Köpfe

«American Horror Story»-Macher Ryan Murphy ist milde geworden

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Wie der Serienschaffer kürzlich bei einer Veranstaltung verraten hat, ist ihm sein Interesse am Schockfaktor abhanden gekommen.

Auswahl an Ryan-Murphy-Serien

  • «Nip/Tuck»
  • «Glee»
  • «American Horror Story»
  • «Scream Queens»
  • «American Crime Story»
  • «Feud»
  • «9-1-1»
  • «Pose»
Nach sieben Staffeln «American Horror Story»  kann sich ein Regisseur, Autor und Produzent auch mal in seinem Umgang mit grausigen Inhalten verändern: Ryan Murphy, einer der zentralen Köpfe hinter der populären Horror-Anthologieserie, gab auf einem Event der Hollywood Radio & Television Society bekannt, milde geworden zu sein. "Ich bin nicht mehr am Schockfaktor interessiert", verriet der 52-Jährige Autor, Produzent und Regisseur, wie ihn das beim Event anwesende US-Branchenportal 'The Hollywood Reporter' zitiert.

Murphy fuhr fort: "Ich bin davon abgekommen, dauernd auszutesten, wie weit ich die Grenzen in Sachen sexueller und gewalthaltiger Darstellung überschreiten kann." Außerdem deutete er an, sich bei seinen immer mehr werdenden Projekten künftig weniger intensiv einbringen zu wollen, um das Sagen an neue Talente abzugeben. "In unserem Metier hat es manchmal einen negativen Beiklang, wenn man als produktiv angesehen wird", so Murphy. "Ich mache jetzt Projekte, die nicht allein in meinem Blickfeld stehen. Ich arbeite mit jungen Talenten zusammen, arbeite sie in dieses Branchensystem ein und hoffe, es ändern zu können."

Murphy erklärte darüber hinaus, sich in seiner Funktion als Showrunner als Interessenvertreter zu sehen, weshalb er dafür kämpft, vor und hinter der Kamera eine repräsentativere Darstellung der Gesellschaft durchzuboxen. Daher ist das kürzlich verlängerte «Pose» mit seinem Transgender-Ensemble ein besonderes Passionsprojekt für ihn geworden. Diese Passion sei auch der Grund gewesen, weshalb er Donald Trump aus der in den 80er-Jahren spielenden Serie rausgeschrieben hat: Ursprünglich sollte ein junger Trump zu den Figuren der Serie zählen, doch Murphy wollte "dieses Gesicht nicht sehen oder diese Stimme hören und mit Trumps Präsenz etwas verpesten, das so schön ist."

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