Hintergrund

Fünf Formate, die Rundfunkbeitrag-Zahler entdecken sollten

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Der Rundfunkbeitrag soll auf über 18 Euro steigen. Es gibt viele Menschen, die Gegner der Haushaltsabgabe sind. Schade, findet unser Autor.

Runkfunkbeitrag

  • 1953: 3,58 €
  • 1970: 4,35 €
  • 1974: 5,37 €
  • 1979: 6,65 €
  • 1983: 8,31 €
  • 1988: 8,49 €
  • 1990: 9,71 €
  • 1992: 12,17 €
  • 1997: 14,44 €
  • 2001: 16,15 €
  • 2005: 17,03 €
  • 2009: 17,98 €
  • 2015: 17,50 €
  • 2021: 18,36 €
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat gesprochen: Der monatliche Beitrag, den jeder Haushalt an die Beitragszentrale zahlen muss, kann bald ansteigen. Die unabhängige Kommission, die den Wünschen von ARD und ZDF folgt, berechnet den tatsächlichen Finanzbedarf und legte einen Vorschlag vor. Bereits 2021 kann der Beitrag um 86 Cent auf 18,36 Euro pro Monat ansteigen. Allerdings müssen hierfür noch die Länderchefs und die Landtage der Bundesländer zustimmen.

Es gibt allerdings immer wieder Kritiker, die das Programm von ARD und ZDF bemängeln. Das Programm bestünde meist aus seichter Unterhaltung und vor allem das Zweite konzentriere sich vor allem auf Krimi-Serien und Spitzensport. Diese Punkte sind oftmals richtig, aber von der monatlichen Beitragssumme werden auch ganz andere Projekte finanziert. Daher stellt Quotenmeter fünf Projekte vor, die Gegner des Rundfunkbeitrags auch einmal konsumieren sollten.

«Walulis»
Die funk-Produktion «Walulis» ist im Oktober 2016 als eines der ersten Formate des öffentlich-rechtlichen YouTube-Rundfunks gestartet. Zunächst beleuchteten Anchormann Philipp Walulis und die Firma Enrico Pallazzo – Gesellschaft für gute Unterhaltung – wie schon bei «Walulis sieht fern» – das Fernsehprogramm, inzwischen hat man sich neuen Themen geöffnet. Zuletzt beschäftigten sich die Macher mit dem Thema „Wie Fans Kinofilme beeinflussen“ oder dem Phänomen 9GAG. Aber auch der Erfolg der jungen Musikerin Billie Eilish und Petfluencer standen im Fokus der Videos.

«Dinge erklärt - Kurzgesagt»
Mit der deutschen Adaption des international erfolgreichen YouTube-Channels «Dinge erklärt – Kurzgesagt» hat das ZDF einen richtigen Hit gelandet. Im Gegensatz zu anderen Webformaten erscheint die Reihe in unregelmäßigen Abständen, allerdings bekommen die Abonnenten eine sehr hohe Faktendichte geliefert. Die Videos, die von 862.000 Menschen abonniert wurden, beschäftigen sich mit der Wissenschaft. Die Clips sind im Comic-Stil animiert und lassen sowohl die Pros und Contras zu Wort kommen. Zuletzt erläuterte «Dinge erklärt – Kurzgesagt» was Krebszellen eigentlich sind. Wussten Sie eigentlich, dass Krebszellen des Körpers, die Eigenschaft, zu sterben abhanden gekommen ist?

«Mit offenen Karten»
Die französische Koproduktion «Mit offenen Karten» gehört zu den Lieblingen der Quotenmeter-Redaktion. Das Format wurde schon mehrfach für den Quotenmeter-Fernsehpreis nominiert, obwohl sich der Aufwand des Formats – auf den ersten Blick – in Grenzen hält. Die Sendung, die bis zum Tod von Jean-Christophe Victor moderiert und kommentiert wurde, und seither von Emilie Aubry präsentiert wird, stellt politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fakten auf Landkarten dar. Nicht nur die umstrittene Siedlungspolitik des Staates Israels spielte schon eine Rolle, auch Themen wie Entwicklung der Eisenbahn oder das ewige Schwellenland Brasilien sind Themen der wöchentlich erscheinenden Reihe.

«Presseclub»
Seit 1987 hat Das Erste den Nachfolger des «Internationalen Frühschoppens» in Programm. Während man früher Weißwein trank und rauchte, hat sich das Bild massiv geändert. Unter der Leitung von Jörg Schönenborn und Volker Herres diskutieren mehrere Journalisten über ein gesellschaftspolitisches Thema. Obwohl das derzeit die dienstälteste Talkshow der ARD ist, bekommt das Format relativ wenig Anerkennung. Zu Unrecht! Die Themen sind meist gut gewählt und statt Phrasen von Politikern werden hier journalistische Tatsachen abgebildet.

«Hörsaal»
Deutschlandfunk Nova – ein Teil des Deutschlandfunks – bietet eine sehr interessante Sendung an. Unter dem Titel «Hörsaal» übernehmen wöchentlich Wissenschaftler die Sendung. Das Team der Deutschlandfunk-Sendung besucht stetig unterschiedliche Vorlesungen, die sich bis zu zwei Stunden mit einem Thema genau befassen. Man befasst sich unter anderem mit dem Storytelling von Geschichten oder der Crispr-Methode der Gentechnik. Ein Forscher nahm sich der Theorie der Alliierten vom Zweiten Weltkrieg an, dass Deutschland an einer Atombombe arbeite. Das hat sich zwar als richtig herausgestellt, allerdings war man sehr weit von einer Fertigstellung entfernt.

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