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10-40-67 – Die Erfolgskoordinaten von Joyn?

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ProSiebenSat.1 und Discovery haben weitere Details zum in Kürze startenden Streaming-Dienst publik gemacht.

Als lokaler Premium Player wollen wir den deutschen Streaming-Markt verändern. Im Mittelpunkt stehen für uns die Bedürfnisse unserer Kunden: Wir hören ihnen zu, nehmen ihr Feedback ernst und führen unsere Plattform damit zum Erfolg.
Alexandar Vassilev, CEO und Geschäftsführer Joyn
Der neue Streaming-Dienst von ProSiebenSat.1, der als neuer deutscher Champion zum Game Changer werden soll, steht in den Startlöchern. Ausgewählten Usern und Journalisten haben ProSiebenSat.1 und das ebenfalls am Projekt Joyn beteiligte Discovery schon erste Einblicke gewährt. Für alle soll der neue Dienst im Laufe des Juni starten. In Joyn über gehen die Programme, die bisher schon bei 7TV, dem bisherigen Abrufdienst von ProSiebenSat.1, verfügbar waren. Unter anderem für Joyn zuständig ist Katja Hofem, früher mal Chefin von sixx und seitdem für neue Sender/Projekte innerhalb der ProSiebenSat.1-Gruppe zuständig. Laut ihrer Aussage kam 7TV zuletzt monatlich auf rund eine Million User. Weil auch maxdome und der Eurosport Player auf Sicht in Joyn integriert werden sollen, käme man nach Hochrechung auf rund 3,3 Millionen User jeden Monat.

TV Now hat nach allen offiziell bekannten Zahlen zwischen vier und fünf Millionen Unique User pro Monat. Ähnlich wie bei TV Now wird es bei Joyn auch lineare Programme als Stream geben, aber eben nicht nur die zur ProSiebenSat.1- und Discovery-Gruppe gehörenden Kanäle, sondern auch weitere. Joyn stellte Livestreams von Sport1, dem News-Sender WELT, Nickelodeon, Arte und Bloomberg oder die Sender von ARD und ZDF in Aussicht. Somit würde man direkt zum Start schon 67 Prozent aller deutschen Programme im Angebot haben.

Sicherlich im Fokus stehen dürften die Joyn-Originals. Insgesamt seien davon zehn in Planung, darunter aber auch Projekte, die eine vergleichsweise kurze Episodendauer haben. Zahlreiche Originals sollen im kommenden Jahr starten. Zum Launch im Juni sollen eine weitere «jerks»-Staffel und die von Sat.1 bestellte Dramedy «Die Läusemutter» mit Michael Kessler und anderen im Fokus stehen. Ebenfalls Die Dramedy wird eine von 40 Eigenproduktionen sein, die mit deutlichem Zeitvorsprung zu Joyn kommt. Sat.1 plant eine lineare Ausstrahlung nicht vor Spätsommer. Ebenfalls schon ab Juni verfügbar: Die Serien «Single Diaries» und «Technically Single». Zum Start sind auch Themenchannels im Angebot; etwa "Motor Trend" und "Food Network" – das Angebot hier soll Stück für Stück wachsen. Von der Serienfront grüßt auch «23 Morde», eine schon vor Jahren für Sat.1 hergestellte Crime-Serie, die aber nie den Weg zu seinem eigentlichen Sender fand. Joyn gibt ihr nun eine Heimat.

Wenn Joyn in wenigen Wochen startet, DWDL will erfahren haben, dass der 18. Juni ein passabler Termin wäre, dann wird Joyn noch nicht in voller Bandbreite zur Verfügung stehen. Dann haben zwar rund 250 Mitarbeiter an dem Projekt gearbeitet, wollen es aber zusammen mit den Usern Stück für Stück weiterentwickeln. So soll im Winter eine neue Premium-Version von Joyn folgen, für die dann auch Geld verlangt wird. Mit dieser Premium-Version kommen dann auch weitere Exklusiv-Serien zu Joyn – etwa die schon angekündigten Comedys «Check Check» mit Klaas oder «Frau Jordan» mit Katrin Bauerfeind. Mit Start der Premium-Version wird dann auch die Integration des Eurosport-Players abgeschlossen sein, der wichtige Bundesliga-Spiele, Tennis-Grand-Slams oder 2020 dann auch wieder Olympische Spiele im Angebot haben wird.

In der kostenlosen Version, die bestehen bleibt und die von neuen Serien immer auch die erste Folge als Art Appetizer anbieten soll, schaltet Joyn Werbung. Für Werbekunden interessant: Es soll bei Joyn die Möglichkeit geben, personalisierte Spots ausspielen zu können – also direkt auf den Nutzer zugeschnittene Werbung.

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