislang noch nie. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Format erst gegen 0.45 Uhr auf Sendung ging, was der bis dato zweitspätesten Startzeit entsprach. Beim jungen Publikum wurde der Senderschnitt mit 4,3 Prozent ebenfalls verpasst. Nachdem die Quoten am Dienstag ebenfalls im einstelligen Bereich verharrten, ging es am Donnerstag auf tolle 13,3 Prozent beim Gesamtpublikum bergauf, was einem neuen Bestwert entsprach. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gelang mit 7,6 Prozent der Sprung über den Senderschnitt.

Fazit: Wechselnde Startzeiten führten beim «heute journal update» in den vergangenen Tagen zu schwankenden Quoten, die aus Sicht des ZDFs insgesamt aber noch ein wenig anziehen dürfen. Denn: Der durchschnittliche Marktanteil beim Gesamtpublikum liegt nach drei Wochen bei 9,7 Prozent und damit doch recht deutlich unter dem ZDF-Senderschnitt von zuletzt über 13 Prozent. Insgesamt verfolgten das Format im Mittel 0,71 Millionen Zuschauer. Zufrieden sein dürfen die Verantwortlichen hingegen mit den Resultaten bei den 14- bis 49-Jährigen, denn in dieser Altersgruppe liegt die Sendung mit durchschnittlich 6,7 Prozent bereits über dem Senderschnitt.

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