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Paukenschlag: Carsten Schmidt hört als Chef von Sky Deutschland auf

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Neuer CEO des Unternehmens wird ein von Comcast kommende Manager: Devesh Raj übernimmt schon zum 1. Januar. Das ist auch vor dem Hinblick der anstehenden Verhandlungen um die Bundesligarechte eine faustdicke Überraschung.

Sky Deutschland bekommt ab dem 1. Januar 2020 einen neuen CEO – Carsten Schmidt, der diese Position seit dem Weggang von Brian Sullivan inne hatte (also seit 25. Juni 2015) übergibt die Verantwortung an den bisherigen Chief Operating Officer. Ein Jahr lang wird Schmidt dem Unternehmen noch erhalten bleiben – im Jahr 2020 als Senior Advisor.

Nachfolger von Carsten Schmidt wird nun also Devesh Raj, ein Manager aus dem Comcast-Team. Der US-Konzern hatte Raj im Sommer nach München geschickt. Raj arbeitete als COO und war dort vor allem für alle operativen Abläufe tätig. Der künftige Sky-Deutschland-CEO sagt: „Nachdem ich Sky in den vergangenen Monaten bereits intensiv kennenlernen konnte, freue ich mich nun sehr auf die neue Aufgabe. Sky Deutschland ist in einem kompetitiven Marktumfeld bestens positioniert. Darauf werden wir nun aufbauen und das Business konsequent weiterentwickeln.“

Auch wenn Carsten Schmidt schon kürzlich in einem Interview davon sprach, im Alter von 60 Jahren (aktuell ist er 56) nicht mehr Sky-CEO sein zu wollen, überrascht der Zeitpunkt des Wechsels dennoch. Im Frühjahr stehen die für Sky lebenswichtigen Verhandlungen um die neuen Bundesliga-Rechte an. Carsten Schmidt in Person war für die deutsche Bundesliga seit vielen Jahren ein vertrauter und verlässlicher Partner. Vielleicht auch deshalb behält er eine Aufgabe bei Sky – um die Bundesliga-Rechte bis 2025 zu sichern. Schmidt betont, es sei seine Entscheidung gewesen, seine Tätigkeit als CEO zu beenden.

„Als ich meine Entscheidung getroffen habe, meine Aufgabe bei Sky zu beenden, war es mein Ziel einen optimalen Übergang sicherzustellen und an einen geeigneten Nachfolger zu übergeben. Der jetzige Zeitpunkt und unsere personelle Aufstellung gewährleistet genau dies“, sagte Schmidt, der betonte, mehr „sehr großer Zufriedenheit“ auf die vergangenen 20 Jahre zurückzublicken. "Ich wünsche Devesh allen erdenklichen Erfolg und werde ihn in den kommenden Monaten jederzeit dabei unterstützen. Dies betrifft natürlich insbesondere die anstehende Bundesliga-Rechteausschreibung", erklärte Schmidt.

Sky 2020

2020 startet für Sky Deutschland auch mit einem neuen CCO - Marcello Maggioni hatte diesen Posten schon im Herbst abgegeben. Im Januar tritt Christian Hindennach die Nachfolge an und verantwortet so alle finanzrelevanten Themen.
Raj wird ab Januar - genau wie Schmidt - an Andrea Zappia berichten. Der Chef von Sky Italia ist zugleich Chef von Sky Continental Europa. Zappia sagt zum Personalwechsel: „Ich möchte Carsten persönlich danken. Aufgrund seiner starken Führung und seines großartigen Einsatzes hat er einen maßgeblichen Anteil am Wachstum und Erfolg von Sky in den letzten zwei Jahrzehnten. Mit über fünf Millionen Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz und einem schlagkräftigen Team ist das Unternehmen bereit, die zukünftigen Aufgaben zu meistern. Mit Devesh habe ich in den letzten sechs Monaten bereits Seite an Seite zusammengearbeitet und seine Qualitäten uneingeschränkt geschätzt." Zappia erklärte, Raj werde Sky Deutschland in die "nächste Phase des Wachstums" führen. Was nur eine kleine Fußnote ist: Zappia verriet in dem Statement, dass Sky "über fünf Millionen Kunde" habe. Das deutet darauf an, dass sich die Kundenzahlen in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren nicht mehr so gut nach oben entwickelt haben, wie zu den besten Zeiten. Als die News Corp. noch das Sagen hatte, gewann Sky pro Jahr an die 500.000 Abonnenten hinzu.

Jetzt also wird der amerikanische Einfluss möglicherweise wieder stärker: Vor seiner Zeit bei Sky war Devesh Raj fünf Jahre lang als Senior Vice President Strategic and Financial Planning bei Comcast NBCUniversal in den USA tätig. Davor war Devesh 14 Jahre bei der Boston Consulting Group in New York Senior Partner und Managing Director und leitete deren Telekommunikations-, Medien- und Technologie-Unit in Nordamerika. In dieser Funktion lag sein Schwerpunkt auf der Strategie und Analyse führender Unternehmen sowie aufstrebender Geschäftsfelder im Bereich Technologie, Medien, Softwareentwicklung und Kundenservice.

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